
Ruhe sanft
Thomas Sandoz(Author)
brotsuppe (Publisher)
Published on 9. November 2018
Book
136 pages
978-3-03867-010-0 (ISBN)
Description
Er arbeitet als Gärtner im städtischen Friedhof. Man hat ihm den Bezirk mit den Kindergräbern zugeteilt. Mit Hingebung kümmert er sich um die Grabstätten, liebevoll pflegt er die Grünanlagen.
Er ist ein Gezeichneter. Auf der Spur dunkler Erinnerungen will er die Einsamkeit der eigenen Kindheit auslöschen, will ganz Familie sein. Être famille enfin. Dafür geht er mit den Frühverstorbenen eine geheime, innige Verbindung ein.
Er gibt ihnen Pflanzennamen, hört auf ihre Wünsche und erfüllt sie nach Kräften.
In der bevorstehenden Umstrukturierung des Friedhofs sieht der »Kindergärtner« eine Bedrohung seiner Schützlinge. Er gerät in inneren Aufruhr, unternimmt alles, um sie zu schützen.
Immer unangepasster wird sein Verhalten.
Und er hat einen Plan: den Kauf eines abseits gelegenen, leerstehenden Häuschens mit Garten. Den Toten wird es am neuen Ort gut gehen.
Er ist ein Gezeichneter. Auf der Spur dunkler Erinnerungen will er die Einsamkeit der eigenen Kindheit auslöschen, will ganz Familie sein. Être famille enfin. Dafür geht er mit den Frühverstorbenen eine geheime, innige Verbindung ein.
Er gibt ihnen Pflanzennamen, hört auf ihre Wünsche und erfüllt sie nach Kräften.
In der bevorstehenden Umstrukturierung des Friedhofs sieht der »Kindergärtner« eine Bedrohung seiner Schützlinge. Er gerät in inneren Aufruhr, unternimmt alles, um sie zu schützen.
Immer unangepasster wird sein Verhalten.
Und er hat einen Plan: den Kauf eines abseits gelegenen, leerstehenden Häuschens mit Garten. Den Toten wird es am neuen Ort gut gehen.
More details
Edition
erste Auflage
Language
German
Place of publication
Biel/Bienne
Switzerland
Product notice
With printed dust jacket
Illustrations
Umschlagbild
Dimensions
Height: 19.5 cm
Width: 12.3 cm
Weight
249 gr
ISBN-13
978-3-03867-010-0 (9783038670100)
Schweitzer Classification
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Persons
Author
Schriftsteller
Thomas Sandoz lebt im Kanton Neuenburg und hat Prosa, Essays und Monographien veröffentlicht und dafür diverse Auszeichnungen erhalten. Insbesondere 2011 den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für »Même en terre« (Grasset). Die zuletzt erschienenen Titel sind »Les temps ébréchés« (Grasset, 2013), »Malenfance« (Grasset, 2014), »Croix de bois, croix de fer« (Grasset, 2016), »La balade des perdus« (Grasset, 2018). Die Übersetzung von »Même en terre« ist unter dem Titel »Ruhe sanft« im verlag die brotsuppe erschienen. Übersetzt hat Yves Raeber.
Thomas Sandoz lebt im Kanton Neuenburg und hat Prosa, Essays und Monographien veröffentlicht und dafür diverse Auszeichnungen erhalten. Insbesondere 2011 den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für »Même en terre« (Grasset). Die zuletzt erschienenen Titel sind »Les temps ébréchés« (Grasset, 2013), »Malenfance« (Grasset, 2014), »Croix de bois, croix de fer« (Grasset, 2016), »La balade des perdus« (Grasset, 2018). Die Übersetzung von »Même en terre« ist unter dem Titel »Ruhe sanft« im verlag die brotsuppe erschienen. Übersetzt hat Yves Raeber.
Cover design or artwork
Autorin, Grafikerin, Verlegerin
Translation
Schauspieler, Übersetzer
Yves Raeber ist Schauspieler, Regisseur und Übersetzer von Theaterstücken und Prosa. 2017 hat ihm die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich für seine Arbeit am Roman »Ruhe sanft« einen Werkbeitrag für Literarisches Übersetzen zugesprochen.
Yves Raeber ist Schauspieler, Regisseur und Übersetzer von Theaterstücken und Prosa. 2017 hat ihm die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich für seine Arbeit am Roman »Ruhe sanft« einen Werkbeitrag für Literarisches Übersetzen zugesprochen.
Content
»Er betritt ein Spielwarengeschäft, irrt zwischen den Regalen herum, bis er die Miniaturautos findet. Die Dinky Toys fehlen, die sein Bruder so liebte. Er nimmt sich die Zeit, das schönste Modell auszuwählen, das er sich leisten kann, und besteht darauf, dass die Verkäuferin es sorgfältig als Geschenk verpackt. Dann kehrt er zum Friedhof zurück. Er geht auf Zehenspitzen hinein, will den Überraschungseffekt steigern. Bevor er wieder aufsteht und sich mit einem Räuspern bemerkbar macht, legt er das Päckchen verstohlen auf Forsythias Grab. Eine Rosenschleife und die Grabnummer sind alles, was noch auf dieser Parzelle liegt. Kein Holzkreuz, kein Stein, kein Blumengebinde. Er fordert jedes seiner Kleinen zu einem Lebehoch auf, kniet nieder, reisst die Packung auf. Ein Bulldozer aus Metall und gelbem Plastik, mit mobilen Raupen, stark genug, um Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen. Er könnte sich im Tag geirrt, ein unpassendes Geschenk ausgewählt haben, er hat keine Ahnung. Er hört das Vivat der Kinder, die von der Magie des Augenblicks mitgerissen werden. Ihr Übermut, das -gemeinsame Glückserlebnis heitern ihn auf. Von Weitem die knirschenden Schritte eines späten Besuchers. Er verschwindet im Gehölz.«