
Agnes Heller
Pluralität und Moral
Reiner Ruffing(Co-Author)
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Published on 1. January 1992
Book
Hardback
172 pages
978-3-8100-1031-5 (ISBN)
Description
Mehr noch als bei einem anderen Text mag für ein Vorwort gelten, daß die Schwierigkeit darin besteht, alles das, was einem nach Fertigstellung eines Buches zunächst dazu einfällt - und am liebsten würde man nur darüber schreiben! - wegzulassen, um dann dennoch auf einige wenige Punkte zurückzukommen, die der Autor als für das Lesepublikum wichtig erachtet. Mein Interesse für Hellerentstand aus einem universitären Rahmen heraus. Ich kam an der FU Berlin Anfang der 80er Jahre über Svetozar Stojanovic, der einige Gastvorträge am Otto-Suhr-Institut hielt, mit der Philosophie der jugoslawischen "Praxis-Gruppe" in Kontakt, deren Grundlegung eines Hu manistischen Marxismus mich interessierte: Praxis als Schlüsselbegriff, Selbsterschaffung des Menschen, Verbindung von mittelbarer und unmittel barer Demokratie, auch die -wenn auch skeptische -Handhabung solcher wertgeladenen Begriffe wie Entfremdung und deren mögliche Überwindung, das waren, so empfand ich damals, Fingerzeige für einen neuen Dritten Weg zwischen Ost und West, denn die "Praxis-Gruppe" kritisierte mit existentiellem Einsatz den damals bestehenden Sozialismus, ohne das westliche Gesellschaftsmodell zu glorifizieren. Die Ideen der "Praxis-Gruppe" waren nicht eigentlich falsch; aber wahr scheinlich ist es mit Theorien wie mit Lebensaltern: sie haben ihre Phase, dann kommt etwas Neues. Nur daß bei der "Praxis-Gruppe" theoretisch nichts wesentlich Neues mehrkam. Für den an Theorie Interessierten glänztejedoch, aus dem Spektrum des Humanistischen Marxismus hervorkommend, schon bald ein neuer Name, nämlich derjenige von Agnes Heller.
More details
Edition
1992
Language
German
Place of publication
Wiesbaden
Germany
Target group
Research
Product notice
sewn/stitched
Cloth over boards
Illustrations
Bibliography
Weight
227 gr
ISBN-13
978-3-8100-1031-5 (9783810010315)
DOI
10.1007/978-3-322-91410-1
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Content
Inhaltsangabe.- 0. Einleitung.- 1. Die Philosophische. Theorie.- 1.1 Ausgangspunkte.- 1.1.1 Sicht der Gesellschaft.- 1.1.2 Sicht des Menschen.- 1.2 Agnes Heller und Georg Lukacs.- 1.3 Theorie der Objektivationen.- 1.3.1 Die Objektivationen an sich.- 1.3.2 Von den Objektivationen an sich zu den Objektivationen für sich.- 1.3.3 Die Objektivationen für sich.- 1.3.4 Die Objektivationen an und für sich.- 1.4 Theorie des Alltagslebens.- 1.4.1 Die Strukturen des Alltagslebens.- 1.4.2 Der Alltag und das Nichtalltägliche.- 1.5 Theorie der Bedürfnisse.- 1.6 Theorie der Gefühle.- 1.7 Theorie der Rationalität - Die Zwei Haltungen der Vernunft.- 1.8 Theorie der Moral.- 1.8.1 Grundlegende Begriffe der Moraltheorie.- 1.8.1.1 Relative Autonomie.- 1.8.1.2 Subjekt, das Ich.- 1.8.1.3 Verantwortlichkeit.- 1.8.1.4 Ethik, Moral, Sittlichkeit, Ethos.- 1.8.2 Die moralischen Regeln.- 1.8.2.1 Die existentielle Wahl.- 1.8.2.2 Prinzipien, Tugenden, Maximen.- 1.8.2.3 Phronesis.- 1.9 Hellers Theorie in der Diskussion.- 1.9.1 Heller und die Theorie des kommunikativen Handelns (Jürgen Habermas).- 1.9.2 Eine Kritik an Hellers Bedürfnistheorie (Marianne Gronemeyer).- 1.9.3 Heller und die Postmoderne (Jean Baudrillard).- 1.10 Zum Verhältnis von Pluralität und Moral.- 2. Die Politische Theorie.- 2.1 Analyse der Sowjetsysteme.- 2.1.1 Zum Begriff "Diktatur über die Bedürfnisse".- 2.1.2 Ökonomische Strukturen der Sowjetsysteme.- 2.1.2.1 Die drei Ökonomien.- 2.1.2.2 Zur soziologischen Analyse der Sowjetsysteme.- 2.1.3 Zur politikwissenschaftlichen Analyse der Sowjetsysteme.- 2.1.3.1 Totalitarismus und Doktrin.- 2.1.3.2 Etappen unterschiedlicher Herrschaftsformen in der Geschichte der Sowjetunion.- 2.1.3.3 Staat und Partei.- 2.1.4 Psychologische Auswirkungen des Totalitarismus.- 2.1.5 Folgerungen für die Marxismus- und Sozialismusdiskussion.- 2.2 Grundlagen Einer Neuen Gesellschaftsordnung.- 2.2.1 Ein nichtentfremdetes Modell der Gleichheit.- 2.2.2 Gemeinschaft als Keimzelle der neuen Ordnung.- 2.2.3 Die "Große-Republik" - Modell einer politischen Demokratie.- 2.2.4 Civic virtues.- 2.3 Perspektiven in Ost- und Westeuropa.- 3. Schlußbemerkung.- Anmerkungen.- Bibliographie.