
Darfur
Der "uneindeutige" Genozid
Hamburger Edition (Publisher)
1st Edition
Published on 1. January 2007
Book
Hardback
275 pages
978-3-936096-66-8 (ISBN)
Description
Gewalt und Straflosigkeit stehen in Darfur noch immer auf der Tagesordnung, und die humanitären Helfer werden regelmäßig von denen, die ihre Hilfe brauchen, abgeschnitten.
Knappes Ackerland und Wasser waren anfangs die Gründe für die Kämpfe in Dafur. Doch mittlerweile geht es um viel mehr. Viele politische Akteure wie UNO und EU haben Lösungsansätze angeboten, Resolutionen verabschiedet, Truppen entsandt und diplomatischen Druck ausgeübt. Aber die Erfolge der internationalen Intervention bleiben aus, auch wenn die Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen sudanesische Politiker und Militärs für einige Unruhe in sudanesischen Regierungskreisen gesorgt hat.
Gérard Prunier erläutert nicht nur die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte dieses Konflikts, er verdeutlicht auch die Relevanz dieser Ereignisse für die Zukunft des afrikanischen Kontinents.
Knappes Ackerland und Wasser waren anfangs die Gründe für die Kämpfe in Dafur. Doch mittlerweile geht es um viel mehr. Viele politische Akteure wie UNO und EU haben Lösungsansätze angeboten, Resolutionen verabschiedet, Truppen entsandt und diplomatischen Druck ausgeübt. Aber die Erfolge der internationalen Intervention bleiben aus, auch wenn die Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen sudanesische Politiker und Militärs für einige Unruhe in sudanesischen Regierungskreisen gesorgt hat.
Gérard Prunier erläutert nicht nur die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte dieses Konflikts, er verdeutlicht auch die Relevanz dieser Ereignisse für die Zukunft des afrikanischen Kontinents.
More details
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
Publishing group
Hamburger Edition, HIS
Illustrations
16 Tabellen
2 Karten
Dimensions
Height: 21.4 cm
Width: 14.6 cm
Thickness: 2.5 cm
Weight
480 gr
ISBN-13
978-3-936096-66-8 (9783936096668)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Gérard Prunier, Historiker und Ostafrikaspezialist, ist seit 1984 Wissenschaftler am Centre National des Recherches Scientifiques (CNRS) in Paris und seit 2001 Direktor des Centre Français d' Études Éthiopiennes in Addis Abeba.
Content
Vorwort
7
1. Das unabhängige Darfur: Land, Leute und Geschichte 12
Ökonomie und Lage des Landes 12
Die Bevölkerung: Ein komplexes ethnisches Mosaik 16
Das unabhängige Sultanat Darfur 20
Umm Kwakiya, die Zeit der Banditen 29
Ali Dinar und die letzten Jahre von Darfurs Unabhängigkeit (1898-1916) 35
2. Darfur und Khartum (1916-1985): Eine unglückliche Beziehung 40
Benign colonial neglec: Romantizismus und Unterentwicklung 40
Am Rande der Geschichte: Darfur und der sudanesische Nationalismus 50
Der Griff nach dem Zentrum: Frustrationen über die demokratische Politik in Darfur 53
Der tschadisch-libysche Faktor: Ein destabilisierendes Grundelement 61
Von der Misswirtschaft zur Hungersnot: Die Katastrophe von 1984 67
3. Von der Marginalisierung zur Revolte: Manipuliertes "Arabertum" und "rassische" Anarchie (1985-2003) 75
Folgen der Hungersnot von 1984 75
Khartums "demokratische" Politik und der Tschad-Konflikt 81
Libyens "Sieg" im Tschad, eine neue Hungersnot in Darfur und der Daud-Bolad-Aufstand 93
Zentrum versus Peripherie: Darfur aus gesamtsudanesischer Sicht 103
4. Angst im Zentrum: Von der Anti-Guerilla zum Quasi-Genozid (2003-2005) 109
Zentrum versus Zentrum: Interne Auseinandersetzungen der Islamisten und deren Übergreifen auf Darfur 109
Naivasha und der "Wohlfühlfaktor" 117
Khartum erkennt die Gefahr 121
"Guerillabekämpfung zum Billigtarif" 132
Eine improvisierte "Endlösung" 145
Ausländische Intervention und Tod durch Zermürbung 154
5. Die Welt und die Krise in Darfur 163
Medienberichterstattung: Surfen in den Horrorcharts 164
Kampfbereites humanitäres Engagement 169
"Afrikaner sterben im Papierkrieg": Die internationale Gemeinschaft und die Darfur-Krise 180
Gab es in Darfur einen Genozid oder nicht? 191
6. Darfur in Agonie 203
Sechs Monate unerfüllter Hoffnungen nach dem umfassenden Friedensabkommen vom Januar 2005 203
Der Wettlauf zwischen Frieden und Anarchie 210
Zunehmende ethnische Anarchie 211
Der Bürgerkrieg im Tschad und seine Auswirkungen 216
Das AU/UNO/NATO/US-Durcheinander 220
Eine falsche Lösung: Das Darfur-Friedensabkommen 225
Das Darfur-Friedensabkommen: Ein papierenes Bollwerk gegen die harte Wirklichkeit 228
Hobbes im Sudan 232
Schlussbemerkung: Darfur und die gesamtsudanesische Krise 236
Danksagung 243
Glossar 244
Abkürzungen 253
Bibliographie 258
Register 267
7
1. Das unabhängige Darfur: Land, Leute und Geschichte 12
Ökonomie und Lage des Landes 12
Die Bevölkerung: Ein komplexes ethnisches Mosaik 16
Das unabhängige Sultanat Darfur 20
Umm Kwakiya, die Zeit der Banditen 29
Ali Dinar und die letzten Jahre von Darfurs Unabhängigkeit (1898-1916) 35
2. Darfur und Khartum (1916-1985): Eine unglückliche Beziehung 40
Benign colonial neglec: Romantizismus und Unterentwicklung 40
Am Rande der Geschichte: Darfur und der sudanesische Nationalismus 50
Der Griff nach dem Zentrum: Frustrationen über die demokratische Politik in Darfur 53
Der tschadisch-libysche Faktor: Ein destabilisierendes Grundelement 61
Von der Misswirtschaft zur Hungersnot: Die Katastrophe von 1984 67
3. Von der Marginalisierung zur Revolte: Manipuliertes "Arabertum" und "rassische" Anarchie (1985-2003) 75
Folgen der Hungersnot von 1984 75
Khartums "demokratische" Politik und der Tschad-Konflikt 81
Libyens "Sieg" im Tschad, eine neue Hungersnot in Darfur und der Daud-Bolad-Aufstand 93
Zentrum versus Peripherie: Darfur aus gesamtsudanesischer Sicht 103
4. Angst im Zentrum: Von der Anti-Guerilla zum Quasi-Genozid (2003-2005) 109
Zentrum versus Zentrum: Interne Auseinandersetzungen der Islamisten und deren Übergreifen auf Darfur 109
Naivasha und der "Wohlfühlfaktor" 117
Khartum erkennt die Gefahr 121
"Guerillabekämpfung zum Billigtarif" 132
Eine improvisierte "Endlösung" 145
Ausländische Intervention und Tod durch Zermürbung 154
5. Die Welt und die Krise in Darfur 163
Medienberichterstattung: Surfen in den Horrorcharts 164
Kampfbereites humanitäres Engagement 169
"Afrikaner sterben im Papierkrieg": Die internationale Gemeinschaft und die Darfur-Krise 180
Gab es in Darfur einen Genozid oder nicht? 191
6. Darfur in Agonie 203
Sechs Monate unerfüllter Hoffnungen nach dem umfassenden Friedensabkommen vom Januar 2005 203
Der Wettlauf zwischen Frieden und Anarchie 210
Zunehmende ethnische Anarchie 211
Der Bürgerkrieg im Tschad und seine Auswirkungen 216
Das AU/UNO/NATO/US-Durcheinander 220
Eine falsche Lösung: Das Darfur-Friedensabkommen 225
Das Darfur-Friedensabkommen: Ein papierenes Bollwerk gegen die harte Wirklichkeit 228
Hobbes im Sudan 232
Schlussbemerkung: Darfur und die gesamtsudanesische Krise 236
Danksagung 243
Glossar 244
Abkürzungen 253
Bibliographie 258
Register 267