
Abendstern
Roman
Nora Roberts(Author)
Blanvalet (Publisher)
Published on 10. November 2008
Book
Paperback/Softback
384 pages
978-3-442-36939-3 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
A touch of romance .by Nora Roberts
Ein sieben Jahre alter Fluch, drei Freunde, eine große Liebe .
Seit Caleb Hawkins, zusammen mit seinen Freunden Fox O´Dell und Gage Turner als damals Zehnjährige eine Mutprobe am Pagan Stone machte, geschehen in dem kleinen Städtchen Hawkins Hollow in Maryland alle sieben Jahre unerklärliche Dinge. Mit jedem Mal wird es schlimmer und daher beschließt Caleb, dem Alptraum Einhalt zu gebieten. Aber er braucht Hilfe: seine zwei Freunde. Und die Kraft der Frau, die er liebt: die Journalistin Quinn Black .
Ein sieben Jahre alter Fluch, drei Freunde, eine große Liebe .
Seit Caleb Hawkins, zusammen mit seinen Freunden Fox O´Dell und Gage Turner als damals Zehnjährige eine Mutprobe am Pagan Stone machte, geschehen in dem kleinen Städtchen Hawkins Hollow in Maryland alle sieben Jahre unerklärliche Dinge. Mit jedem Mal wird es schlimmer und daher beschließt Caleb, dem Alptraum Einhalt zu gebieten. Aber er braucht Hilfe: seine zwei Freunde. Und die Kraft der Frau, die er liebt: die Journalistin Quinn Black .
More details
Series
Language
German
Place of publication
München
Germany
Illustrations
2
2 s/w Abbildungen
Dimensions
Height: 18.3 cm
Width: 11.5 cm
ISBN-13
978-3-442-36939-3 (9783442369393)
Schweitzer Classification
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Persons
Author
Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück - denn inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.
Unter dem Namen J.D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.
Translation
Content
Hawkins Hollow Provinz Marylanc 1652
Es kroch durch die Luft, die schwer wie nasse Wolle ?ber der Lichtung hing. Durch die Nebelschwaden, die lautlos ?ber den Boden waberten, glitt sein Hass. In der Hitze der Nacht kam es auf ihn zu. Es wollte seinen Tod.
W?end es sich seinen Weg durch die W?er bahnte, die Fackel zum leeren Himmel gereckt, w?end es durch Fl?sse watete, um das Dickicht herum, in dem sich die kleinen Tiere aus Angst vor seinem Geruch versteckten, wartete er. H?llenrauch.
Ann und das Leben, das sie in ihrem Leib trug, hatte er weggeschickt, in Sicherheit. Sie hatte nicht geweint, dachte er, w?end er die Kr?er, die er ausgew?t hatte, verstreute. Nicht seine Ann. Aber er hatte den Kummer in ihrem Gesicht gesehen, in den tiefen dunklen Augen, die er in diesem Leben und in allen anderen davor geliebt hatte.
Sie w?rde die drei Kinder geb?n, aufziehen und unterrichten. Und von ihnen w?rde es, wenn die Zeit gekommen war, wieder drei geben.
Die Macht, die er besa? w?rde er an sie weitergeben, an seine S?hne, die ihren ersten Schrei tun w?rden, lange nachdem diese Nacht vor?ber war. Um ihnen die Waffen zu hinterlassen, die sie brauchten, riskierte er alles, was er hatte, alles, was er war.
Er vermachte ihnen sein Blut, sein Herz und seine Vision.
In dieser letzten Stunde w?rde er alles tun, um sie mit dem auszustatten, was sie brauchten, um die Last zu tragen und sich aufrecht ihrem Schicksal zu stellen.
Seine Stimme war stark und klar, als er Wind, Wasser, Erde und Feuer anrief. Die Flammen in der Feuerstelle flackerten, und das Wasser in der Schale brodelte.
Er legte den Opferstein auf das Tuch. Sein dunkles Gr?n war rot gesprenkelt. Er hatte diesen Stein in Ehren gehalten, wie alle vor ihm. Jetzt goss er Macht hinein, wie jemand Wasser in einen Becher gie?.
Er zitterte und schwitzte, und je st?er der Lichtring um den Stein wurde, umso schw?er wurde sein K?rper.
?F?r euch?, murmelte er, ?S?hne der S?hne. Drei Teile von einem. In Treue, in Hoffnung, in Wahrheit. Ein Licht, vereint, um die Dunkelheit zu ?berwinden. Hier ist mein Gel?bde. Ich werde nicht ruhen, bis das Schicksal erf?llt ist.?
Mit dem Athame, dem heiligen Dolch, ritzte er seine Handfl?e, so dass sein Blut auf den Stein, ins Wasser, in die Flamme fiel.
?Blut meines Blutes. Hier harre ich aus, bis du zu mir kommst, bis du losl?t, was wieder in die Welt entlassen werden muss. M?gen die G?tter dich beh?ten.?
Einen kurzen Augenblick empfand er Trauer. Nicht um sein Leben, dessen Sandk?rner durch das Glas rannen. Er hatte keine Angst vor dem Tod. Keine Angst vor dem, was nicht der Tod war. Er trauerte nur darum, dass er in diesem Leben seine Lippen nie wieder auf Anns Mund dr?cken w?rde. Dass er die Geburt seiner Kinder, die Kinder seiner Kinder nicht erleben w?rde. Er trauerte, weil er das kommende Leid nicht aufhalten konnte, auch in fr?heren Leben nicht hatte aufhalten k?nnen.
Er verstand, dass er nicht das Instrument, sondern nur das Gef?war, das nach den Bed?rfnissen der G?tter gef?llt und geleert wurde.
Also stand er, ersch?pft von seinem Werk, voller Trauer ?ber den Verlust, vor der kleinen H?tte, neben dem gro?n Stein, um seinem Schicksal entgegenzutreten.
Es kam in Gestalt eines Mannes, aber er war nur eine H?lle. So wie sein eigener K?rper eine H?lle war. Er nannte sich Lazarus Twisse, ein ?tester der ?Gottesf?rchtigen?. Er und seine Anh?er hatten sich in der Wildnis dieser Provinz niedergelassen, nachdem sie mit den Puritanern in England gebrochen hatten.
Im Schein ihrer Fackel musterte er sie jetzt, diese M?er und die eine, die kein Mann war. Sie waren in die Neue Welt gekommen, um Freiheit zu finden, dachte er, und doch verfolgten und vernichteten sie jeden, der ihrem engen, f?r sie einzig m?glichen Weg nicht folgte. ?Du bist Giles Dent.?
?Der bin ich?, sagte er, ?in dieser Zeit und an diesem Ort.?
Lazarus Twisse trat vor. Er trug den formellen schwarzen Rock der ?testen. Sein hoher Hut mit der breiten Krempe lie?sein Gesicht im Dunkeln, aber Giles konnte seine Augen sehen, und in seinen Augen sah er den D?n.
?Giles Dent, du und die Frau mit Namen Ann Hawkins seid angeklagt und f?r schuldig befunden der Zauberei und der d?nischen Praktiken.?
?Wer klagt uns an??
?Bringt das M?hen!?, befahl Lazarus.
Sie zogen sie nach vorne, ein Mann an jedem Arm. Sie war klein und zierlich, und ihr Gesicht war wachswei?vor Angst. Man hatte ihr die Haare geschoren, und sie blickte ihn ?stlich an.
?Hester Deale, ist das der Mann, der dich verf?hrt hat??
?Er und seine Frau haben Hand an mich gelegt.? Sie sprach wie in Trance. ?Sie haben unz?chtige Handlungen an meinem K?rper vorgenommen. Sie kamen als Raben an mein Fenster, flogen nachts in mein Zimmer. Sie hielt mir den Hals zu, so dass ich nicht sprechen oder um Hilfe rufen konnte.?
?Kind?, sagte Giles sanft, ?was haben sie mit dir gemacht??
Voller Angst blickte sie ihn an. ?Sie bezeichneten Satan als ihren Gott und opferten einen Hahn, dem sie den Hals durchschnitten. Sie zwangen mich, sein Blut zu trinken. Ich konnte sie nicht aufhalten.?
?Hester Deale, schw?rst du Satan ab??
?Ich schw?re ihm ab.?
?Hester Deale, schw?rst du Giles Dent und der Frau Ann Hawkins ab??
?Ich schw?re ihnen ab.?
Tr?n liefen ihr ?ber die Wangen. ?Ich schw?re ihnen ab, und ich bete zu Gott, dass er mich erl?sen m?ge. Ich bete zu Gott, dass er mir verzeiht.?
?Das tut er?, fl?sterte Giles. ?Du hast keine Schuld.?
?Wo ist die Frau Ann Hawkins??, wollte Lazarus wissen, und Giles blickte ihn mit seinen klaren grauen Augen an.
?Du wirst sie nicht finden.?
?Tritt beiseite. Ich werde dieses Haus des Teufels betreten.?
?Du wirst sie nicht finden?, wiederholte Giles. Einen Moment lang richtete er seinen Blick auf die M?er und die wenigen Frauen, die hinter Lazarus standen.
Er sah Tod in ihren Augen und mehr noch, den Hunger danach. Das war das Werk des D?ns.
Nur in Hesters Augen sah er Angst oder Schmerz. Er nahm alles, was er geben konnte, und richtete seine Gedanken auf sie. Lauf weg!
Er sah, wie sie zusammenzuckte, zur?cktaumelte, und wandte sich wieder zu Lazarus.
?Wir kennen einander, du und ich. Schick die anderen weg, lass das M?hen frei, dann tragen wir es unter uns aus.?
Einen Augenblick leuchteten Lazarus' Augen rot auf. ?Du bist erledigt. Verbrennt den Hexer!?, schrie er. ?Verbrennt des Teufels Haus und alles, was darin ist!?
Sie kamen mit Fackeln und Kn?ppeln. Giles f?hlte, wie die Schl? auf ihn einprasselten, und er sp?rte die Wut des Hasses, die die sch?ste Waffe des D?ns war.
Sie zwangen ihn in die Knie und steckten die Holzh?tte in Brand. Wahnsinnige Schreie gellten in seinem Kopf.
Mit letzter Kraft griff er nach dem D?n in dem Mann, dessen dunkle Augen rot leuchteten, als er sich von Hass, Furcht und Gewalt n?te. Er sp?rte, wie er triumphierte, so sicher seines Sieges und des Festmahls.
Er riss an ihm, durch die raucherf?llte Luft. Er h?rte den D?n vor Wut und Schmerz schreien, als die Flammen in sein Fleisch bissen. Und er h?llte ihn damit ein, als das Feuer sie verzehrte.
Mit dieser Vereinigung brach der Brand erst richtig los, erfasste und vernichtete alle Lebewesen im Tal.
Einen Tag und eine Nacht lang brannte es, wie der Bauch der H?lle.
Hawkins Hollow Maryland 6. Juli 1987
In der h?bschen K?che des h?bschen Hauses in der Pleasant Avenue bem?hte sich Caleb Hawkins, ruhig zu bleiben, w?end seine Mutter ihm Proviant f?r eine Campingtour einpackte.
In der Welt seiner Mutter brauchten zehnj?ige Jungen frisches Obst, selbst gebackene Hafermehlpl?chen (die allerdings so ?bel nicht waren), ein halbes Dutzend hart gekochte Eier, eine T?te Ritz-Cracker, mit Erdnussbutter bestrichen und zusammengeklappt, ein paar Sellerie- und Karottenstifte (iiih!) und herzhafte Sandwiches mit Schinken und K?.
Au?rdem noch eine Thermosflasche mit Limonade, einen Stapel Papierservietten und zwei Schachteln Pop-Tarts f?rs Fr?hst?ck.
Es kroch durch die Luft, die schwer wie nasse Wolle ?ber der Lichtung hing. Durch die Nebelschwaden, die lautlos ?ber den Boden waberten, glitt sein Hass. In der Hitze der Nacht kam es auf ihn zu. Es wollte seinen Tod.
W?end es sich seinen Weg durch die W?er bahnte, die Fackel zum leeren Himmel gereckt, w?end es durch Fl?sse watete, um das Dickicht herum, in dem sich die kleinen Tiere aus Angst vor seinem Geruch versteckten, wartete er. H?llenrauch.
Ann und das Leben, das sie in ihrem Leib trug, hatte er weggeschickt, in Sicherheit. Sie hatte nicht geweint, dachte er, w?end er die Kr?er, die er ausgew?t hatte, verstreute. Nicht seine Ann. Aber er hatte den Kummer in ihrem Gesicht gesehen, in den tiefen dunklen Augen, die er in diesem Leben und in allen anderen davor geliebt hatte.
Sie w?rde die drei Kinder geb?n, aufziehen und unterrichten. Und von ihnen w?rde es, wenn die Zeit gekommen war, wieder drei geben.
Die Macht, die er besa? w?rde er an sie weitergeben, an seine S?hne, die ihren ersten Schrei tun w?rden, lange nachdem diese Nacht vor?ber war. Um ihnen die Waffen zu hinterlassen, die sie brauchten, riskierte er alles, was er hatte, alles, was er war.
Er vermachte ihnen sein Blut, sein Herz und seine Vision.
In dieser letzten Stunde w?rde er alles tun, um sie mit dem auszustatten, was sie brauchten, um die Last zu tragen und sich aufrecht ihrem Schicksal zu stellen.
Seine Stimme war stark und klar, als er Wind, Wasser, Erde und Feuer anrief. Die Flammen in der Feuerstelle flackerten, und das Wasser in der Schale brodelte.
Er legte den Opferstein auf das Tuch. Sein dunkles Gr?n war rot gesprenkelt. Er hatte diesen Stein in Ehren gehalten, wie alle vor ihm. Jetzt goss er Macht hinein, wie jemand Wasser in einen Becher gie?.
Er zitterte und schwitzte, und je st?er der Lichtring um den Stein wurde, umso schw?er wurde sein K?rper.
?F?r euch?, murmelte er, ?S?hne der S?hne. Drei Teile von einem. In Treue, in Hoffnung, in Wahrheit. Ein Licht, vereint, um die Dunkelheit zu ?berwinden. Hier ist mein Gel?bde. Ich werde nicht ruhen, bis das Schicksal erf?llt ist.?
Mit dem Athame, dem heiligen Dolch, ritzte er seine Handfl?e, so dass sein Blut auf den Stein, ins Wasser, in die Flamme fiel.
?Blut meines Blutes. Hier harre ich aus, bis du zu mir kommst, bis du losl?t, was wieder in die Welt entlassen werden muss. M?gen die G?tter dich beh?ten.?
Einen kurzen Augenblick empfand er Trauer. Nicht um sein Leben, dessen Sandk?rner durch das Glas rannen. Er hatte keine Angst vor dem Tod. Keine Angst vor dem, was nicht der Tod war. Er trauerte nur darum, dass er in diesem Leben seine Lippen nie wieder auf Anns Mund dr?cken w?rde. Dass er die Geburt seiner Kinder, die Kinder seiner Kinder nicht erleben w?rde. Er trauerte, weil er das kommende Leid nicht aufhalten konnte, auch in fr?heren Leben nicht hatte aufhalten k?nnen.
Er verstand, dass er nicht das Instrument, sondern nur das Gef?war, das nach den Bed?rfnissen der G?tter gef?llt und geleert wurde.
Also stand er, ersch?pft von seinem Werk, voller Trauer ?ber den Verlust, vor der kleinen H?tte, neben dem gro?n Stein, um seinem Schicksal entgegenzutreten.
Es kam in Gestalt eines Mannes, aber er war nur eine H?lle. So wie sein eigener K?rper eine H?lle war. Er nannte sich Lazarus Twisse, ein ?tester der ?Gottesf?rchtigen?. Er und seine Anh?er hatten sich in der Wildnis dieser Provinz niedergelassen, nachdem sie mit den Puritanern in England gebrochen hatten.
Im Schein ihrer Fackel musterte er sie jetzt, diese M?er und die eine, die kein Mann war. Sie waren in die Neue Welt gekommen, um Freiheit zu finden, dachte er, und doch verfolgten und vernichteten sie jeden, der ihrem engen, f?r sie einzig m?glichen Weg nicht folgte. ?Du bist Giles Dent.?
?Der bin ich?, sagte er, ?in dieser Zeit und an diesem Ort.?
Lazarus Twisse trat vor. Er trug den formellen schwarzen Rock der ?testen. Sein hoher Hut mit der breiten Krempe lie?sein Gesicht im Dunkeln, aber Giles konnte seine Augen sehen, und in seinen Augen sah er den D?n.
?Giles Dent, du und die Frau mit Namen Ann Hawkins seid angeklagt und f?r schuldig befunden der Zauberei und der d?nischen Praktiken.?
?Wer klagt uns an??
?Bringt das M?hen!?, befahl Lazarus.
Sie zogen sie nach vorne, ein Mann an jedem Arm. Sie war klein und zierlich, und ihr Gesicht war wachswei?vor Angst. Man hatte ihr die Haare geschoren, und sie blickte ihn ?stlich an.
?Hester Deale, ist das der Mann, der dich verf?hrt hat??
?Er und seine Frau haben Hand an mich gelegt.? Sie sprach wie in Trance. ?Sie haben unz?chtige Handlungen an meinem K?rper vorgenommen. Sie kamen als Raben an mein Fenster, flogen nachts in mein Zimmer. Sie hielt mir den Hals zu, so dass ich nicht sprechen oder um Hilfe rufen konnte.?
?Kind?, sagte Giles sanft, ?was haben sie mit dir gemacht??
Voller Angst blickte sie ihn an. ?Sie bezeichneten Satan als ihren Gott und opferten einen Hahn, dem sie den Hals durchschnitten. Sie zwangen mich, sein Blut zu trinken. Ich konnte sie nicht aufhalten.?
?Hester Deale, schw?rst du Satan ab??
?Ich schw?re ihm ab.?
?Hester Deale, schw?rst du Giles Dent und der Frau Ann Hawkins ab??
?Ich schw?re ihnen ab.?
Tr?n liefen ihr ?ber die Wangen. ?Ich schw?re ihnen ab, und ich bete zu Gott, dass er mich erl?sen m?ge. Ich bete zu Gott, dass er mir verzeiht.?
?Das tut er?, fl?sterte Giles. ?Du hast keine Schuld.?
?Wo ist die Frau Ann Hawkins??, wollte Lazarus wissen, und Giles blickte ihn mit seinen klaren grauen Augen an.
?Du wirst sie nicht finden.?
?Tritt beiseite. Ich werde dieses Haus des Teufels betreten.?
?Du wirst sie nicht finden?, wiederholte Giles. Einen Moment lang richtete er seinen Blick auf die M?er und die wenigen Frauen, die hinter Lazarus standen.
Er sah Tod in ihren Augen und mehr noch, den Hunger danach. Das war das Werk des D?ns.
Nur in Hesters Augen sah er Angst oder Schmerz. Er nahm alles, was er geben konnte, und richtete seine Gedanken auf sie. Lauf weg!
Er sah, wie sie zusammenzuckte, zur?cktaumelte, und wandte sich wieder zu Lazarus.
?Wir kennen einander, du und ich. Schick die anderen weg, lass das M?hen frei, dann tragen wir es unter uns aus.?
Einen Augenblick leuchteten Lazarus' Augen rot auf. ?Du bist erledigt. Verbrennt den Hexer!?, schrie er. ?Verbrennt des Teufels Haus und alles, was darin ist!?
Sie kamen mit Fackeln und Kn?ppeln. Giles f?hlte, wie die Schl? auf ihn einprasselten, und er sp?rte die Wut des Hasses, die die sch?ste Waffe des D?ns war.
Sie zwangen ihn in die Knie und steckten die Holzh?tte in Brand. Wahnsinnige Schreie gellten in seinem Kopf.
Mit letzter Kraft griff er nach dem D?n in dem Mann, dessen dunkle Augen rot leuchteten, als er sich von Hass, Furcht und Gewalt n?te. Er sp?rte, wie er triumphierte, so sicher seines Sieges und des Festmahls.
Er riss an ihm, durch die raucherf?llte Luft. Er h?rte den D?n vor Wut und Schmerz schreien, als die Flammen in sein Fleisch bissen. Und er h?llte ihn damit ein, als das Feuer sie verzehrte.
Mit dieser Vereinigung brach der Brand erst richtig los, erfasste und vernichtete alle Lebewesen im Tal.
Einen Tag und eine Nacht lang brannte es, wie der Bauch der H?lle.
Hawkins Hollow Maryland 6. Juli 1987
In der h?bschen K?che des h?bschen Hauses in der Pleasant Avenue bem?hte sich Caleb Hawkins, ruhig zu bleiben, w?end seine Mutter ihm Proviant f?r eine Campingtour einpackte.
In der Welt seiner Mutter brauchten zehnj?ige Jungen frisches Obst, selbst gebackene Hafermehlpl?chen (die allerdings so ?bel nicht waren), ein halbes Dutzend hart gekochte Eier, eine T?te Ritz-Cracker, mit Erdnussbutter bestrichen und zusammengeklappt, ein paar Sellerie- und Karottenstifte (iiih!) und herzhafte Sandwiches mit Schinken und K?.
Au?rdem noch eine Thermosflasche mit Limonade, einen Stapel Papierservietten und zwei Schachteln Pop-Tarts f?rs Fr?hst?ck.