Interview mit einem Vampir
Roman
Anne Rice(Author)
Goldmann (Publisher)
Published on 8. September 2008
Book
Paperback/Softback
288 pages
978-3-442-46922-2 (ISBN)
Description
Der erste Band der legendären "Chronik der Vampire"
Er ist so schön wie ein Engel und so unverletzbar wie ein Gott: Lestat de Liancourt, der ewige Rebell unter den Vampiren, Beherrscher der Finsternis und Verführer von großer erotischer Kraft. Mit seinem Schützling Louis macht er sich auf die Reise durch die Nacht - auf der Suche nach anderen Untoten, nach Gefährten und Abenteurern in der ewigen, dunklen Unsterblichkeit.
* Ein sinnliches Lesevergnügen aus der phantastischen Welt der Nachtgestalten
* Für alle Leserinnen von Stephanie Meyer und Lara Adrian
Er ist so schön wie ein Engel und so unverletzbar wie ein Gott: Lestat de Liancourt, der ewige Rebell unter den Vampiren, Beherrscher der Finsternis und Verführer von großer erotischer Kraft. Mit seinem Schützling Louis macht er sich auf die Reise durch die Nacht - auf der Suche nach anderen Untoten, nach Gefährten und Abenteurern in der ewigen, dunklen Unsterblichkeit.
* Ein sinnliches Lesevergnügen aus der phantastischen Welt der Nachtgestalten
* Für alle Leserinnen von Stephanie Meyer und Lara Adrian
More details
Language
German
Dimensions
Height: 18.7 cm
Width: 11.8 cm
ISBN-13
978-3-442-46922-2 (9783442469222)
Schweitzer Classification
Persons
Content
Ich verstehe.,.', sagte der Vampir nachdenklich und ging langsam durch das Zimmer zum Fenster hinüber. Dort blieb er eine Weile stehen. Seine Gestalt zeichnete sich vor dem trüben Licht ab, das von der Divisadero Street hereindrang und ab und zu durch die hellen Scheinwerfer der Autos verstärkt wurde. Der Junge konnte jetzt die Zimmereinrichtung deutlicher erkennen, den runden Eichentisch, die Stühle und ein Waschbecken, das an der Wand hing, mit einem Spiegel darüber. Er setzte seine Aktentasche auf dem Tisch ab und wartete.
'Wieviel Bänder hast du mitgebracht?' fragte der Vampir und wandte den Kopf, so daß der Junge sein Profil sehen konnte. 'Genug für die Geschichte eines Lebens?'
'Bestimmt, wenn es ein gutes Leben ist. Manchmal interviewe ich drei bis vier Leute an einem Abend, wenn ich Glück habe. Aber es muß eine gute Geschichte sein. Das ist nur recht und billig, nicht wahr?'
'Bewundernswert recht und billig', antwortete der Vampir.
'Dann will ich dir gern meine Lebensgeschichte erzählen. Ich werde es sehr gern tun.'
'Großartig', sagte der Junge. Und er nahm schnell das kleine Tonbandgerät aus der Tasche und prüfte die Kassette und die Batterien. 'Ich bin wirklich gespannt zu hören, warum Sie das glauben, warum Sie.'
'Nein', unterbrach ihn der Vampir. 'So können wir nicht beginnen. Ist dein Apparat in Ordnung?'
'Ja', sagte der Junge.
'Dann setz dich. Ich will die Deckenbeleuchtung einschalten.'
'Ich dachte, Vampire mögen kein Licht', sagte der Junge. 'Wenn man bedenkt, daß die Dunkelheit zur Atmosphäre beiträgt.' Doch dann schwieg er. Der Vampir beobachtete ihn, den Rücken zum Fenster. Das Gesicht war jetzt nicht zu erkennen, und etwas an der ruhigen Gestalt verwirrte den Jungen. Er wollte sprechen, unterließ es jedoch. Und dann
atmete er erleichtert auf, als der Vampir zum Tisch trat und nach der Lichtschnur darüber griff.
Unvermittelt war das Zimmer in grelles, gelbes Licht getaucht; und als der Junge zum Vampir aufblickte, verschlug es ihm den Atem. Er tastete mit den Händen nach hinten, um sich an der Tischkante festzuhalten. 'Großer Gott!' flüsterte er, und dann starrte er den Vampir sprachlos an.
Der Vampir war ganz und gar weiß und glatt, als wäre er aus gebleichten Knochen geschnitzt, und sein Gesicht war unbewegt wie das einer Statue, die beiden leuchtendgrünen Augen ausgenommen, die den Jungen ansahen wie Flammen in einem Totenschädel. Doch dann lächelte er fast wehmütig, und in der glatten, weißen Fläche seines Gesichts zeigten sich feine Linien wie in einer Zeichnung. 'Siehst du!' sagte er leise.
Den Jungen schauderte; er hob die Hand, wie um sich gegen ein übermächtiges Licht zu schützen. Seine Augen glitten langsam über den tadellos geschneiderten Rock, die langen Falten des Umhangs, die schwarze Seidenkrawatte und den glänzend weißen Kragen, der so weiß war wie das Fleisch des Vampirs. Er starrte auf das volle, schwarze Haar, das in Wellen über den Ohren zurückgekämmt war, auf die Locken, die den Rand des weißen Kragens kaum berührten. 'Nun, möchtest du immer noch dein Interview?' fragte der Vampir.
Der Junge öffnete den Mund, ohne einen Ton herauszubringen. Er nickte. Dann sagte er 'Ja'.
Der Vampir setzte sich langsam ihm gegenüber, beugte sich vor und sagte sanft, fast vertraulich: 'Fürchte dich nicht. Laß nur das Band laufen.'
Und dann streckte er den Arm über den ganzen Tisch aus. Der Junge schrak zurück; der Schweiß lief ihm übers Gesicht. Der Vampir umklammerte die Schulter des Jungen und sagte: 'Ich tue dir nichts, glaube mir. Ich brauche diese Gelegenheit. Sie ist für mich wichtiger, als du dir jetzt vorstellen kannst. Bitte fange nun an.' Er zog die Hand zurück und blieb gefaßt und abwartend sitzen.
Der Junge brauchte eine Weile, um sich Stirn und Mund mit dem Taschentuch zu wischen, zu stammeln, das Mikrophon sei bereit, auf den Knopf zu drücken und zu sagen, daß der Apparat lief.
'Sie waren nicht immer Vampir, nicht wahr?' begann er.
'Nein. Ich war ein junger Mann von fünfundzwanzig Jahren, als ich Vampir wurde, und es geschah im Jahre siebzehnhunderteinundneunzig.'
Den Jungen verblüffte das genaue Datum, und er wiederholte es, bevor er fragte: 'Was ist damals passiert?'
'Darauf gibt es eine einfache Antwort. Aber ich glaube, ich möchte keine einfachen Antworten geben. Ich möchte lieber die Geschichte erzählen, so wie sie war.'
'Ja', sagte der Junge schnell. Er faltete sein Taschentuch mehrmals zusammen und wischte sich wieder über die Lippen.
'Es hat eine Tragödie gegeben.', begann der Vampir. 'Mit meinem jüngeren Bruder. Er starb.' Dann schwieg er.
Der Junge räusperte sich und wischte sich erneut das Gesicht, ehe er das Taschentuch fast ungeduldig wieder zurücksteckte. 'Es ist doch nicht schmerzhaft für Sie, nein?' fragte er schüchtern.
'Scheint es dir so? Nein.' Der Vampir schüttelte den Kopf. 'Es ist nur, daß ich die Geschichte erst ein einziges Mal erzählt habe. Und das ist so lange her. Nein, es tut nicht weh. Damals lebten wir in Louisiana. Wir hatten Land zugeteilt bekommen und richteten zwei Indigoplantagen am Mississippi ein, ganz in der Nähe von New Orleans.'
'Ach ja, Ihr Akzent', sagte der Junge leise.
Einen Augenblick schaute der Vampir verständnislos drein. 'Ich habe einen Akzent?' Er mußte lachen.
Der Junge wurde rot und sagte schnell: 'Ich habe es in der Bar gemerkt, als ich Sie fragte, was Sie für einen Beruf haben. Es ist nur eine leichte Schärfe bei den Konsonanten. Ich habe nicht gewußt, daß es vom Französischen kommt.'
'Schon gut', sagte der Vampir beruhigend. 'Ich bin nicht so gekränkt, wie ich vorgebe. Es ist nur, daß ich ihn von Zeit zu Zeit vergesse. Aber laß mich weitererzählen.'
'Bitte', sagte der Junge.
'Ich sprach von den Plantagen. Sie haben viel damit zu tun, ich meine, daß ich ein Vampir geworden bin, du kannst es mir glauben. Aber darauf komme ich noch. Unser Leben in Louisiana war luxuriös und primitiv zugleich. Wir selber fanden es außerordentlich angenehm. Wir lebten dort weit besser, als wir je in Frankreich hätten leben können. Vielleicht kam es uns in der völligen Wildnis von Louisiana auch nur so vor, aber so war es nun einmal. Ich erinnere mich an die Möbel, die wir aus Frankreich mitgebracht hatten.' Der Vampir lächelte. 'Und an das Cembalo; das war wunderbar. Meine Schwester spielte es. An Sommerabenden saß sie mit dem Rücken zur geöffneten Gartentür und spielte. Ich höre noch die dünnen, schnellen Töne, und ich sehe weit hinten die Sümpfe und die moosbewachsenen Zypressen vor dem Himmel. Und ich höre auch die Geräusche der Sümpfe, einen Chor von Tierstimmen, den Gesang der Vögel. Wir haben ihn geliebt, denn er machte die Musik noch zarter und begehrenswerter, die Möbel aus Rosenholz noch kostbarer. Sogar als die Glyzinien in weniger als einem Jahr die Fensterläden überwucherten und ihre Ranken in die weiß getünchten Ziegel gruben. Ja, wir liebten das, wir alle, außer meinem Bruder. Ich glaube nicht, daß ich ihn jemals klagen hörte, doch ich wußte, was er empfand. Mein Vater war schon tot, und ich war das Haupt der Familie und mußte meinen Bruder stets vor Mutter und Schwester in Schutz nehmen. Sie wollten ihn immer nach New Orleans mitnehmen, auf Besuche und Gesellschaften, doch er haßte dergleichen. Ich glaube, er hat sie nicht mehr begleitet, seit er zwölf wurde. Das Gebet war ihm alles, das Gebet und seine in Leder gebundenen Heiligengeschichten.
Schließlich richtete ich ihm eine kleine Kapelle außerhalb des Hauses ein, und dort verbrachte er nun den größten Teil des Tages und oft auch noch den frühen Abend. Es war wirklich Ironie - er war so anders als wir, so verschieden von jedermann, und ich war so normal! Ich hatte überhaupt nichts Ungewöhnliches an mir.' Der Vampir lächelte.
'Wieviel Bänder hast du mitgebracht?' fragte der Vampir und wandte den Kopf, so daß der Junge sein Profil sehen konnte. 'Genug für die Geschichte eines Lebens?'
'Bestimmt, wenn es ein gutes Leben ist. Manchmal interviewe ich drei bis vier Leute an einem Abend, wenn ich Glück habe. Aber es muß eine gute Geschichte sein. Das ist nur recht und billig, nicht wahr?'
'Bewundernswert recht und billig', antwortete der Vampir.
'Dann will ich dir gern meine Lebensgeschichte erzählen. Ich werde es sehr gern tun.'
'Großartig', sagte der Junge. Und er nahm schnell das kleine Tonbandgerät aus der Tasche und prüfte die Kassette und die Batterien. 'Ich bin wirklich gespannt zu hören, warum Sie das glauben, warum Sie.'
'Nein', unterbrach ihn der Vampir. 'So können wir nicht beginnen. Ist dein Apparat in Ordnung?'
'Ja', sagte der Junge.
'Dann setz dich. Ich will die Deckenbeleuchtung einschalten.'
'Ich dachte, Vampire mögen kein Licht', sagte der Junge. 'Wenn man bedenkt, daß die Dunkelheit zur Atmosphäre beiträgt.' Doch dann schwieg er. Der Vampir beobachtete ihn, den Rücken zum Fenster. Das Gesicht war jetzt nicht zu erkennen, und etwas an der ruhigen Gestalt verwirrte den Jungen. Er wollte sprechen, unterließ es jedoch. Und dann
atmete er erleichtert auf, als der Vampir zum Tisch trat und nach der Lichtschnur darüber griff.
Unvermittelt war das Zimmer in grelles, gelbes Licht getaucht; und als der Junge zum Vampir aufblickte, verschlug es ihm den Atem. Er tastete mit den Händen nach hinten, um sich an der Tischkante festzuhalten. 'Großer Gott!' flüsterte er, und dann starrte er den Vampir sprachlos an.
Der Vampir war ganz und gar weiß und glatt, als wäre er aus gebleichten Knochen geschnitzt, und sein Gesicht war unbewegt wie das einer Statue, die beiden leuchtendgrünen Augen ausgenommen, die den Jungen ansahen wie Flammen in einem Totenschädel. Doch dann lächelte er fast wehmütig, und in der glatten, weißen Fläche seines Gesichts zeigten sich feine Linien wie in einer Zeichnung. 'Siehst du!' sagte er leise.
Den Jungen schauderte; er hob die Hand, wie um sich gegen ein übermächtiges Licht zu schützen. Seine Augen glitten langsam über den tadellos geschneiderten Rock, die langen Falten des Umhangs, die schwarze Seidenkrawatte und den glänzend weißen Kragen, der so weiß war wie das Fleisch des Vampirs. Er starrte auf das volle, schwarze Haar, das in Wellen über den Ohren zurückgekämmt war, auf die Locken, die den Rand des weißen Kragens kaum berührten. 'Nun, möchtest du immer noch dein Interview?' fragte der Vampir.
Der Junge öffnete den Mund, ohne einen Ton herauszubringen. Er nickte. Dann sagte er 'Ja'.
Der Vampir setzte sich langsam ihm gegenüber, beugte sich vor und sagte sanft, fast vertraulich: 'Fürchte dich nicht. Laß nur das Band laufen.'
Und dann streckte er den Arm über den ganzen Tisch aus. Der Junge schrak zurück; der Schweiß lief ihm übers Gesicht. Der Vampir umklammerte die Schulter des Jungen und sagte: 'Ich tue dir nichts, glaube mir. Ich brauche diese Gelegenheit. Sie ist für mich wichtiger, als du dir jetzt vorstellen kannst. Bitte fange nun an.' Er zog die Hand zurück und blieb gefaßt und abwartend sitzen.
Der Junge brauchte eine Weile, um sich Stirn und Mund mit dem Taschentuch zu wischen, zu stammeln, das Mikrophon sei bereit, auf den Knopf zu drücken und zu sagen, daß der Apparat lief.
'Sie waren nicht immer Vampir, nicht wahr?' begann er.
'Nein. Ich war ein junger Mann von fünfundzwanzig Jahren, als ich Vampir wurde, und es geschah im Jahre siebzehnhunderteinundneunzig.'
Den Jungen verblüffte das genaue Datum, und er wiederholte es, bevor er fragte: 'Was ist damals passiert?'
'Darauf gibt es eine einfache Antwort. Aber ich glaube, ich möchte keine einfachen Antworten geben. Ich möchte lieber die Geschichte erzählen, so wie sie war.'
'Ja', sagte der Junge schnell. Er faltete sein Taschentuch mehrmals zusammen und wischte sich wieder über die Lippen.
'Es hat eine Tragödie gegeben.', begann der Vampir. 'Mit meinem jüngeren Bruder. Er starb.' Dann schwieg er.
Der Junge räusperte sich und wischte sich erneut das Gesicht, ehe er das Taschentuch fast ungeduldig wieder zurücksteckte. 'Es ist doch nicht schmerzhaft für Sie, nein?' fragte er schüchtern.
'Scheint es dir so? Nein.' Der Vampir schüttelte den Kopf. 'Es ist nur, daß ich die Geschichte erst ein einziges Mal erzählt habe. Und das ist so lange her. Nein, es tut nicht weh. Damals lebten wir in Louisiana. Wir hatten Land zugeteilt bekommen und richteten zwei Indigoplantagen am Mississippi ein, ganz in der Nähe von New Orleans.'
'Ach ja, Ihr Akzent', sagte der Junge leise.
Einen Augenblick schaute der Vampir verständnislos drein. 'Ich habe einen Akzent?' Er mußte lachen.
Der Junge wurde rot und sagte schnell: 'Ich habe es in der Bar gemerkt, als ich Sie fragte, was Sie für einen Beruf haben. Es ist nur eine leichte Schärfe bei den Konsonanten. Ich habe nicht gewußt, daß es vom Französischen kommt.'
'Schon gut', sagte der Vampir beruhigend. 'Ich bin nicht so gekränkt, wie ich vorgebe. Es ist nur, daß ich ihn von Zeit zu Zeit vergesse. Aber laß mich weitererzählen.'
'Bitte', sagte der Junge.
'Ich sprach von den Plantagen. Sie haben viel damit zu tun, ich meine, daß ich ein Vampir geworden bin, du kannst es mir glauben. Aber darauf komme ich noch. Unser Leben in Louisiana war luxuriös und primitiv zugleich. Wir selber fanden es außerordentlich angenehm. Wir lebten dort weit besser, als wir je in Frankreich hätten leben können. Vielleicht kam es uns in der völligen Wildnis von Louisiana auch nur so vor, aber so war es nun einmal. Ich erinnere mich an die Möbel, die wir aus Frankreich mitgebracht hatten.' Der Vampir lächelte. 'Und an das Cembalo; das war wunderbar. Meine Schwester spielte es. An Sommerabenden saß sie mit dem Rücken zur geöffneten Gartentür und spielte. Ich höre noch die dünnen, schnellen Töne, und ich sehe weit hinten die Sümpfe und die moosbewachsenen Zypressen vor dem Himmel. Und ich höre auch die Geräusche der Sümpfe, einen Chor von Tierstimmen, den Gesang der Vögel. Wir haben ihn geliebt, denn er machte die Musik noch zarter und begehrenswerter, die Möbel aus Rosenholz noch kostbarer. Sogar als die Glyzinien in weniger als einem Jahr die Fensterläden überwucherten und ihre Ranken in die weiß getünchten Ziegel gruben. Ja, wir liebten das, wir alle, außer meinem Bruder. Ich glaube nicht, daß ich ihn jemals klagen hörte, doch ich wußte, was er empfand. Mein Vater war schon tot, und ich war das Haupt der Familie und mußte meinen Bruder stets vor Mutter und Schwester in Schutz nehmen. Sie wollten ihn immer nach New Orleans mitnehmen, auf Besuche und Gesellschaften, doch er haßte dergleichen. Ich glaube, er hat sie nicht mehr begleitet, seit er zwölf wurde. Das Gebet war ihm alles, das Gebet und seine in Leder gebundenen Heiligengeschichten.
Schließlich richtete ich ihm eine kleine Kapelle außerhalb des Hauses ein, und dort verbrachte er nun den größten Teil des Tages und oft auch noch den frühen Abend. Es war wirklich Ironie - er war so anders als wir, so verschieden von jedermann, und ich war so normal! Ich hatte überhaupt nichts Ungewöhnliches an mir.' Der Vampir lächelte.