
Brautbriefe
Frank Stückemann(Editor)
Aisthesis (Publisher)
1st Edition
Published on 31. October 2013
Book
105 pages
978-3-8498-1023-8 (ISBN)
Description
1768/69 warb der frisch installierte Landpfarrer und spätere Aufklärer Johann Moritz Schwager (1738-1804) zu Jöllenbeck in der Grafschaft Ravensberg um die Osnabrücker Patriziertochter Helene Goesling (1747-1819); Briefe wie Gegenbriefe - vollständig im Familienbesitz erhalten - werden hier erstmals veröffentlicht.
Durchgängig spricht aus ihnen eine unserer Zeit weitgehend abhanden gekommene Feinsinnigkeit und Noblesse des seelischen Empfindens. Neben Tagesgeschehen und Literaturerlebnissen behauptet auch die Erotik ihren angestammten Platz. Vor allem aber versichert man sich gegenseitig des kulturschaffenden Willens nach Genesis 2,15: Wie der Pfarrgarten hat auch die Familie, die Gemeinde und vor allem der eigene Verstand bearbeitet zu werden; elementarer lassen sich Religion und Aufklärung kaum begründen. Spätere Äußerungen zu Ehe und Familie zeigen, dass dies mit erstaunlicher Konsequenz umsetzt wurde, aber auch, welchen Anteil die Jöllenbecker Pfarrfrau am theologischen und schriftstellerischen Werk ihres Mannes hatte.
Holger Böning (Deutsche Presseforschung Universität Bremen) schrieb in einem Brief an den Herausgeber: "mit größtem Vergnügen habe ich die Brautbriefe zwischen Schwager und Helene Goesling gelesen. Es gibt doch aus dem 18. Jahrhundert nur weniges, was schöner ist als Autobiographien und Briefe. Bemerkenswert finde ich - dass Schwager schreiben kann, wusste ich ja schon - die Briefe der Braut, die eine kluge Frau mit gewandter Feder zeigen - wirklich nett ist 'mein liebes Schwagerchen'. Ein wenig erinnern mich die Briefe an die Brautbriefe zwischen Eva König und Lessing, die mir ein ganz großes Leserlebnis bedeutet haben."
Durchgängig spricht aus ihnen eine unserer Zeit weitgehend abhanden gekommene Feinsinnigkeit und Noblesse des seelischen Empfindens. Neben Tagesgeschehen und Literaturerlebnissen behauptet auch die Erotik ihren angestammten Platz. Vor allem aber versichert man sich gegenseitig des kulturschaffenden Willens nach Genesis 2,15: Wie der Pfarrgarten hat auch die Familie, die Gemeinde und vor allem der eigene Verstand bearbeitet zu werden; elementarer lassen sich Religion und Aufklärung kaum begründen. Spätere Äußerungen zu Ehe und Familie zeigen, dass dies mit erstaunlicher Konsequenz umsetzt wurde, aber auch, welchen Anteil die Jöllenbecker Pfarrfrau am theologischen und schriftstellerischen Werk ihres Mannes hatte.
Holger Böning (Deutsche Presseforschung Universität Bremen) schrieb in einem Brief an den Herausgeber: "mit größtem Vergnügen habe ich die Brautbriefe zwischen Schwager und Helene Goesling gelesen. Es gibt doch aus dem 18. Jahrhundert nur weniges, was schöner ist als Autobiographien und Briefe. Bemerkenswert finde ich - dass Schwager schreiben kann, wusste ich ja schon - die Briefe der Braut, die eine kluge Frau mit gewandter Feder zeigen - wirklich nett ist 'mein liebes Schwagerchen'. Ein wenig erinnern mich die Briefe an die Brautbriefe zwischen Eva König und Lessing, die mir ein ganz großes Leserlebnis bedeutet haben."
More details
Series
Edition
1., Erstauflage
Language
German
Place of publication
Bielefeld
Germany
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14.5 cm
Weight
200 gr
ISBN-13
978-3-8498-1023-8 (9783849810238)
Schweitzer Classification
Persons
Content
Johann Moritz Schwager / Helene Goesling
Brautbriefe
Frank Stückemann
"Verliebt bin ich freylich ein wenig viel" - Die Brautbriefe von Johann Moritz Schwager (1738-1804) und Helene Goesling (1747-1819)
Danksagung
Brautbriefe
Frank Stückemann
"Verliebt bin ich freylich ein wenig viel" - Die Brautbriefe von Johann Moritz Schwager (1738-1804) und Helene Goesling (1747-1819)
Danksagung