
Imperium und Romanisierung
Neue Forschungsansätze aus Ost und West zu Ausübung, Transformation und Akzeptanz von Herrschaft im Römischen Reich
Alexander Rubel(Editor)
Hartung-Gorre (Publisher)
1st Edition
Published on 28. August 2013
Book
248 pages
978-3-86628-467-8 (ISBN)
Description
Noch 2000 Jahre nach der Blütezeit des Imperium Romanum blicken auch Fachleute und Experten immer noch fasziniert auf die Herrschaft der Römer zurück, die rund 500 Jahre ein Reich beherrschten (rund 200 davon in nie dagewesener Konstanz und Stabilität), das an Ausdehnung die europäische Union auch nach den Osterweiterungen bei weitem übertraf und dessen Organisations- und Zivilisationsgrad erst wieder (und nur teilweise) im 19. Jahrhundert von europäischen Staaten erreicht wurde. Was war für dieses Phänomen verantwortlich? Die Überlegenheit der römischen Kultur? Die eiserne Disziplin der Legionen? Die ökonomische Entwicklung in einem fikalisch vereinten und durchorganisierten "Markt" unter den Bedingungen der Pax Romana? Diese Teilaspekte haben mit vielen weiteren zur Größe und Stabilität des Imperiums beigetragen. Entscheidend für den Bestand des römischen Reiches war seine Integrationsleistung, ein Sonderfall nicht nur in der antiken Geschichte. Die erstaunliche Verbreitung einer römisch dominierten imperialen Sachkultur und die Integration unterschiedlichster Völkerschaften (vornehmlich deren Eliten), von wilden Berberstämmen in Nordafrika über die Vertreter der keltischen Zivilisation im Westen Europas bis hin zu den Griechen, die ihrerseits als Besiegte, wie es im berühmten Ausspruch des Horaz heißt, mit den künstlerischen Produkten ihrer Hochkultur die bäurischen Römer überwunden haben (Graecia capta ferum victorem cepit et artes intulit agresti Latio, Epist. 2, 1, 156), verblüfft noch heute den modernen Betrachter. Der vorliegende Band ist ein Beitrag zur Debatte um die "Romanisierung", wobei hier die nicht immer im Mittelpunkt der Diskussion stehenden Provinzen Dakien und Untermösien, die heute den Großteil Rumänens bilden, etwas prominenter behandelt werden, als gemeinhin üblich.
More details
Edition
1., 1st Edition 2013
Language
English
French
German
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 16.9 cm
Weight
380 gr
ISBN-13
978-3-86628-467-8 (9783866284678)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Contributions
Assisted by
Content
Inhalt
Vorwort
Alexander Rubel, Romanisierung als Forschungsproblem im rumänischen Kontext. Kritische Bestandsaufnahme und neue Perspektiven
Federico Santangelo, The Romanisation of Italy. New work and new problems
Johannes M. Geisthardt, Eine militärische Reichselite? Senatoren im Dienst des Kaisers und das Konzept der Viri militares
Michael Meyer, Romanisierung? Überlegungen zum römischen Einfluss auf die kaiserzeitliche Germania Magna
Norbert Hanel, Zur Frage des so genannten "Militärterritoriums" in Niedergermanien
Iulian Grigoras, The Batavians and Rome's policy on the Rhine
Michael Sommer, Zenobias Kinder. Wie römisch war der römische Orient?
Vasile Lica, Geten und Daker vor dem Hintergrund von Hellenisierung und Romanisierung
Radu Ardevan, Romanisierte und (sich) Romanisierende in Dakien. Fallstudie zur Herausbildung der römisch-dakischen Zivilisation
Alexandru Popa, Provinzial-römische Importfunde als Anzeichen der Romanisierung jenseits des römischen Reichsgrenze? Fallbeispiel Karpaten-Dnestr-Raum
Martin Hose, Die Romkritik in der Imagination der Römer: Das Problem Gerechtigkeit als Selbstdiagnose
Lucretiu Mihailescu-Bîrliba, Acculturation, romanisation, colonisation dans les provinces romaines de Dacie et de Mésie Inférieure: Observations générales et questions de méthode
Ana-Maria Minu?/ Lumini?a Boto?ineanu, Der lateinische Grundbestand des Rumänischen. Die Romanisierung und die Entwicklung eines neuen linguistischen Systems
Adrian Poruciuc, The early stage of the relationship Romania-Germania as reflected in Old Germanic loans in Romanian
Iulia Dumitrache, "Cupido augendi pecuniam": The bussiness milieu from Moesia Inferior
Vorwort
Alexander Rubel, Romanisierung als Forschungsproblem im rumänischen Kontext. Kritische Bestandsaufnahme und neue Perspektiven
Federico Santangelo, The Romanisation of Italy. New work and new problems
Johannes M. Geisthardt, Eine militärische Reichselite? Senatoren im Dienst des Kaisers und das Konzept der Viri militares
Michael Meyer, Romanisierung? Überlegungen zum römischen Einfluss auf die kaiserzeitliche Germania Magna
Norbert Hanel, Zur Frage des so genannten "Militärterritoriums" in Niedergermanien
Iulian Grigoras, The Batavians and Rome's policy on the Rhine
Michael Sommer, Zenobias Kinder. Wie römisch war der römische Orient?
Vasile Lica, Geten und Daker vor dem Hintergrund von Hellenisierung und Romanisierung
Radu Ardevan, Romanisierte und (sich) Romanisierende in Dakien. Fallstudie zur Herausbildung der römisch-dakischen Zivilisation
Alexandru Popa, Provinzial-römische Importfunde als Anzeichen der Romanisierung jenseits des römischen Reichsgrenze? Fallbeispiel Karpaten-Dnestr-Raum
Martin Hose, Die Romkritik in der Imagination der Römer: Das Problem Gerechtigkeit als Selbstdiagnose
Lucretiu Mihailescu-Bîrliba, Acculturation, romanisation, colonisation dans les provinces romaines de Dacie et de Mésie Inférieure: Observations générales et questions de méthode
Ana-Maria Minu?/ Lumini?a Boto?ineanu, Der lateinische Grundbestand des Rumänischen. Die Romanisierung und die Entwicklung eines neuen linguistischen Systems
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