Geld
Revue #3: Jochen Schmith zu Gast: Willem Oorebeek
Jochen Schmith(Author)
TEXTEM VERLAG
1st Edition
Published on 3. November 2007
Book
Paperback/Softback
20 pages
978-3-938801-20-8 (ISBN)
Description
Außerhalb unserer Zivilisation wäre Geld absolut nutz- und wertlos. Innerhalb derer, mit ihrem Tauschapparat aus Leistung und Gegenleistung, Abgrenzung und Eingrenzung, geht aber ohne das Geld so ziemlich gar nichts. Eine gesellschaftliche Vereinbarung macht aus einem Stück Papier einen Faktor für soziale Kommunikation und in dessen Anhäufung einen Maßstab für Hierarchien. - Für die einen ein System für den geordneten Zahlungsverkehr, für die anderen ein Anreiz für Geiz und Gurgel.
Kunst ist von jeher angetreten, solche sozialen Zuschreibungssysteme abzubilden. Das Zeitalter der Moderne lernte uns später, diese zu dekonstruieren und seine Wertmaßstäbe damit zu hinterfragen. Und heute? Dass ein Ausstellungs-Konzept wie das der Reihe:Ordnung gerade seine Relevanz erfährt, liegt an einem Resonanzraum empfundener Wirklichkeit, in dem alles geht und zugleich nichts. Nahezu jedes Paradigma gesellschaftlicher Vereinbarung scheint verhandelbar zu sein und jede Art der Kritik vereinnahmbar. Gleichzeitig zementiert sich dabei jedoch alles in großer Unsicherheit über die Form eines zukünftigen Miteinanders.
Könnte man denn all diese Wertzuschreibungen auch Regime nennen und unsere soziale Umwelt Stück für Stück auseinandernehmen, um sie zu etwas anderem zusammenzusetzen? Bei Weitem kein Heilsversprechen, aber ein interessantes und zeitgemäßes Spiel.
Die Gruppe Jochen Schmith aus Hamburg eignet sich bestimmte bildgewordene Vereinbarungen unter dem symbolischen Prinzip des Geldes an. Dabei entstehen neue Arbeiten, die unseren Blick auf das Bekannte wie das Andere mithilfe unterschiedlicher Medien überprüfen und assoziieren. Alltägliche Bilder des Straßenlebens in Hongkong werden zu Metaphern für ein globales Streben nach Wohlstand. Warum eigentlich? Wer weiß es wirklich schon: Vielleicht gibt es China ja gar nicht.
Kunst ist von jeher angetreten, solche sozialen Zuschreibungssysteme abzubilden. Das Zeitalter der Moderne lernte uns später, diese zu dekonstruieren und seine Wertmaßstäbe damit zu hinterfragen. Und heute? Dass ein Ausstellungs-Konzept wie das der Reihe:Ordnung gerade seine Relevanz erfährt, liegt an einem Resonanzraum empfundener Wirklichkeit, in dem alles geht und zugleich nichts. Nahezu jedes Paradigma gesellschaftlicher Vereinbarung scheint verhandelbar zu sein und jede Art der Kritik vereinnahmbar. Gleichzeitig zementiert sich dabei jedoch alles in großer Unsicherheit über die Form eines zukünftigen Miteinanders.
Könnte man denn all diese Wertzuschreibungen auch Regime nennen und unsere soziale Umwelt Stück für Stück auseinandernehmen, um sie zu etwas anderem zusammenzusetzen? Bei Weitem kein Heilsversprechen, aber ein interessantes und zeitgemäßes Spiel.
Die Gruppe Jochen Schmith aus Hamburg eignet sich bestimmte bildgewordene Vereinbarungen unter dem symbolischen Prinzip des Geldes an. Dabei entstehen neue Arbeiten, die unseren Blick auf das Bekannte wie das Andere mithilfe unterschiedlicher Medien überprüfen und assoziieren. Alltägliche Bilder des Straßenlebens in Hongkong werden zu Metaphern für ein globales Streben nach Wohlstand. Warum eigentlich? Wer weiß es wirklich schon: Vielleicht gibt es China ja gar nicht.
More details
Series
Edition
1., Aufl.
Language
German
Illustrations
11
11 farbige Abbildungen
ISBN-13
978-3-938801-20-8 (9783938801208)
Schweitzer Classification