
Alte Werte - Neue Werte
Schlaglichter des Wertewandels
Vandenhoeck & Ruprecht (Publisher)
1st Edition
Published on 23. April 2008
Book
Paperback/Softback
200 pages
978-3-525-36379-9 (ISBN)
Article is exhausted; no reprint
Description
»Werteverfall« beklagen die einen, »Liberalisierung« feiern die anderen. Die Urenkel des gezüchtigten Knaben im Matrosenanzug können im Kindergarten zwischen Angeboten der »offenen Arbeit« wählen. In der Gründerzeitvilla des großbürgerlichen Familienpatriarchen leben heute eine WG, ein Doppelverdienerpaar ohne Kinder, eine Patchwork-Familie und ein homosexuelles Paar unter einem Dach. Und der Abiturient, der mühevoll und lustlos begründen muss, warum er lieber Zivildienst als Bundeswehr absolvieren möchte, kann sich kaum mehr vorstellen, was eine solche Einstellung zu Vaterland und Militär in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts bedeutet hätte.Diese Schlaglichter des gesellschaftlich-kulturellen Wandels im letzten Jahrhundert zeigen: Werte sind nicht vorgegeben. Sie sind gemacht, und sie wandeln sich. Mit historischer Tiefenschärfe und gesellschaftspolitischem Anspruch zugleich diskutieren Autoren aus Wissenschaft und Praxis den Wandel der Werte in der westlichen Welt auf verschiedenen Feldern: Arbeit, Bildung und Erziehung, Familie und Privatheit, Religion, Staat und Nation, Militär und Zivilität.
More details
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
Target group
Historisch-politisch interessierte Leser, Historiker, Politologen, Soziologen, Lehrer.
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 23.2 cm
Width: 15.5 cm
Thickness: 1.5 cm
Weight
347 gr
ISBN-13
978-3-525-36379-9 (9783525363799)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Dr. Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Mainz.
Dr. Wolfgang Elz ist Akademischer Direktor am Historischen Seminar der Universität Mainz.
Contributions
Dr. Andreas Rödder ist Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Mainz.
Prof. Dr. Andreas Wirsching ist Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin sowie Ordinarius für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München.
Geb. 1948 in München, Studium in München und Berlin, Promotion 1979 und Habilitation 1981 an der Freien Universität Berlin, 1979-83 wiss. Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, 1984-87 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1987-90 Professor für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, 1990-2002 an der Freien Universität Berlin, seit 2002 Max-Weber-Professor und Leiter des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt. Zahlreiche Gastprofessuren in USA, Schweden, Kanada u.a.: Seit 2000 Professor für Soziologie und Mitglied des Committee on social Thought der University of Chicago
Daniel Deckers ist Verantwortlicher Redakteur der F.A.Z. und Lehrbeauftragter für Geschichte des Weinbaus und Weinhandels an der Hochschule Geisenheim (Rheingau).
Hans-Peter-Schwarz, geboren 1934 in Lörrach (Baden), Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Univeersität Bonn. Vorsitzender des Direktoriums des Direktoriums des Forschungsinsituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, langjähriger Herasugeber der
Ute Frevert ist seit 2008 Direktorin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, wo sie den Forschungsbereich "Geschichte der Gefühle" leitet. Die Historikerin lehrte von 2003 bis 2007 an der Universität Yale. Zuvor hatte sie Lehrstühle an den Universitäten Bielefeld und Konstanz inne sowie an der Freien Universität Berlin, der sie seit 2008 als Honorarprofessorin erneut angehört. Ihre Publikationen zur Sozial-, Kultur- und Politikgeschichte, zur Emotions- und zur Geschlechtergeschichte wurden in zahlreichen Sprachen veröffentlicht. 2020 erhielt sie dafür den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Sie ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der British Academy. Die DFG zeichnete sie 1998 mit dem renommierten Leibniz-Preis aus. In Anerkennung ihrer Arbeit, mit der sie »in herausgehobener Weise und im europäischen und internationalen Kontext« über die Wissenschaft hinaus wirkt, wurde ihr 2016 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Content
Werte und Wertewandel. Historisch-politische Perspektiven (Rödder)
Arbeiter und Bürger (Tenfelde, Schulz)
Erziehung und Bildung (Tenorth, Bueb)
Privatheitswerte (Wirsching, v. Trotha)
Säkularisierung und Religiosität (Gabriel, Deckers)
Staat und Nation (Ritter, Schwarz)
Militär und Zivilität (Frevert, Naumann)
Strafe und Respekt (Joas)
Leitkultur - Leitwerte? (Hradil, Roth, Böhr, Müller)
Arbeiter und Bürger (Tenfelde, Schulz)
Erziehung und Bildung (Tenorth, Bueb)
Privatheitswerte (Wirsching, v. Trotha)
Säkularisierung und Religiosität (Gabriel, Deckers)
Staat und Nation (Ritter, Schwarz)
Militär und Zivilität (Frevert, Naumann)
Strafe und Respekt (Joas)
Leitkultur - Leitwerte? (Hradil, Roth, Böhr, Müller)