
Verläufe
Seelische Gesundheit und psychogene Erkrankungen heute
Heinz Schepank(Editor)
Springer (Publisher)
Published on 27. September 1990
Book
Hardback
XIV, 233 pages
978-3-540-52607-0 (ISBN)
Description
Klinische Erfahrungen geben nur ein unvollständiges Bild über den wahren Verlauf von psychogenen Erkrankungen, weil jede Inanspruchnahmeklientel, jegliches Patientengut aller Institutionen und Therapeuten hochgradig selektiert ist. Über Verläufe bei Gesunden - und das sind nach den Untersuchungen der Verfasser etwa 3/4 der Bevölkerung - bekommt man nur Aufschluß durch aktive Befragung. Die hier vorgelegte Untersuchung stellt hinsichtlich psychogener Erkrankungen und entsprechender Gesundheit die erste deutschsprachige prospektive Verlaufsstudie an einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe dar. 600 erwachsene Deutsche aus einer Großstadt wurden im Abstand von drei Jahren mehrmals ausführlich untersucht. Im Zentrum dieser Untersuchung stand die Frage des
individuellen Verlaufs
von seelischer Gesundheit und psychogener Symptomatik, sowie die darauf Einfluß nehmenden Persönlichkeits-, Kindheits-, Entwicklungs- und Umweltfaktoren. Das Buch bietet grundlegende wissenschaftliche Daten über das Gebiet der psychogenen Erkrankungen. Die umfangreiche illustrierende Kasuistik von Lebensentwicklungen psychisch Gesunder wie auch von psychogenen Erkrankten macht die Lektüre weit über den wissenschaftlichen Bereich hinaus eindrucksvoll.
More details
Language
German
Place of publication
Heidelberg
Germany
Publishing group
Springer Berlin
Product notice
sewn/stitched
Cloth over boards
Illustrations
61
61 s/w Tabellen
Bibliography; 61 Tables, black and white
Dimensions
Height: 24.2 cm
Width: 17 cm
Weight
550 gr
ISBN-13
978-3-540-52607-0 (9783540526070)
DOI
10.1007/978-3-642-75713-6
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Contributions
Content
Hinweise für den eiligen Leser.- 1 Einleitung.- 1.1 Ziele.- 1.2 Literatur.- 2 Methodik und empirische Basis.- 2.1 Grundsätzliches zur Epidemiologie, zu unserer Methodik und zur Beurteilung von Verläufen.- 2.1.1 Besonderheiten.- 2.1.2 Forschungsstrategische Konsequenzen.- 2.1.3 Ausschluß von Psychosen und primär somatischen Erkrankungen.- 2.1.4 Beurteilung von Verläufen.- 2.1.5 Epochaler Wandel des Morbiditätsspektrums.- 2.1.6 Typischer und individueller Verlauf von Krankheit/Gesundheit.- 2.2 Methodik der A-Studie.- 2.3 Ergebnisse der A-Studie.- 2.4 Methodik der Follow-up-Studie (B-Studie).- 2.4.1 Methodische Vorentscheidungen.- 2.4.2 Interviewererfahrungen.- 2.4.3 Statistische Verfahren.- 3 Deskriptiv-epidemiologische Befunde der B-Studie.- 3.1 Stichprobenbeschreibung: Repräsentativität, Verweigerer, Ausfälle.- 3.1.1 Demographie.- 3.1.2 Verweigerung.- 3.1.3 Weitere Ausfälle.- 3.2 Morbiditätsdaten.- 3.2.1 Im Querschnitt.- 3.2.2 Veränderungen von A nach B.- 4 Zur Methodik der Veränderungsmessung.- 4.1 Zum Problem der Veränderungsmessung.- 4.2 Grundannahmen der Veränderung von Fallraten der Geschlechter.- 4.2.1 Kontinuierliche Verteilung der Beeinträchtigung.- 4.2.2 Konstante Basisrate der Veränderung für Männer und Frauen.- 4.3 Reliabilitätsaspekte.- 4.3.1 Spezielle Instrumente.- 4.3.2 Retrospektive Informationen.- 4.4 Interviewereinflüsse.- 4.4.1 Interviewerinduzierte Meßfehler.- 4.4.2 Auswirkungen "blinden" und "sehenden" Vorgehens auf die Beurteilung der Beeinträchtigungsschwere.- 5 Verlauf von Krankheit und Gesundheit über 3 Jahre.- 5.1 Konstante Fälle.- 5.2 Fall/Nichtfallwechsler.- 5.2.1 Beschreibung der Stichprobe.- 5.2.2 Aus den Extremgruppen.- 5.2.3 Aus der Risikopopulation.- 5.3 Die stabil Gesunden.- 5.3.1 Beschreibung der Stichprobe.- 6 Analyse der den Verlauf beeinflussenden Faktoren.- 6.1 Life-events.- 6.1.1 Erhebung von Lebensereignissen.- 6.1.2 Änderung der Häufigkeiten bestimmter Lebensereignisse.- 6.1.3 Anteil an Fällen bei bestimmten Ereignissen. Pathogenesegrad einzelner Lebensereignisse.- 6.1.4 Interaktion der Veränderung von Ereignissen mit der psychogenen Beeinträchtigung bei einem Probanden.- 6.1.5 Die Gesamtzahl der erlebten Ereignisse als Indikator für Belastung.- 6.1.6 Die Bedeutung einzelner Lebensereignisse.- 6.1.7 Die Wirkung von Familien- und Partnerkonflikten auf die psychogene Beeinträchtigung.- 6.1.8 Diskussion.- 6.2 Fähigkeiten zur Streßverarbeitung (Coping).- 6.2.1 Datenmaterial.- 6.2.2 Auswertungsschritte.- 6.2.3 Ergebnisse.- 6.2.4 Zusammenfassende Diskussion.- 6.3 Social support.- 6.3.1 Einleitung.- 6.3.2 Methodik.- 6.3.3 Ergebnisse für die Querschnitte A/B.- 6.3.4 Hypothesen zum Verlauf.- 6.3.5 Verlaufsergebnisse.- 6.3.6 Zusammenfassung.- 6.4 Erklärungsanteil der drei beschriebenen Konzepte.- 6.5 Zusammenfassende Einschätzung aller neurosepathogenen Varianzanteile für das Lebensganze.- 7 Der Verlauf im Licht psychoanalytischer Testfragen.- 7.1 Die Gegenübertragung des Untersuchers.- 7.1.1 Gegenübertragungsreaktionen bei den sog. Fallwechslern.- 7.1.2 Gegenübertragunsreaktionen der Untersucher in A- und B-Studie (n=144).- 7.1.3 Diskussion.- 7.2 Träume der Probanden.- 7.2.1 Empirisches Datenmaterial manifester Traumtexte.- 7.2.2 Empirische Ergebnisse der Inhaltsanalyse.- 7.2.3 Zusammenfassung und Diskussion.- 7.3 Die früheste Kindheitserinnerung.- 7.3.1 Früheste Kindheitserinnerungen im Dreijahresvergleich.- 7.3.2 Befunde der Inhaltsanalyse.- 7.3.3 Stabilität der frühesten Kindheitserinnerung und psychische Gesundheit.- 8 Messung der Veränderungen im Spiegel spezieller Instrumente.- 8.1 Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens.- 8.2 Freiburger Persönlichkeitsinventar.- 8.2.1 Ausgewertetes Datenmaterial.- 8.2.2 Ergebnisse.- 8.2.3 Hypothese.- 8.2.4 Interpretation.- 8.2.5 Zusammenfassung.- 9 Aspekte demographischer Kernvariablen.- 9.1 Geschlechtsunterschiede im Krankheitsverhalten.- 9.1.1 Ergebnisse.- 9.1.2 Zusammenfassung.- 9.2 Differenzierte Syndromanalyse der Geburtsjahrgänge 1935, 1945, 1955.- 9.2.1 Ergebnisse.- 9.2.2 Zusammenfassung.- 9.3 Soziale Herkunft und psychogene Krankheit.- 9.3.1 Erklärungsmodelle.- 9.3.2 Einteilung der Probanden.- 9.3.3 Ergebnisse.- 9.3.4 Resümee.- 10 Pfadmodelle des Verlaufs.- 10.1 Zusammenwirken verschiedener Einflußgrößen.- 10.1.1 Ergebnisse der Hypothesentestung für Querschnittsdaten.- 10.1.2 Ergebnisse der Hypothesentestung für Verlaufsdaten.- 10.1.3 Diskussion.- 11 Prognose und realer Verlauf.- 11.1 Vorüberlegungen.- 11.2 Methodik.- 11.3 Ergebnisse.- 11.4 Analyse der Fehlurteile.- 12 Lebenslange Prävalenz.- 12.1 Ergebnisse.- 12.2 Diskussion.- 12.3 Zusammenfassung.- 13 Eindrücke aus der dritten Untersuchung nach 6 Jahren.- 13.1 Selektionskriterien.- 13.2 Ergebnisse.- 14 Diskussion der Ergebnisse, Bilanz und Zusammenfassung.- 14.1 Konsequenzen für die Versorgung und Prävention.- 14.1.1 Therapiebedarf.- 14.1.2 Prävention.- 14.1.3 Prophylaxe.- 14.2 Fazit.- 14.2.1 Deskriptive Epidemiologie.- 14.2.2 Analytische Epidemiologie.- 14.2.3 Psychoanalytische Testfragen.- 14.2.4 Prognose.- 14.2.5 Konsequenzen.- 14.3 Aussichten.- Anhang A: Glossar epidemiologischer Begriffe.- Anhang B: Instrumente.- Anhang C: Confidantrating: Handanweisung und Ankerbeispiele.

