
Meine sichere Altersvorsorge
Detlef Pohl(Author)
Haufe-Lexware (Publisher)
Published on 8. September 2009
Book
Paperback/Softback
192 pages
978-3-448-09556-2 (ISBN)
Description
Inhalte:
- Wie Sie die Höhe der gesetzlichen Rente ermitteln und den finanziellen Bedarf im Alter berechnen können.
- Betriebsrente, "Riestern", Pensionskassen oder Immobilie - welche Möglichkeiten es für die Altersvorsorge gibt.
- Checks und Tipps für jede Lebenssituation.
- Sicherheit: So schützt man sich vor Pleiten des Geldinstituts und eigennützigen Beratern.
More details
Series
Edition
1. Auflage 2009
Language
German
Place of publication
Freiburg im Breisgau
Germany
Publishing group
Haufe-Lexware
Target group
Professional and scholarly
Dimensions
Height: 1.5 cm
Width: 21 cm
Thickness: 14.7 cm
ISBN-13
978-3-448-09556-2 (9783448095562)
Schweitzer Classification
Person
Author
Detlef Pohl ist freiberuflicher Journalist und Buchautor. Er ist spezialisiert auf Geldanlagen, Versicherungen und Immobilien sowie auf das Thema Altersvorsorge für unterschiedlichste Zielgruppen.
Content
Einführung
Der Ausgangspunkt für die Vorsorge
Die drei Schichten der Altervorsorge
Privileg: Berufsständische Versorgungswerke
Ruhestand für Öffentlich Bedienstete
Neuer gesetzlicher Rahmen für die Altervorsorge
Welche Rente zu erwarten ist
Wie viel Rente zu erwarten ist
Ab wann das Geld fließt
Aktueller Stand der Rente - wer rechnet ihn aus?
Was nach Sozialversicherung, Steuern und Inflation zu erwarten ist
Welche Zu- und Abschläge bei der Rente vorgenommen werden
Wenn die Rente allein nicht reicht: Grundsicherung
Hinterbliebenenrente
Der Check für Ihre richtige Altersvorsorge
Singles
Familien
Öffentlich Bedienstete
Unternehmer
Berufsanfänger
Besser verdienende Angestellte
Ältere ab 50
Die Versorgungslücke
Der künftige Finanzbedarf
Die zukünftigen Einkünfte
Die Versorgungslücke erkennen und berechnen
Vorsorge auf den Bedarf ausrichten
Was ein persönlicher Finanzplan bringt
So werden die Lücken sinnvoll gefüllt
Der richtige Umgang mit Vorsorge-Geld
Kosten der Altersvorsorge
Wie sicher die Altersvorsorge vor Pleiten ist
Schutz vor Bankpleiten
Schutz vor Pleiten von Versicherern
Schutz vor Pleiten von Fondsgesellschaften und Bausparkassen
Schutz der Betriebsrente bei Pleite des Arbeitgebers
Wer bei Verlusten haftet
Riester-Vorsorge: staatlich geförderte, sichere Anlage
Voraussetzungen für eine Kapital gedeckte Altersrente (Riester)
Riester-Banksparplan
Riester-Investmentfondssparplan
Riester-Versicherungsrente
Wohn-Riester
Besonderheiten bei Selbständigen
Die besten Riester-Tipps
Betriebsrente: staatlich geförderte, sichere Anlage
Betriebsrente auf unterschiedlichen Wegen
Was bei Wechsel des Jobs passiert
Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst
Entgeltumwandlung oder volle Rente vom Chef?
Entgeltumwandlung im Renditevergleich
Minijobrente auch mit wenig Einkommen
Warum die Umwandlung von Wertkonten in Betriebsrente verboten ist
Nicht nur für Selbständige: staatliche geförderte Basisrente
Grundzüge der staatlichen Förderung
Begünstigte Anlageformen
Basis-Versicherungrente als verbreiteteste Anlageform
Besonderheiten bei Selbständigen
Sonstige Lebensversicherungen: sichere Vorsorge
Kapital-Lebensversicherung
Private Rentenversicherung
Fondsgebundene Versicherungen
Steuerprivilegien
Geldanlage: sichere Vorsorge
Sichere Sparpläne und Einmalanlagen
Bundeswertpapiere als Hort der Sicherheit
Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage
Bausparen
Fonds: Dosiertes Risiko auf lange Sicht
Vorsorge mit Immobilien
Wohneigentum erspart langfristige Miete
Wenn es an die Auszahlung geht
Wie ein Entnahmeplan funktioniert
Sinn und Unsinn der Verrentung von Vermögen
Einmalzahlung von Versicherungen
Das richtige Verhältnis von Kapitalerhalt und Kapitalverzehr
Altersvorsorge und Steuern
Abgeltungssteuer
Freibeträge und Ausnahmen
Steuern auf gesetzliche Rente
Steuern auf Pensionen
Steuern auf Erbe und Schenkung
Beratung: Wem Sie vertrauen können
Vorsorgeberatung in der Verbraucherzentrale
Stiftung Warentest vergleicht Produkte
Staatliche und private Rentenberater und was sie kosten
Andere seriöse Beratungsquellen
Wichtige Adressen
Stichwortverzeichnis
Der Ausgangspunkt für die Vorsorge
Die drei Schichten der Altervorsorge
Privileg: Berufsständische Versorgungswerke
Ruhestand für Öffentlich Bedienstete
Neuer gesetzlicher Rahmen für die Altervorsorge
Welche Rente zu erwarten ist
Wie viel Rente zu erwarten ist
Ab wann das Geld fließt
Aktueller Stand der Rente - wer rechnet ihn aus?
Was nach Sozialversicherung, Steuern und Inflation zu erwarten ist
Welche Zu- und Abschläge bei der Rente vorgenommen werden
Wenn die Rente allein nicht reicht: Grundsicherung
Hinterbliebenenrente
Der Check für Ihre richtige Altersvorsorge
Singles
Familien
Öffentlich Bedienstete
Unternehmer
Berufsanfänger
Besser verdienende Angestellte
Ältere ab 50
Die Versorgungslücke
Der künftige Finanzbedarf
Die zukünftigen Einkünfte
Die Versorgungslücke erkennen und berechnen
Vorsorge auf den Bedarf ausrichten
Was ein persönlicher Finanzplan bringt
So werden die Lücken sinnvoll gefüllt
Der richtige Umgang mit Vorsorge-Geld
Kosten der Altersvorsorge
Wie sicher die Altersvorsorge vor Pleiten ist
Schutz vor Bankpleiten
Schutz vor Pleiten von Versicherern
Schutz vor Pleiten von Fondsgesellschaften und Bausparkassen
Schutz der Betriebsrente bei Pleite des Arbeitgebers
Wer bei Verlusten haftet
Riester-Vorsorge: staatlich geförderte, sichere Anlage
Voraussetzungen für eine Kapital gedeckte Altersrente (Riester)
Riester-Banksparplan
Riester-Investmentfondssparplan
Riester-Versicherungsrente
Wohn-Riester
Besonderheiten bei Selbständigen
Die besten Riester-Tipps
Betriebsrente: staatlich geförderte, sichere Anlage
Betriebsrente auf unterschiedlichen Wegen
Was bei Wechsel des Jobs passiert
Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst
Entgeltumwandlung oder volle Rente vom Chef?
Entgeltumwandlung im Renditevergleich
Minijobrente auch mit wenig Einkommen
Warum die Umwandlung von Wertkonten in Betriebsrente verboten ist
Nicht nur für Selbständige: staatliche geförderte Basisrente
Grundzüge der staatlichen Förderung
Begünstigte Anlageformen
Basis-Versicherungrente als verbreiteteste Anlageform
Besonderheiten bei Selbständigen
Sonstige Lebensversicherungen: sichere Vorsorge
Kapital-Lebensversicherung
Private Rentenversicherung
Fondsgebundene Versicherungen
Steuerprivilegien
Geldanlage: sichere Vorsorge
Sichere Sparpläne und Einmalanlagen
Bundeswertpapiere als Hort der Sicherheit
Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage
Bausparen
Fonds: Dosiertes Risiko auf lange Sicht
Vorsorge mit Immobilien
Wohneigentum erspart langfristige Miete
Wenn es an die Auszahlung geht
Wie ein Entnahmeplan funktioniert
Sinn und Unsinn der Verrentung von Vermögen
Einmalzahlung von Versicherungen
Das richtige Verhältnis von Kapitalerhalt und Kapitalverzehr
Altersvorsorge und Steuern
Abgeltungssteuer
Freibeträge und Ausnahmen
Steuern auf gesetzliche Rente
Steuern auf Pensionen
Steuern auf Erbe und Schenkung
Beratung: Wem Sie vertrauen können
Vorsorgeberatung in der Verbraucherzentrale
Stiftung Warentest vergleicht Produkte
Staatliche und private Rentenberater und was sie kosten
Andere seriöse Beratungsquellen
Wichtige Adressen
Stichwortverzeichnis
Bausparen
Beim Bausparen mit vermögenswirksamen Leistungen wird zwar ein etwas höherer Betrag als mit Aktienfonds gefördert - 40 Euro pro Monat -, doch ist die Arbeitnehmer-Sparzulage mit neun Prozent nur knapp halb so hoch wie bei Aktienfonds. Demnach gibt der Staat in der sieben Jahre währenden Sparphase nur rund 253 Euro dazu (470 Euro x 9 % x 6 Jahre). Wer sich bei vermögenswirksamen Leistungen für einen Bausparvertrag entschieden hat, setzt damit stärker auf Sicherheit bei der Kapitalanlage als mit Fonds, denn die Verzinsung liegt stetig bei rund vier Prozent.
Anleger sollten eine Bausparkasse mit hoher Verzinsung und niedriger Bausparsumme wählen, die im Falle des Verzichts auf das Bauspardarlehen die Vertragsabschluss-Gebühr zurückerstattet. Zur Erklärung: Manche Kasse behält am Ende des Sparvertrags die Gebühr für den Vertragsabschluss des Bauspardarlehens (1,0 bis 1,6 Prozent der vereinbarten Bausparsumme) ein, obwohl der Anleger gar kein Baudarlehen will und tatsächlich auch nicht in Anspruch nimmt. Andere Kassen sind großzügiger und erstatten dem "unechten" Bausparer die Gebühr voll zurück.
Wird die Gebühr erstattet, kann man mit einem guten Bauspartarif als Anleger sogar auf fünf Prozent Rendite kommen, die bei Einrechnung der Arbeitnehmer-Sparzulage sogar auf 5,5 bis 6,5 Prozent wächst. Die Bausparkassen bieten aber kaum noch Rendite-Tarife an. Grund: Der Zustrom von Anlegern, die gar kein Bauspardarlehen wollen, bringt die Bausparkassen in Bedrängnis, da das Geld nach spätestens sieben Jahren wieder abgezogen wird und damit für das echte Bausparkollektiv fehlt, das sich langfristig zinsgünstige Baudarlehen sichern will. Die Wartezeit auf das ersehnte Darlehen verlängert sich damit enorm. Zudem wird das Geschäftsprinzip in Frage gestellt, nur sehr niedrige Guthabenzinsen während der Ansparphase für das Darlehen zu geben (häufig 2,5 Prozent), um dann auch relativ niedrige Darlehenszinsen bieten zu können (häufig 4,5 Prozent). Rendite-Bausparer in Massen sprengen da den Rahmen und bescheren der Kasse letztlich Verluste.
Alternativ oder zusätzlich zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen mit Arbeitnehmer-Sparzulage können Bausparer vom Staat auch Wohnungsbauprämie erhalten. Dazu muss man kein Arbeitnehmer sein und musste bis Ende 2008 auch gar nicht bauen, sondern nur Geldanlage betreiben.
BEISPIEL: SO RENTIERT SICH DIE WOHNUNGSBAUPRÄMIE
Wohnungsbauprämie gibt es für 8,8 Prozent der eingezahlten Beträge in einen Bausparvertrag - maximal bis Einzahlungen von 512 Euro pro Jahr. Macht 45,06 Euro Wohnungsbauprämie pro Jahr. Die passende Sparrate beim Bausparen beträgt 43 Euro pro Monat, um die Wohnungsbauprämie voll auszuschöpfen. Macht nach sechs Jahren maximal 270,36 Euro Prämie. Samt rund vier Prozent Rendite auf das Guthaben auf dem Bausparkonto kommen noch rund drei Prozentpunkte für die Prämie hinzu. Das Angebot an Rendite-Tarifen ist jedoch stark geschrumpft.
Die Prämie gibt schon ab vollendetem 16. Lebensjahr. Vorteil: Die Einkommensgrenze ist etwas höher als für Arbeitnehmer-Sparzulage. Man darf es auf maximal 25.600 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen bringen, um den Anspruch auf Prämie nicht wegen zu hohen Einkommens zu verlieren.
Manko: Bei Abschluss von Bausparverträgen ab 2009 muss das Kapital zwingend für die Finanzierung von Wohneigentum oder die Modernisierung verwendet werden, um die Wohnungsbauprämie zu erhalten. Dies war bei älteren Verträgen keineswegs Pflicht, sondern da war die freie Verwendung des Geldes erlaubt. Wer vor 2009 einen Vertrag abgeschlossen hat, genießt zum Glück Bestandsschutz und erhält die Prämie auch dann, wenn er nicht baut.
ACHTUNG: AUSNAHME FÜR JUNGE LEUTE UNTER 25 JAHREN
Jugendliche unter 25 Jahren dürfen auch seit 2009 weiterhin nach einer Sperrfrist von sieben Jahren frei über ihr Bausparguthaben verfügen, ohne die Wohnungsbauprämie zu verlieren. Sie müssen also kein Wohneigentum anschaffen. Bausparen ist bei Jugendlichen die beliebteste Anlageform überhaupt.
Übrigens: Ohne staatliche Zulagen bieten die meisten Bausparkassen in der Ansparphase gerade mal zwischen 2,5 und 4,5 Prozent effektiven Jahreszins für das Guthaben an. Das liegt bei manchen Kassen noch unter dem Durchschnitt des Sparbuches. Damit sind Bausparverträge eine sichere Geldanlage, aber für die Kapital bildende Altersvorsorge doch ein schlechtes Geschäft. Wer jedoch im Alter ein abbezahltes Eigenheim besitzt, hat ebenfalls sehr gute Altersvorsorge betrieben. Und dazu eignet sich Bausparen sehr gut.
Fonds: Dosiertes Risiko auf lange Sicht
Bis auf die kurzfristig interessanten Geldmarktfonds sind alle anderen Investmentfonds nur für Anleger mit viel Geduld und Zeit sinnvoll. Damit kommen sie auch als mittel- und langfristige Anlagen für die Altersvorsorge in Betracht. Das Prinzip: Die Fondsgesellschaft bildet aus zahlreichen Aktien, Anleihen oder Immobilien einen Fonds. Dadurch sinkt das Anlagerisiko. Allerdings müssen mindestens 90 Prozent der Wertpapiere, aus dem Fonds an der Börse gehandelt werden, was das Risiko enorm erhöht. Dennoch hat es Charme, weil das Anlagerisiko durch Streuung auf eine Vielzahl verschiedener Wertpapiere geringer ist als wenn alles auf ein einziges Wertpapier gesetzt wird.
Damit das Geld nicht irgendwo versickern kann, wacht eine Depotbank, die zwischen Fondsgesellschaft und Anleger "geschaltet" werden muss, über das Vermögen der Anleger: Sie wickelt den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und Immobilien nach Vorgabe des Fondsmanagers ab, hält das Fondsvermögen treuhänderisch auf einem Konto (Sondervermögen), überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und berechnet
den Anteilspreis (siehe S. 78).
ACHTUNG: GESCHLOSSENEN FONDS KEINESWEGS VOR PLEITE SICHER
Nur Investmentfonds werden staatlich kontrolliert, also Aktienfonds, Rentenfonds und offene Immobilienfonds sowie Mischformen davon. Geschlossene Immobilien-, Medien-, Windkraft-, Schiffs- oder Flugzeugfonds hingegen gehören nicht zu den Investmentfonds und werden als Produkte des "grauen" Kapitalmarktes kaum staatlich kontrolliert. Insolvenzschutz ist allenfalls sehr lückenhaft. Für die Altersvorsorge daher völlig ungeeignet - aber dennoch nicht selten angeboten.
Eine garantierte Verzinsung wie bei festverzinslichen Wertpapieren gibt es bei Investmentfonds nicht. Um das Sicherheitsbedürfnis vieler Normalverbraucher zu bedienen, haben die Fondsgesellschaften Garantiefonds erfunden: Damit wird zum einen der Erhalt des eingesetzten Kapitals gesichert und zugleich eine stetige Rendite versprochen.
BEISPIEL: SO FUNKTIONIERT EIN GARANTIEFONDS
Ein Anleger zahlt monatlich 100 Euro ein. Um ihm zu garantieren, dass er die 100 Euro am Ende der Laufzeit auf jeden Fall zurückerhält, kalkuliert der Manager des Garantiefonds zunächst, wie viele risikolose Anleihen er kaufen muss, damit dies inklusive Zinsen am Ende wieder 100 Euro ergeben. Bei einem Zins von drei Prozent für Bundesanleihen muss er rund 97,10 Euro in Anleihen anlegen, um nach einem Jahr wieder 100 Euro zu besitzen. Die Differenz von 2,90 Euro bildet das sogenannte Risikobudget, das der Fonds einsetzen kann, um das Kapital des Anlegers zu mehren - in der Regel über Terminmarktinstrumente.
Das hört sich für Laien alles andere als garantiert oder sicher an. Dennoch macht es Sinn und schafft Garantien. Und das geht so: Mit dem Risikobudget kann der Fondsmanager zum Beispiel chinesische Aktien kaufen und dieses Portfolio über Verkaufsoptionen in chinesische Aktien absichern. Sollten die Aktienkurse fallen, steigt der Wert der Verkaufsoptionen und gleicht den Verlust aus. Da der Kauf der Verkaufsoptionen jedoch Geld und damit Fondsrendite kostet, gibt es Börsenphasen, in denen der Garantiefonds schlechter abschneidet als ein vergleichbarer klassischer Aktienfonds. Andere Modelle passen diese Risikopuffer laufend der jeweiligen Marktentwicklung an. Die Kunst besteht darin, den Anleihen-Anteil im Portfolio so zu steuern, dass das Verhältnis von Anleihen und Terminmarktinstrumenten genau passt. Das ist beinahe wirklich Kunst, geht aber auch bei Profis mitunter schief. Zudem ist die Garantie im Regelfall sehr teuer - sie kostet den Anleger etwa die Hälfte der Rendite.
Ohne Nutzung von Garantiefonds gilt: Am wenigsten riskant sind offene Immobilienfonds und Rentenfonds. Dafür bieten sie deutlich niedrigere Rendite-Chancen als Aktienfonds oder Hedge-Fonds. Normalverbraucher mit langem Atem vergeben sich jedoch ohne Investmentfonds attraktive Möglichkeiten, eine vernünftige Zusatzrente zu bezahlbarem Einsatz anzusparen.
ACHTUNG: SERIÖSE ADRESSEN FÜR DIE FONDSVERMITTLUNG
Wer sich nicht selbst zu helfen weiß, sollte sich an eine der seriösen Adressen, die sich ausschließlich auf Fondsvermittlung spezialisiert haben, wenden, etwa den Bundesverband Deutscher Investmentberater. Allerdings kann dort auch niemand den besten Fonds nennen. Sie werden jedoch nach Ihren Wünschen, Möglichkeiten, Einkommen, Anlagedauer und Risikobereitschaft gefragt sowie über alle Kosten aufgeklärt.
Apropos Kosten: Zu Beginn muss bei den meisten Fonds ein sogenannter Ausgabeaufschlag bezahlt werden - häufig zwischen zwei und sechs Prozent der angelegten Summe. Diese Kosten werden auf lange Sicht mehr als wett-gemacht, vermiesen aber Kurzfrist-Sparern die Freude am Fondssparen. Häufig lassen sich jedoch bis zu 50 Prozent Rabatt aushandeln. Sprechen Sie den Berater darauf an. Die Finanzkrise hat den Verhandlungsspielraum
für Kunden deutlich verbessert.
Wer seinen Fonds gefunden hat und dann nicht die Geduld verliert oder in Not gerät, kann nach zehn Jahren mit einem Wertzuwachs liebäugeln, der in aller Regel Sparbuch, Bausparkonto oder Bankensparplan um Längen schlägt - Faustregel bei Aktienfonds: ab fünf Prozent aufwärts. Vorteil: Sie können mit einem Investmentfonds-Sparplan, der häufig schon ab 25 Euro monatliche Einzahlung geboten wird, regelmäßig und in kleinen Raten Geld zurücklegen, für das eine große Rendite-Chance bei gebremstem Risiko besteht. Haben Sie allerdings nur kurzen Atem zum Sparen, scheiden Investmentfonds aus.
Im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds, bei denen der Fondsmanager aktiv bestimmte Anlagestrategien verfolgt, gibt es auch eher passive Anlagen, darunter auch Indexfonds. Sie orientieren sich an einem bestimmten Index, etwa dem DAX 30, und können daher ohne aktives Fondsmanagement auskommen. Diese Passivität erspart Kosten für Management und viele Transaktionen. Damit sind Indexfonds sehr preiswert: Statt 1,5 Prozent des Fondsvermögens, die bei Aktienfonds häufig als jährliche Verwaltungsgebühr verlangt werden, fallen bei Index-Aktienfonds oft nur 0,4 Prozent an.
Diese passiv gemanagten Fonds bieten Anlegern überdies mehr Sicherheit - weil es keine krassen Fehlentscheidungen des Managements geben kann. Der Fonds folgt immer dem Index - in guten wie auch schlechten Zeiten. Die Wertentwicklung liegt damit bei Indexfonds immer leicht unter dem Index, den sie abbilden. Da Indexfonds meist über die Börse gehandelt werden, entfällt für den Anleger der teure Ausgabeaufschlag, der beim Kauf von Fonds in der Bankfiliale üblicherweise zu zahlen ist. Dafür werden die üblichen Kauf- und Verkaufsgebühren für die Bank fällig (rund 0,5 Prozent der Anlagesumme). Vorsorgesparer sollten genau auf die Kosten achten - etwa zusätzliche Bankspesen -, denn das Anlagerisiko tragen sie ohnehin allein. Viele dürften daher von Investmentfonds generell Abstand nehmen.
Beim Bausparen mit vermögenswirksamen Leistungen wird zwar ein etwas höherer Betrag als mit Aktienfonds gefördert - 40 Euro pro Monat -, doch ist die Arbeitnehmer-Sparzulage mit neun Prozent nur knapp halb so hoch wie bei Aktienfonds. Demnach gibt der Staat in der sieben Jahre währenden Sparphase nur rund 253 Euro dazu (470 Euro x 9 % x 6 Jahre). Wer sich bei vermögenswirksamen Leistungen für einen Bausparvertrag entschieden hat, setzt damit stärker auf Sicherheit bei der Kapitalanlage als mit Fonds, denn die Verzinsung liegt stetig bei rund vier Prozent.
Anleger sollten eine Bausparkasse mit hoher Verzinsung und niedriger Bausparsumme wählen, die im Falle des Verzichts auf das Bauspardarlehen die Vertragsabschluss-Gebühr zurückerstattet. Zur Erklärung: Manche Kasse behält am Ende des Sparvertrags die Gebühr für den Vertragsabschluss des Bauspardarlehens (1,0 bis 1,6 Prozent der vereinbarten Bausparsumme) ein, obwohl der Anleger gar kein Baudarlehen will und tatsächlich auch nicht in Anspruch nimmt. Andere Kassen sind großzügiger und erstatten dem "unechten" Bausparer die Gebühr voll zurück.
Wird die Gebühr erstattet, kann man mit einem guten Bauspartarif als Anleger sogar auf fünf Prozent Rendite kommen, die bei Einrechnung der Arbeitnehmer-Sparzulage sogar auf 5,5 bis 6,5 Prozent wächst. Die Bausparkassen bieten aber kaum noch Rendite-Tarife an. Grund: Der Zustrom von Anlegern, die gar kein Bauspardarlehen wollen, bringt die Bausparkassen in Bedrängnis, da das Geld nach spätestens sieben Jahren wieder abgezogen wird und damit für das echte Bausparkollektiv fehlt, das sich langfristig zinsgünstige Baudarlehen sichern will. Die Wartezeit auf das ersehnte Darlehen verlängert sich damit enorm. Zudem wird das Geschäftsprinzip in Frage gestellt, nur sehr niedrige Guthabenzinsen während der Ansparphase für das Darlehen zu geben (häufig 2,5 Prozent), um dann auch relativ niedrige Darlehenszinsen bieten zu können (häufig 4,5 Prozent). Rendite-Bausparer in Massen sprengen da den Rahmen und bescheren der Kasse letztlich Verluste.
Alternativ oder zusätzlich zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen mit Arbeitnehmer-Sparzulage können Bausparer vom Staat auch Wohnungsbauprämie erhalten. Dazu muss man kein Arbeitnehmer sein und musste bis Ende 2008 auch gar nicht bauen, sondern nur Geldanlage betreiben.
BEISPIEL: SO RENTIERT SICH DIE WOHNUNGSBAUPRÄMIE
Wohnungsbauprämie gibt es für 8,8 Prozent der eingezahlten Beträge in einen Bausparvertrag - maximal bis Einzahlungen von 512 Euro pro Jahr. Macht 45,06 Euro Wohnungsbauprämie pro Jahr. Die passende Sparrate beim Bausparen beträgt 43 Euro pro Monat, um die Wohnungsbauprämie voll auszuschöpfen. Macht nach sechs Jahren maximal 270,36 Euro Prämie. Samt rund vier Prozent Rendite auf das Guthaben auf dem Bausparkonto kommen noch rund drei Prozentpunkte für die Prämie hinzu. Das Angebot an Rendite-Tarifen ist jedoch stark geschrumpft.
Die Prämie gibt schon ab vollendetem 16. Lebensjahr. Vorteil: Die Einkommensgrenze ist etwas höher als für Arbeitnehmer-Sparzulage. Man darf es auf maximal 25.600 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen bringen, um den Anspruch auf Prämie nicht wegen zu hohen Einkommens zu verlieren.
Manko: Bei Abschluss von Bausparverträgen ab 2009 muss das Kapital zwingend für die Finanzierung von Wohneigentum oder die Modernisierung verwendet werden, um die Wohnungsbauprämie zu erhalten. Dies war bei älteren Verträgen keineswegs Pflicht, sondern da war die freie Verwendung des Geldes erlaubt. Wer vor 2009 einen Vertrag abgeschlossen hat, genießt zum Glück Bestandsschutz und erhält die Prämie auch dann, wenn er nicht baut.
ACHTUNG: AUSNAHME FÜR JUNGE LEUTE UNTER 25 JAHREN
Jugendliche unter 25 Jahren dürfen auch seit 2009 weiterhin nach einer Sperrfrist von sieben Jahren frei über ihr Bausparguthaben verfügen, ohne die Wohnungsbauprämie zu verlieren. Sie müssen also kein Wohneigentum anschaffen. Bausparen ist bei Jugendlichen die beliebteste Anlageform überhaupt.
Übrigens: Ohne staatliche Zulagen bieten die meisten Bausparkassen in der Ansparphase gerade mal zwischen 2,5 und 4,5 Prozent effektiven Jahreszins für das Guthaben an. Das liegt bei manchen Kassen noch unter dem Durchschnitt des Sparbuches. Damit sind Bausparverträge eine sichere Geldanlage, aber für die Kapital bildende Altersvorsorge doch ein schlechtes Geschäft. Wer jedoch im Alter ein abbezahltes Eigenheim besitzt, hat ebenfalls sehr gute Altersvorsorge betrieben. Und dazu eignet sich Bausparen sehr gut.
Fonds: Dosiertes Risiko auf lange Sicht
Bis auf die kurzfristig interessanten Geldmarktfonds sind alle anderen Investmentfonds nur für Anleger mit viel Geduld und Zeit sinnvoll. Damit kommen sie auch als mittel- und langfristige Anlagen für die Altersvorsorge in Betracht. Das Prinzip: Die Fondsgesellschaft bildet aus zahlreichen Aktien, Anleihen oder Immobilien einen Fonds. Dadurch sinkt das Anlagerisiko. Allerdings müssen mindestens 90 Prozent der Wertpapiere, aus dem Fonds an der Börse gehandelt werden, was das Risiko enorm erhöht. Dennoch hat es Charme, weil das Anlagerisiko durch Streuung auf eine Vielzahl verschiedener Wertpapiere geringer ist als wenn alles auf ein einziges Wertpapier gesetzt wird.
Damit das Geld nicht irgendwo versickern kann, wacht eine Depotbank, die zwischen Fondsgesellschaft und Anleger "geschaltet" werden muss, über das Vermögen der Anleger: Sie wickelt den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und Immobilien nach Vorgabe des Fondsmanagers ab, hält das Fondsvermögen treuhänderisch auf einem Konto (Sondervermögen), überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und berechnet
den Anteilspreis (siehe S. 78).
ACHTUNG: GESCHLOSSENEN FONDS KEINESWEGS VOR PLEITE SICHER
Nur Investmentfonds werden staatlich kontrolliert, also Aktienfonds, Rentenfonds und offene Immobilienfonds sowie Mischformen davon. Geschlossene Immobilien-, Medien-, Windkraft-, Schiffs- oder Flugzeugfonds hingegen gehören nicht zu den Investmentfonds und werden als Produkte des "grauen" Kapitalmarktes kaum staatlich kontrolliert. Insolvenzschutz ist allenfalls sehr lückenhaft. Für die Altersvorsorge daher völlig ungeeignet - aber dennoch nicht selten angeboten.
Eine garantierte Verzinsung wie bei festverzinslichen Wertpapieren gibt es bei Investmentfonds nicht. Um das Sicherheitsbedürfnis vieler Normalverbraucher zu bedienen, haben die Fondsgesellschaften Garantiefonds erfunden: Damit wird zum einen der Erhalt des eingesetzten Kapitals gesichert und zugleich eine stetige Rendite versprochen.
BEISPIEL: SO FUNKTIONIERT EIN GARANTIEFONDS
Ein Anleger zahlt monatlich 100 Euro ein. Um ihm zu garantieren, dass er die 100 Euro am Ende der Laufzeit auf jeden Fall zurückerhält, kalkuliert der Manager des Garantiefonds zunächst, wie viele risikolose Anleihen er kaufen muss, damit dies inklusive Zinsen am Ende wieder 100 Euro ergeben. Bei einem Zins von drei Prozent für Bundesanleihen muss er rund 97,10 Euro in Anleihen anlegen, um nach einem Jahr wieder 100 Euro zu besitzen. Die Differenz von 2,90 Euro bildet das sogenannte Risikobudget, das der Fonds einsetzen kann, um das Kapital des Anlegers zu mehren - in der Regel über Terminmarktinstrumente.
Das hört sich für Laien alles andere als garantiert oder sicher an. Dennoch macht es Sinn und schafft Garantien. Und das geht so: Mit dem Risikobudget kann der Fondsmanager zum Beispiel chinesische Aktien kaufen und dieses Portfolio über Verkaufsoptionen in chinesische Aktien absichern. Sollten die Aktienkurse fallen, steigt der Wert der Verkaufsoptionen und gleicht den Verlust aus. Da der Kauf der Verkaufsoptionen jedoch Geld und damit Fondsrendite kostet, gibt es Börsenphasen, in denen der Garantiefonds schlechter abschneidet als ein vergleichbarer klassischer Aktienfonds. Andere Modelle passen diese Risikopuffer laufend der jeweiligen Marktentwicklung an. Die Kunst besteht darin, den Anleihen-Anteil im Portfolio so zu steuern, dass das Verhältnis von Anleihen und Terminmarktinstrumenten genau passt. Das ist beinahe wirklich Kunst, geht aber auch bei Profis mitunter schief. Zudem ist die Garantie im Regelfall sehr teuer - sie kostet den Anleger etwa die Hälfte der Rendite.
Ohne Nutzung von Garantiefonds gilt: Am wenigsten riskant sind offene Immobilienfonds und Rentenfonds. Dafür bieten sie deutlich niedrigere Rendite-Chancen als Aktienfonds oder Hedge-Fonds. Normalverbraucher mit langem Atem vergeben sich jedoch ohne Investmentfonds attraktive Möglichkeiten, eine vernünftige Zusatzrente zu bezahlbarem Einsatz anzusparen.
ACHTUNG: SERIÖSE ADRESSEN FÜR DIE FONDSVERMITTLUNG
Wer sich nicht selbst zu helfen weiß, sollte sich an eine der seriösen Adressen, die sich ausschließlich auf Fondsvermittlung spezialisiert haben, wenden, etwa den Bundesverband Deutscher Investmentberater. Allerdings kann dort auch niemand den besten Fonds nennen. Sie werden jedoch nach Ihren Wünschen, Möglichkeiten, Einkommen, Anlagedauer und Risikobereitschaft gefragt sowie über alle Kosten aufgeklärt.
Apropos Kosten: Zu Beginn muss bei den meisten Fonds ein sogenannter Ausgabeaufschlag bezahlt werden - häufig zwischen zwei und sechs Prozent der angelegten Summe. Diese Kosten werden auf lange Sicht mehr als wett-gemacht, vermiesen aber Kurzfrist-Sparern die Freude am Fondssparen. Häufig lassen sich jedoch bis zu 50 Prozent Rabatt aushandeln. Sprechen Sie den Berater darauf an. Die Finanzkrise hat den Verhandlungsspielraum
für Kunden deutlich verbessert.
Wer seinen Fonds gefunden hat und dann nicht die Geduld verliert oder in Not gerät, kann nach zehn Jahren mit einem Wertzuwachs liebäugeln, der in aller Regel Sparbuch, Bausparkonto oder Bankensparplan um Längen schlägt - Faustregel bei Aktienfonds: ab fünf Prozent aufwärts. Vorteil: Sie können mit einem Investmentfonds-Sparplan, der häufig schon ab 25 Euro monatliche Einzahlung geboten wird, regelmäßig und in kleinen Raten Geld zurücklegen, für das eine große Rendite-Chance bei gebremstem Risiko besteht. Haben Sie allerdings nur kurzen Atem zum Sparen, scheiden Investmentfonds aus.
Im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds, bei denen der Fondsmanager aktiv bestimmte Anlagestrategien verfolgt, gibt es auch eher passive Anlagen, darunter auch Indexfonds. Sie orientieren sich an einem bestimmten Index, etwa dem DAX 30, und können daher ohne aktives Fondsmanagement auskommen. Diese Passivität erspart Kosten für Management und viele Transaktionen. Damit sind Indexfonds sehr preiswert: Statt 1,5 Prozent des Fondsvermögens, die bei Aktienfonds häufig als jährliche Verwaltungsgebühr verlangt werden, fallen bei Index-Aktienfonds oft nur 0,4 Prozent an.
Diese passiv gemanagten Fonds bieten Anlegern überdies mehr Sicherheit - weil es keine krassen Fehlentscheidungen des Managements geben kann. Der Fonds folgt immer dem Index - in guten wie auch schlechten Zeiten. Die Wertentwicklung liegt damit bei Indexfonds immer leicht unter dem Index, den sie abbilden. Da Indexfonds meist über die Börse gehandelt werden, entfällt für den Anleger der teure Ausgabeaufschlag, der beim Kauf von Fonds in der Bankfiliale üblicherweise zu zahlen ist. Dafür werden die üblichen Kauf- und Verkaufsgebühren für die Bank fällig (rund 0,5 Prozent der Anlagesumme). Vorsorgesparer sollten genau auf die Kosten achten - etwa zusätzliche Bankspesen -, denn das Anlagerisiko tragen sie ohnehin allein. Viele dürften daher von Investmentfonds generell Abstand nehmen.