Von der Erde bis zum Mond
Gedichte für Kinder
Reclam (Publisher)
Published in June 2004
Book
Paperback/Softback
86 pages
978-3-15-018295-6 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
"Die kurzen, übermütig ausgewählten Gedichte machen einfach neugierig auf Gereimtes. Eine Klasse-Idee, der selbst härteste Gedicht-Muffel nicht widerstehen können" lobte der NDR-Kinderfunk die ersten beiden Bände - jetzt gibt's mehr davon: Gedichte zu neuen Themen, wiederum feinsinnig zusammengestellt und von Andreas Röckener liebevoll illustriert.
Reviews / Votes
Zwischen Himmel und Erde ist viel Raum für Fantasie. Für Wolken wie Kissen, den Mann im Mond, den Schlafwind, eine Reise durchs All. Zu allen Zeiten haben Dichter darüber Bilder gemalt mit Wörtern, und oft sind es gerade Kinder mit ihrer unerschöpflichen Fantasie und ihrem Bilderreichtum, die einen sehr direkten Zugang zu den Gedichten finden. Von der Erde bis zum Mond und wieder zurück, durch Tag und Nacht, über Wolken, Wind und Wasser führt dieser kleine Band mit kurzen, verträumten, witzigen und wachen Versen.Stuttgarter NachrichtenSie sind nicht gelb und trotzdem unverkennbar - die kleinen Gedichtbände für Kinder von Reclam. In der Grundschule stehen Schülerinnen und Schüler Gedichten häufig positiv gegenüber. In den Bänden Ich und Du und große Leute und Von der Erde bis zum Mond wurden von den Herausgeberinnen bekannte und weniger bekannte Gedichte aufgenommen, die sich für Grundschulkinder zum Selberlesen eignen, sie aber auch zu eigener Kreativität anregen sollen.GrundschuleMore details
Series
Language
German
Weight
52 gr
ISBN-13
978-3-15-018295-6 (9783150182956)
Schweitzer Classification
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Book
03/2013
Reclam
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Persons
Content
Anonym - E. M. Arndt - M. Auer - V. Blüthgen - E. Borchers - B. Brecht - B. H. Brockes - W. Busch - Ch. Busta - J. H. Campe - P. Dehmel - J. v. Eichendorff - V. Ferra-Mikura - K. Frank - F. Güll - J. Guggenmos - H. Heine - G. Herold - H. Hesse - W. Hey - A. H. Hoffmann von Fallersleben - H. Kahlau - M. Kaléko - M. Klare - A. Könner - J. Krüss - M. Kruse - R. Kunze - P. Maar - E. Mörike - Ch. Morgenstern - J. Mosen - E. Moser - D. Mucke - D. Mühringer - W. Petri - L. Rathenow - R. Reinick - Ch. Reinig - J. Ringelnatz - G. Ruck-Pauquét - R. Schaukal - M. Schlüter - W. Schnurre - H. Seidel - J. Spohn - H. Stempel - M. Ripkens - M. Stona - Th. Storm - Johannes Trojan.
JOHANN HEINRICH CAMPE
Der Mops und der Mond
Es war einmal ein dicker fetter Mops;
Der ging, wie Möpse gehn, auf allen vieren
Bei hellem Mondschein einst spazieren.
Da kam ein Graben in die Quer'; und hops!
Sprang doch der dicke fette Mops -
Hinüber, meint ihr? - nein!
Er sprang zu kurz und fiel hinein,
Von wegen seiner schweren Masse.
Und als er endlich der Gefahr,
dort zu ersaufen, ledig war,
So stellt er sich recht mitten auf die Gasse,
Und fängt doch da ein Schelten an,
Daß man sein eigen Wort davor nicht hören kann.
Es sollte aber dieses Schelten -
Wem meint ihr wohl? - dem Monde gelten;
Und der hat ihm doch nichts getan.
Er schalt ihn aber Bärenhäuter!
Ochs, Esel, Schlingel! und so weiter.
Der Mond - nicht wahr, der schalt doch wieder? -
O nein! Sah lächelnd auf den Mops hernieder,
Und fuhr, als ging's ihn gar nichts an,
Lustwandelnd fort auf seiner Bahn;
Und wird seitdem, wie jedermann bekannt,
Doch immer Mond, nie Ochs, genannt.
THEODOR STORM
August
Inserat
Die verehrlichen Jungen, welche heuer
Meine Äpfel und Birnen zu stehlen gedenken,
Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen
Wo möglich insoweit sich zu beschränken,
Daß sie daneben auf den Beeten
Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten.
Der Mops und der Mond
Es war einmal ein dicker fetter Mops;
Der ging, wie Möpse gehn, auf allen vieren
Bei hellem Mondschein einst spazieren.
Da kam ein Graben in die Quer'; und hops!
Sprang doch der dicke fette Mops -
Hinüber, meint ihr? - nein!
Er sprang zu kurz und fiel hinein,
Von wegen seiner schweren Masse.
Und als er endlich der Gefahr,
dort zu ersaufen, ledig war,
So stellt er sich recht mitten auf die Gasse,
Und fängt doch da ein Schelten an,
Daß man sein eigen Wort davor nicht hören kann.
Es sollte aber dieses Schelten -
Wem meint ihr wohl? - dem Monde gelten;
Und der hat ihm doch nichts getan.
Er schalt ihn aber Bärenhäuter!
Ochs, Esel, Schlingel! und so weiter.
Der Mond - nicht wahr, der schalt doch wieder? -
O nein! Sah lächelnd auf den Mops hernieder,
Und fuhr, als ging's ihn gar nichts an,
Lustwandelnd fort auf seiner Bahn;
Und wird seitdem, wie jedermann bekannt,
Doch immer Mond, nie Ochs, genannt.
THEODOR STORM
August
Inserat
Die verehrlichen Jungen, welche heuer
Meine Äpfel und Birnen zu stehlen gedenken,
Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen
Wo möglich insoweit sich zu beschränken,
Daß sie daneben auf den Beeten
Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten.