
Die Zeit der Flavier
Vespasian - Titus - Domitian
Stefan Pfeiffer(Author)
Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Publisher)
1st Edition
Published on 23. March 2009
Book
Paperback/Softback
X, 134 pages
978-3-534-20894-4 (ISBN)
Description
Nach dem Selbstmord Neros und den Wirren des sogenannten Vierkaiserjahres gelangte mit Vespasian ein Herrscher auf den Kaiserthron, der es verstand, binnen kurzer Zeit die zerrütteten Finanzen des Römischen Reiches zu konsolidieren und eine glanzvolle neue Dynastie zu errichten. Bei seinem Tod im Jahr 79 hinterließ der neue Kaiser seinem Nachfolger Titus ein geordnetes Reich. In dessen kurze Herrschaft fiel der Ausbruch des Vesuvs im August 79 und der Brand Roms im Jahr 80. Domitian, sein jüngerer Bruder, ging als zweiter großer Christenverfolger in die Geschichtsschreibung ein. Die flavische Bürgerrechtspolitik trieb die Integration des Reiches weiter voran, und die Sicherung der Grenze an Rhein und Donau verweist auf die Problematik römischer Expansionspolitik. Prachtvolle Bauten wie der neue, prächtig ausgestattete Palast auf dem Palatin oder das >amphitheatrum Flavium<, besser bekannt unter dem Namen >Kolosseum<, unterstreichen den Ruhm des neu begründeten Kaisershauses.
Reviews / Votes
»Fehlte bislang eine knappe und kompakte Einführung in diese Epoche, die den Interessierten fundiert mit den entscheidenen Streitständen und Problempunkten vertraut macht. Diese Lücke füllt nun Pfeiffers >Die Zeit der Flavier< aus der Reihe >Geschichte kompakt<, deren Herausgeber sich zum Ziel setzen, »auf dem Kenntnisstand der heutigen Forschung« Interessierten eine fundierte Einstiegsgrundlage zu bieten und »komplexe und komplizierte Inhalte konzentriert, übersichtlich und gut lesbar darzustellen«. Die von den Herausgebern eingangs erwähnte Zielsetzung darf ganz klar als erfüllt betrachtet werden, bietet Pfeiffers Einführung doch einen sehr guten Einstieg für Neulinge in der Thematik; sie weiß aber auch dem Erfahreneren durchaus noch Neues zu vermitteln und regt zur Auseinandersetzung und Diskussion an. Der Autor vermag dabei auch komplexe Zusammenhänge leicht fasslich darzustellen. Ein Buch dieser Qualität kann daher als Einstiegslektüre für die flavische Zeit jedem Interessierten wärmstens empfohlen werden.« H-Soz-u-Kult»Ein Exkurs über religiöse Entwicklungen (Christentum, Kaiserverehrung) rundet den sehr informativen Band ab, der in vielen Belangen über die eigentliche Zeit der Flavier hinausgeht.« Ianus - Informationen zum altsprachlichen Unterricht
»Pfeiffer's book is of great help for all who are interested in Judea under Roman rule in general and the first Jewish war and its aftermath in particular.« Journal of Ancient Judaism
More details
Series
Language
German
Place of publication
Darmstadt
Germany
Target group
College/higher education
Illustrations
1
2 Abbildungen, 1 Karte
1 Kte, 1 Stammbaum
Dimensions
Height: 24.2 cm
Width: 16.5 cm
Thickness: 1.5 cm
Weight
312 gr
ISBN-13
978-3-534-20894-4 (9783534208944)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Stefan Pfeiffer ist Professor für Alte Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Editor
Kai Brodersen ist Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt und Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur Antike bei der wbg und u. a. Herausgeber der Reihe »Geschichte kompakt - Antike«.
Martin Kintzinger ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
Uwe Puschner ist außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin.
Contributions
Heinz Heinen (1941-2013) lehrte Alte Geschichte an der Universität Tier. Die Zeit des Hellenismus zählte zu seinen Forschungsschwerpunkten.
Charlotte Schubert ist Inhaberin des Lehrstuhls für Alte Geschichte am Historischen Seminar der Universität Leipzig.
Dr. Martin Bommas, geb. 1967, studierte in Heidelberg Ägyptologie, lehrte an den Universitäten Heidelberg, Basel und Zürich sowie als Gastdozent in Rom und Sheffield und ist seit 2006 Senior Lecturer in Ägyptologie an der University of Birmingham.
Frank M. Ausbüttel, geb. 1955, studierte Latein, Geschichte und Pädagogik in Marburg/Lahn und Cambridge. Seit 1986 ist er im hessischen Schuldienst (seit 2002 als Schulleiter) tätig. Er ist zugleich Lehrbeauftragter für Alte Geschichte an der Philipps-Universität in Marburg sowie an der Universität Frankfurt a.M.
Ingemar König, geb. 1938, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Alte Geschichte an der Universität Trier. Bei der WBG erschien von ihm zuletzt >Vita Romana. Vom täglichen Leben im alten Rom< - eine Darstellung des antiken Alltags aufgrund der Quellen (2004).
Veit Rosenberger (┼ 2016) war Professor für Alte Geschichte an der Universität Erfurt. Bei der WBG erschien von ihm außerdem der Band »Griechische Orakel« (2001).
Michael Sommer studierte Alte Geschichte, Klassische Philologie, Wissenschaftliche Politik, Neuere und Neueste Geschichte sowie Vorderasiatische Archäologie in Freiburg, Basel, Bremen und Perugia, lehrte in Liverpool und ist seit 2012 Professor für Alte Geschichte an der Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Imperium Romanum, der östliche Mittelmeerraum sowie die Phönizier. Von ihm sind zahlreiche Bücher erschienen, u.a. "Der römische Orient. Zwischen Mittelmeer und Tigris" (2006), "Die römischen Kaiser. Herrschaft und Alltag" (2010) und "Narren im Purpur. Lebensbilder aus der Antike" (2012).
Hartmut Leppin, 1963 geboren, lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt/ Main. 2015 wurde ihm der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis zugesprochen, 2019 erhielt er für seine Forschungen zur "Polyphonie des frühen Christentums" den Erwin-Stein-Preis. 2020 übernahm er den Vorsitz am Historischen Kolleg. Er gehört dem Beirat der Historischen Zeitschrift an. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt ist die Spätantike und dabei besonders die Christianisierungsprozesse.
Prof. Dr. Raimund Schulz ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Bielefeld. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Seefahrt, Krieg, Herrschaft und Völkerrecht in der Antike. 2017 erhielt er für sein Buch "Abenteurer der Ferne. Die großen Entdeckungsfahrten und das Weltwissen der Antike" den Forschungspreis Geographie und Geschichte der Frithjof-Voss-Stiftung.
Burkhard Meißner, geb. 1959, ist Professor für Alte Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr in Hamburg.
Bernhard Linke, geb. 1961, ist Professor für Alte Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum.
Klaus Zimmermann, geb. 1964, ist Professor an der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Johannes Engels, geb. 1959, ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Köln.
Ernst Baltrusch, geb. 1956, ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Bei der WBG erschien von ihm zuletzt der Band >Caesar< (Hrsg., 2007) in der Reihe >Neue Wege der Forschung<.
Heinrich Schlange-Schöningen, geb. 1960, studierte Geschichte, Religionswissenschaft und Philosophie in Berlin und Bordeaux. Er ist Professor für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Er forscht v.a. zur Religions-, Kultur- und Sozialgeschichte der Kaiserzeit und der Spätantike.
Boris Dreyer studierte von 1989 bis 1995 die Fächer Geschichte und Latein auf Lehramt an der Universität zu Köln. Er wurde im Sommersemester 1997 mit einer Arbeit zur Geschichte des frühhellenistischen bzw. spätklassischen Athen (322 bis ca. 230 v. Chr.) an der Universität Göttingen promoviert (veröff. 1999). Von 1996 bis 1998 war er daselbst Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Althistorischen Seminar, anschließend Assistent und Oberassistent. Die Habilitation erfolgte 2003 mit der Arbeit Die römische Nobilitätsherrschaft und Antiochos III. (205 bis 188 v. Chr., veröff. 2007). 2003/4 war er Stipendiat am Center for Hellenic Studies der Harvard University und 2005 research fellow am Institute for Advanced Study am Institute for Advanced Study in Princeton, NJ. Als Heisenbergstipendiat lehrte er seit September 2005 an der Universität Frankfurt/M. Im Sommersemester 2007 vertrat er in Frankfurt den Lehrstuhl. Seit August 2008 war er außerplanmäßiger Professor an der Universität Göttingen. Im Oktober 2009 nahm er den Ruf auf die Professur für Alte Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg an, die er zum 1. April 2010 antrat. Schwerpunkte in seinen Forschungen lagen in der klassisch-griechischen, hellenistischen und der römischen Geschichte, der Verfassungsgeschichte in der Antike, der römischen und griechischen Historiographie und griechischen Epigraphik sowie in den römisch-germanischen Beziehungen.
Stefan Pfeiffer ist Professor für Alte Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Oliver Schipp war Koordinator des DFG-Graduiertenkollegs >Sklaverei - Knechtschaft und Frondienst - Zwangsarbeit< an der Universität Trier und ist zur Zeit im Schuldienst an der IGS Mainz-Bretzenheim tätig.
Dr. Josef Fischer, geb. 1976, studierte Alte Geschichte und Altertumskunde sowie Klassische Archäologie. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier sowie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und lehrte an den Universitäten Salzburg, Trier, Wien und Passau. Seine Forschungsschwerpunkte sind die griechische Frühgeschichte, die griechische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie Kleinasien im Altertum. Derzeit ist er als Redakteur in einem internationalen Medienunternehmen tätig.
Kai Ruffing, geb. 1967, ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Kassel. Zuvor lehrte er in Marburg und Innsbruck. Er ist Herausgeber der Marburger Beiträge zur Antiken Handels-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie der Reihen "Philippika" und Classica et Orientalia. Seine Forschungsschwerpunkte sind die antike Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die Kontakte zwischen der mediterranen Welt und Altvorderasien sowie Indien und die historische Geographie.
Cosima Möller, geb. 1962, ist seit 2003 Professorin für Bürgerliches Recht und Römisches Recht an der Freien Universität Berlin, seit 2007 Mitglied im Exzellenzcluster Topoi. Sie studierte in Göttingen und Freiburg und habilitierte sich an der Georg-August-Universität Göttingen bei Okko Behrends. Ihre Forschungsschwerpunkte im römischen Recht liegen insbesondere im Bereich des Sachenrechts, des Vertrags- und Deliktsrechts, bei Verfassungs- und Methodenfragen sowie bei den philosophischen Einflüssen auf das römische Recht. Außerdem widmet sie sich der Erforschung der Privatrechtsgeschichte des 19. Jahrhunderts (Rechtsprechung des Reichsgerichts, Rudolf von Jhering). Ihr besonderes Interesse im heutigen Zivilrecht gilt der Rechtsgeschäftslehre, dem Sachenrecht und dem Verbraucherprivatrecht.