
Parteien und Parteiensystem in Deutschland
Wochenschau Verlag
Published in 2000
Book
Paperback/Softback
152 pages
978-3-87920-644-5 (ISBN)
Description
Bitte beachten Sie, dass auch dieser Band der Reihe "Politische Bildung" ein Unterrichtsmodell bereithält. Dieser bietet eine Unterrichtseinheit zum Thema "Parteispendenskandal im Politikunterricht" mit ergänzenden Materialien. Mehr darüber finden Sie in der Rubrik "Inhaltsübersicht". Im folgenden finden Sie eine kurze Inhaltsangabe zu den Aufsätzen dieses Bandes:
ABSTRACTS
Peter Lösche: Die SPD in den 90er Jahren (S. 8-17))
Die Geschichte der SPD in den 90er Jahren war von vielen Aufs und Abs gekennzeichnet, bevor sie 1998 mit einem glänzenden Wahlsieg im Bund wieder an die Macht kam. Gegenwärtig bahnt sich das Ende der SPD als traditioneller Mitglieder- und Funktionärspartei an. Sie wird zunehmend durch eine professionalisierte Medien- und Fraktionspartei ersetzt. Dieser Vorgang wird anhand von Überalterung und sozialer bzw. kultureller Heterogenisierung erläutert.
Gudrun Heinrich: Bündnis 90/Die Grünen (S. 18-30)
Die Bündnisgrünen haben mit ihrem Eintritt in die Bundesregierung 1998 das Ziel ihres fortschreitenden Etablierungsprozesses zunächst erreicht. Dennoch befindet sich die Partei nicht auf Erfolgskurs. Kontinuierliche Wählerverluste, stagnierende Mitgliederzahlen, eine marginale Stellung der Partei in den neuen Ländern und dauerhafte innerparteiliche Debatten über die eigenen Strukturen zeichnen das Bild einer Partei, die vor der Entscheidung über ihre künftige Entwicklung steht. Bündnis 90/Die Grünen ist dabei keine homogene Partei. Auch wenn die Auseinandersetzungen zwischen den Strömungen deutlich an Schärfe verloren haben, prägen Fraktionsgrenzen noch immer die Partei und ihre Entscheidungsprozesse und überlagern auch den Gegensatz zwischen den westdeutschen Landesverbänden und den Strukturen in den neuen Ländern.
Josef Schmid/Markus Jox: Die CDU in den 90er Jahren. Von Kohl zum Chaos? (S. 31-43)
Nachdem die Bundestagswahl 1998 das Ende der Ära Kohl und den Machtverlust der CDU auf Bundesebene mit sich gebracht hatte, konnte sich die Partei unter Führung Schäubles lediglich kurz regenerieren. Der Parteispendenskandal stürzte die CDU in die tiefste Krise ihres Bestehens. Der Beitrag untersucht die Strukturen der modernen Volkspartei CDU ebenso wie die Machtstrukturen des "Systems Kohl". Mit Blick auf die Zukunft der Partei werden drei Szenarien vorgestellt: Während sich begrenzte Reformen von oben auf Ressourcen in Bundestagsfraktion und Parteizentrale stützen würden, müsste eine Innovation aus der Mitte von den Landesverbänden ausgehen. Ein Konflikt- und Krisenszenario schließlich stellt die Zukunft der CDU als Volkspartei insgesamt in Frage.
Wichard Woyke: Die Christlich-Soziale Union (CSU) (S. 44-46)
Die CSU versteht sich als bayerische Staatspartei mit bundespolitischem Einfluss. Als Hegemonialpartei in Bayern und Regionalpartei im Bund besitzt sie einen außergewöhnlichen Handlungs- und Gestaltungsraum, um Agenda-Setting und politische Prozesse zu steuern. In Bayern hat sich ein asymmetrisches Parteiensystem zugunsten der CSU entwickelt, die den Bürgern erfolgreich sowohl den High-Tech-Modernisierungsschub als auch eine emotionale Heimat bietet.
Hans Vorländer: Die FDP im vereinten Deutschland (S. 47-59)
Die FDP war zunächst die Gewinnerin der deutschen Wiedervereinigung. Doch bei der Bundestagswahl 1994 musste sie herbe Verluste, vor allem in den fünf neuen Bundesländern, hinnehmen. Seitdem ist sie in den fünf neuen Ländern mit Ausnahme der kommunalen Ebene kaum noch präsent. Zudem hat eine Serie von Niederlagen in Landtagswahlen die FDP auch personell, organisatorisch und finanziell geschwächt. Zu Beginn des Jahres 2000 ist ihre Fortexistenz trotz einiger Achtungserfolge keineswegs sichergestellt. Als kleine Partei hängt die FDP sehr stark vom Erscheinungsbild der anderen Parteien ab.
Patrick Moreau: Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) (S. 60-70)
Die Partei des Demokratischen Sozialismus ist heute unleugbar ein politischer und elektoraler Faktor im politischen System Deutsc
ABSTRACTS
Peter Lösche: Die SPD in den 90er Jahren (S. 8-17))
Die Geschichte der SPD in den 90er Jahren war von vielen Aufs und Abs gekennzeichnet, bevor sie 1998 mit einem glänzenden Wahlsieg im Bund wieder an die Macht kam. Gegenwärtig bahnt sich das Ende der SPD als traditioneller Mitglieder- und Funktionärspartei an. Sie wird zunehmend durch eine professionalisierte Medien- und Fraktionspartei ersetzt. Dieser Vorgang wird anhand von Überalterung und sozialer bzw. kultureller Heterogenisierung erläutert.
Gudrun Heinrich: Bündnis 90/Die Grünen (S. 18-30)
Die Bündnisgrünen haben mit ihrem Eintritt in die Bundesregierung 1998 das Ziel ihres fortschreitenden Etablierungsprozesses zunächst erreicht. Dennoch befindet sich die Partei nicht auf Erfolgskurs. Kontinuierliche Wählerverluste, stagnierende Mitgliederzahlen, eine marginale Stellung der Partei in den neuen Ländern und dauerhafte innerparteiliche Debatten über die eigenen Strukturen zeichnen das Bild einer Partei, die vor der Entscheidung über ihre künftige Entwicklung steht. Bündnis 90/Die Grünen ist dabei keine homogene Partei. Auch wenn die Auseinandersetzungen zwischen den Strömungen deutlich an Schärfe verloren haben, prägen Fraktionsgrenzen noch immer die Partei und ihre Entscheidungsprozesse und überlagern auch den Gegensatz zwischen den westdeutschen Landesverbänden und den Strukturen in den neuen Ländern.
Josef Schmid/Markus Jox: Die CDU in den 90er Jahren. Von Kohl zum Chaos? (S. 31-43)
Nachdem die Bundestagswahl 1998 das Ende der Ära Kohl und den Machtverlust der CDU auf Bundesebene mit sich gebracht hatte, konnte sich die Partei unter Führung Schäubles lediglich kurz regenerieren. Der Parteispendenskandal stürzte die CDU in die tiefste Krise ihres Bestehens. Der Beitrag untersucht die Strukturen der modernen Volkspartei CDU ebenso wie die Machtstrukturen des "Systems Kohl". Mit Blick auf die Zukunft der Partei werden drei Szenarien vorgestellt: Während sich begrenzte Reformen von oben auf Ressourcen in Bundestagsfraktion und Parteizentrale stützen würden, müsste eine Innovation aus der Mitte von den Landesverbänden ausgehen. Ein Konflikt- und Krisenszenario schließlich stellt die Zukunft der CDU als Volkspartei insgesamt in Frage.
Wichard Woyke: Die Christlich-Soziale Union (CSU) (S. 44-46)
Die CSU versteht sich als bayerische Staatspartei mit bundespolitischem Einfluss. Als Hegemonialpartei in Bayern und Regionalpartei im Bund besitzt sie einen außergewöhnlichen Handlungs- und Gestaltungsraum, um Agenda-Setting und politische Prozesse zu steuern. In Bayern hat sich ein asymmetrisches Parteiensystem zugunsten der CSU entwickelt, die den Bürgern erfolgreich sowohl den High-Tech-Modernisierungsschub als auch eine emotionale Heimat bietet.
Hans Vorländer: Die FDP im vereinten Deutschland (S. 47-59)
Die FDP war zunächst die Gewinnerin der deutschen Wiedervereinigung. Doch bei der Bundestagswahl 1994 musste sie herbe Verluste, vor allem in den fünf neuen Bundesländern, hinnehmen. Seitdem ist sie in den fünf neuen Ländern mit Ausnahme der kommunalen Ebene kaum noch präsent. Zudem hat eine Serie von Niederlagen in Landtagswahlen die FDP auch personell, organisatorisch und finanziell geschwächt. Zu Beginn des Jahres 2000 ist ihre Fortexistenz trotz einiger Achtungserfolge keineswegs sichergestellt. Als kleine Partei hängt die FDP sehr stark vom Erscheinungsbild der anderen Parteien ab.
Patrick Moreau: Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) (S. 60-70)
Die Partei des Demokratischen Sozialismus ist heute unleugbar ein politischer und elektoraler Faktor im politischen System Deutsc
More details
Series
Language
German
Dimensions
Height: 22.9 cm
Width: 15.8 cm
ISBN-13
978-3-87920-644-5 (9783879206445)
Schweitzer Classification
Persons
Contributions
ISNI: 0000 0001 1046 4659 GND: 120717271
ISNI: 0000 0001 1031 8547
ISNI: 0000 0001 0931 192X
Editor-in-chief
ISNI: 0000 0001 1572 1335 GND: 115394028