
Die Nibelungen
Sage - Epos - Mythos
Reichert Verlag
Published on 1. December 2003
Book
Hardback
796 pages
978-3-89500-347-9 (ISBN)
Description
Im Zentrum dieses Bandes steht das Nibelungenlied, seine literarische Stellung in der höfischen Literatur der Zeit um 1200 und die Entfaltung des Textes in der Überlieferung vom 13. bis ins frühe 16. Jahrhundert. Gegen den herrschenden Trend, den Text ohne Rücksicht auf die Sage zu lesen, aus der er erwachsen ist, wird diese im Horizont aktueller kulturwissenschaftlicher Fragestellungen neu ins Bewußtsein der Forschung gehoben. Breiter Raum ist der Rezeption des Nibelungenstoffs in der Neuzeit gewidmet: seiner nationalideologischen Vereinnahmung im 19. und 20. Jahrhundert, seiner Neuformulierung in Literatur, Oper und Film sowie seiner Darstellung in der bildenden Kunst von Johann Heinrich Füssli bis in die Gegenwart.
Der Band erscheint in Zusammenhang mit der Ausstellung "Uns ist in alten Maeren ... Das Nibelungenlied und seine Welt", die vom 13.12.2003 bis 14.3.2004 im Schloß Karlsruhe stattfindet. Anlaß der Ausstellung ist der Erwerb der Nibelungenlied-Handschrift C mit Geldern der Landesbank Baden-Württemberg, der Kulturstiftung der Länder, der Bundesregierung und der Freifrau Christina von Laßberg. Seit dem Jahre 2001 befindet sich die Handschrift als Eigentum der Landesbank Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland in der Badischen Landesbibliothek.
Der Band erscheint in Zusammenhang mit der Ausstellung "Uns ist in alten Maeren ... Das Nibelungenlied und seine Welt", die vom 13.12.2003 bis 14.3.2004 im Schloß Karlsruhe stattfindet. Anlaß der Ausstellung ist der Erwerb der Nibelungenlied-Handschrift C mit Geldern der Landesbank Baden-Württemberg, der Kulturstiftung der Länder, der Bundesregierung und der Freifrau Christina von Laßberg. Seit dem Jahre 2001 befindet sich die Handschrift als Eigentum der Landesbank Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland in der Badischen Landesbibliothek.
Reviews / Votes
"Der Aufsatzband mit 28 Beiträgen zum Nibelungenlied ist zeitgleich mit dem Begleitband zur großen Nibelungenausstellung in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe anläßlich der Erwerbung der Nibelungenhandschrift C (Karlsruhe, Bad. LB, Codex Donaueschingen 63) erschienen. Er gibt den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Fragen zum Gesamtkomplex Nibelungenlied wieder. Die Aufsätze sind in sechs Themenbereiche gegliedert, beginnend mit den im Nibelungenlied verarbeiteten historischen Ereignissen der Völkerwanderungszeit und endend mit Bearbeitungen des Stoffes in Literatur, Musik, Film und Bildender Kunst bis zur Gegenwart. Dabei gibt fast immer der erste Aufsatz eines Themenkomplexes einen Überblick, die weiteren greifen Einzelaspekte heraus.(...) Am Ende eines jeden Beitrages findet sich ein ausführliches Literaturverzeichnis. Abgerundet wird der Band am Schluß durch 155 Abbildungen zu den vorausgehenden Beiträgen. Der Band eröffnet in seinem breiten Themenspektrum vielfältige Zugänge zum Nibelungenlied und läßt die Komplexität und Widersprüchlichkeit dieses Werkes, die sich in der Forschungsdiskussion widerspiegelt, deutlich werden."
In: Scriptorium. 2008, 1. S. 86-87.
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"Die Rezeptionsgeschichte von Nibelungensage und "Nibelungenlied" ist ein weites Feld, darum erscheint es besonders hilfreich, dass in dem Sammelband Grundstrukturen der Entwicklung seit Anfang des 19. Jahrhunderts deutlich werden. Der in der Wirkungsgeschichte formierte Mythos hat sich z.T. verselbständigt, der Bezug zu den Ausgangspunkten (Geschichte - Sage - Dichtung) verschwimmt. Die Bezugnahme wird zur Rezeption der Rezeption multipliziert. In extremer Weise zeigt das die Szenenüberschrift in Heiner Müllers "Germania 3", die Greiner als Titel seines Beitrags genutzt hat: "Siegfried eine Jüdin aus Polen". Zeichen, die vermeintlich auf erinnerte Geschichte weisen oder weisen sollen, werden zu Hieroglyphen für Experten, wenn nicht die Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen aktiviert wird. Dazu bietet der besprochene Band Möglichkeiten und reiches Material."
In: Zeitschrift für deutsche Philologie. 126 (2007) 1. S. 152-158.
More details
Language
German
Place of publication
Wiesbaden
Germany
Publishing group
Reichert, L
Product notice
sewn/stitched
Cloth over boards
Illustrations
155
155 s/w Abbildungen
Illustrations
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 17 cm
Weight
1620 gr
ISBN-13
978-3-89500-347-9 (9783895003479)
Schweitzer Classification
Persons
Joachim Heinzle
Professor für Germanische und Deutsche Philologie an der Philipps-Universität Marburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Literatur des hohen und späten Mittelalters.
Klaus Klein
Akademischer Rat am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Philipps Universität Marburg, Arbeiten zur Prosa des Spätmittelalters und zur Überlieferung der deutschen Literatur des Mittelalters.
Ute Obhof
Leiterin der Handschriftenabteilung der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe, Veröffentlichungen zur deutschen Literatur des Mittelalters und zur Buch- und Bibliotheksgeschichte.
Professor für Germanische und Deutsche Philologie an der Philipps-Universität Marburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen Literatur des hohen und späten Mittelalters.
Klaus Klein
Akademischer Rat am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Philipps Universität Marburg, Arbeiten zur Prosa des Spätmittelalters und zur Überlieferung der deutschen Literatur des Mittelalters.
Ute Obhof
Leiterin der Handschriftenabteilung der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe, Veröffentlichungen zur deutschen Literatur des Mittelalters und zur Buch- und Bibliotheksgeschichte.
Author
Editor
ISNI: 0000 0001 1654 9899 GND: 107287943
ISNI: 0000 0001 0783 8111 GND: 1053149581
ISNI: 0000 0001 0878 4856 GND: 102431930X
Content
Aus dem Inhalt:
Joachim Heinzle (Marburg): Die Nibelungensage als europäische Heldensage
Hermann Reichert (Wien): Die Nibelungensage im mittelalterlichen Skandinavie
Elisabeth Lienert (Bremen): Perspektiven der Deutung des Nibelungenliedes
Nikolaus Henkel (Hamburg): Die Nibelungenklage und die *C-Bearbeitung des Nibelungenliedes
Alois Wolf (Freiburg i.Br.): Literarische Verflechtungen und Ansprüche des Nibelungenlieds
Elke Brüggen (Bonn): Räume und Begegnungen. Konturen höfischer Kultur im Nibelungenlie
Joachim Heinzle (Marburg): Die Handschriften des Nibelungenliedes und die Entwicklung des Textes.
Klaus Klein (Marburg): Beschreibendes Verzeichnis der Handschriften des Nibelungenliedes
Ute Obhof (Karlsruhe): Die Handschrift C.
Bernd Schirok (Freiburg i.Br.): Die Handschrift B
Karin Schneider (Herrsching): Die Handschrift A
Lothar Voetz (Heidelberg): Die späten Bearbeitungen
Klaus von See (Frankfurt a.M.): Das Nibelungenlied - ein Nationalepos?
Werner Wunderlich (St. Gallen): Nibelungenpädagogik
Peter Krüger (Marburg): Etzels Halle und Stalingrad: Die Rede Görings vom 30.1.1943
Ulrich Müller (Salzburg): Die Nibelungen in Literatur, Musik und Film im 19. und 20. Jahrhundert
Horst Albert Glaser (Torre del Lago): Das Totenschiff und die Lust am Untergang. Friedrich Hebbels Nibelungen
Volker Mertens (Berlin): Das Nibelungenlied, Richard Wagner und kein Ende
Heinz-B. Heller (Marburg): ". nur dann überzeugend und eindringlich, wenn es sich mit dem Wesen der Zeit deckt." Fritz Langs Nibelungen-Film als "Zeitbild"
Werner Hoffmann (Mannheim): Werner Jansen, Das Buch Treue
Carsten Peter Thiede (Paderborn): Die Tarnkappe. Das Nibelungenlied in Reinhold Schneiders Theaterstück: Versuch einer christlichen Rezeption?
Bernhard Greiner (Tübingen): Siegfried eine Jüdin aus Polen: Heiner Müllers Umgang mit dem Nibelungenstoff
Claudia Hattendorff/Marcus Kiefer (Marburg): Arbeit am Nibelungenmythos. Johann Heinrich Füssli und das Nibelungenlied
Frank Büttner (München): Nibelungen-Bilder der deutschen Romantik
Heinz-Toni Wappenschmidt (Swisttal): Nibelungenlied und Historienmalerei im 19. Jahrhundert. Wege der Identitätsfindung
Elisabeth von Hagenow (Hamburg)/Susanne Wernsing (Köln/Wien): Die Nibelungen in populärer Bildpublizistik
J.A. Schmoll gen. Eisenwerth (München): Der Wormser Nibelungen-Wandbildzyklus von Karl Schmoll von Eisenwerth Harald Kimpel/Johanna Werckmeister (Kassel): Leidmotive. Möglichkeiten der künstlerischen Nibelungen-Rezeption seit 1945
Joachim Heinzle (Marburg): Die Nibelungensage als europäische Heldensage
Hermann Reichert (Wien): Die Nibelungensage im mittelalterlichen Skandinavie
Elisabeth Lienert (Bremen): Perspektiven der Deutung des Nibelungenliedes
Nikolaus Henkel (Hamburg): Die Nibelungenklage und die *C-Bearbeitung des Nibelungenliedes
Alois Wolf (Freiburg i.Br.): Literarische Verflechtungen und Ansprüche des Nibelungenlieds
Elke Brüggen (Bonn): Räume und Begegnungen. Konturen höfischer Kultur im Nibelungenlie
Joachim Heinzle (Marburg): Die Handschriften des Nibelungenliedes und die Entwicklung des Textes.
Klaus Klein (Marburg): Beschreibendes Verzeichnis der Handschriften des Nibelungenliedes
Ute Obhof (Karlsruhe): Die Handschrift C.
Bernd Schirok (Freiburg i.Br.): Die Handschrift B
Karin Schneider (Herrsching): Die Handschrift A
Lothar Voetz (Heidelberg): Die späten Bearbeitungen
Klaus von See (Frankfurt a.M.): Das Nibelungenlied - ein Nationalepos?
Werner Wunderlich (St. Gallen): Nibelungenpädagogik
Peter Krüger (Marburg): Etzels Halle und Stalingrad: Die Rede Görings vom 30.1.1943
Ulrich Müller (Salzburg): Die Nibelungen in Literatur, Musik und Film im 19. und 20. Jahrhundert
Horst Albert Glaser (Torre del Lago): Das Totenschiff und die Lust am Untergang. Friedrich Hebbels Nibelungen
Volker Mertens (Berlin): Das Nibelungenlied, Richard Wagner und kein Ende
Heinz-B. Heller (Marburg): ". nur dann überzeugend und eindringlich, wenn es sich mit dem Wesen der Zeit deckt." Fritz Langs Nibelungen-Film als "Zeitbild"
Werner Hoffmann (Mannheim): Werner Jansen, Das Buch Treue
Carsten Peter Thiede (Paderborn): Die Tarnkappe. Das Nibelungenlied in Reinhold Schneiders Theaterstück: Versuch einer christlichen Rezeption?
Bernhard Greiner (Tübingen): Siegfried eine Jüdin aus Polen: Heiner Müllers Umgang mit dem Nibelungenstoff
Claudia Hattendorff/Marcus Kiefer (Marburg): Arbeit am Nibelungenmythos. Johann Heinrich Füssli und das Nibelungenlied
Frank Büttner (München): Nibelungen-Bilder der deutschen Romantik
Heinz-Toni Wappenschmidt (Swisttal): Nibelungenlied und Historienmalerei im 19. Jahrhundert. Wege der Identitätsfindung
Elisabeth von Hagenow (Hamburg)/Susanne Wernsing (Köln/Wien): Die Nibelungen in populärer Bildpublizistik
J.A. Schmoll gen. Eisenwerth (München): Der Wormser Nibelungen-Wandbildzyklus von Karl Schmoll von Eisenwerth Harald Kimpel/Johanna Werckmeister (Kassel): Leidmotive. Möglichkeiten der künstlerischen Nibelungen-Rezeption seit 1945