
Zombie-Banken
Wie Pleite-Banken und Schuldenstaaten die Weltwirtschaft lahmlegen
Yalman Onaran(Author)
Wiley-VCH (Publisher)
1st Edition
Published on 2. October 2013
Book
Hardback
220 pages
978-3-527-50693-4 (ISBN)
Description
Bei dem Versuch, eine Depression abzuwenden, haben Regierungen weltweit insolvente Banken gerettet und insgesamt 783 Milliarden US-Dollar in Finanzinstitute gepumpt. Zusätzlich zu dem Kapital, das die Regierungen bereitgestellt haben, haben Zentralbanken eine beispiellose Menge an Liquidität bereitgestellt - kurzfristige Anleihen, mit denen Banken ihre Schulden begleichen können -, was den Betrag der finanziellen Unterstützungen auf mehrere Billionen US-Dollar anwachsen ließ.
Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, hat fast jedes Land zusätzlich steuerliche Anreize gesetzt und Regierungsgelder für Bauvorhaben oder Steuersenkungen ausgegeben. Trotzdem ist weder für die USA, noch für die Europäische Union oder Japan ein nennenswertes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Der Rückfall in die Rezession scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Industrienationen wiederholen jetzt die Fehler, die Japans Verlorenes Jahrzehnt - die 1990er-Jahre - verursacht haben, als dort die Wirtschaft stillstand und das Land in einem Teufelskreis der Deflation steckte. Japan ging seine Bankprobleme erst am Ende jenes Jahrzehnts an und schaffte den Ausweg aus seiner wirtschaftlichen Misere erst, als es sich seine Zombie-Banken vorknöpfte.
Yalman Onaran thematisiert und beantwortet in seinem Buch die Schlüsselfragen:
Was ist überhaupt eine Zombie-Bank? Wenn die Verluste eines Unternehmens das eingezahlte Kapital überschreiten, spricht man von Überschuldung. In der Folge der Lehman-Pleite und Subprime-Krise mussten viele Banken ihre Schrottpapiere abschreiben und haben damit massiv an Eigenkapitel eingebüßt.
Warum retten wir diese Banken? Für viele dieser Banken ist es ein Segen, "too big to fail" (zu groß, um zu scheitern) zu sein. Das weltweite Finanzsystem ist mittlerweile so vernetzt, dass der Kollaps einer Riesenbank wie der Citibank überall Auswirkungen hätte.
Wie schadet das dem Wirtschaftsaufschwung? Die Banken haben dank der Zinsverbilligungen Gewinne erzielt - auf Kosten der Steuerzahler. Hinzu kommt, dass die versteckten Verluste so groß sind, dass es noch viele Jahre dauern wird, das notwendige Kapital wieder aufzustocken. Dazu müssen sie aber ihre gesamten liquiden Mittel selbst einsetzen und können nicht ausreichend Kredite vergeben. Das schadet der Marktliquidität und bremst das Wachstum.
Was müssen wir jetzt tun? Die USA und die Europäische Union müssten der harten Realität ins Gesicht blicken und die bittere Medizin schlucken. Im Endeffekt müssen Sparmaßnahmen durchgesetzt werden und das bedeutet, dass die Zombie-Banken nicht länger künstlich am Leben gehalten werden können.
Um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, hat fast jedes Land zusätzlich steuerliche Anreize gesetzt und Regierungsgelder für Bauvorhaben oder Steuersenkungen ausgegeben. Trotzdem ist weder für die USA, noch für die Europäische Union oder Japan ein nennenswertes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Der Rückfall in die Rezession scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Industrienationen wiederholen jetzt die Fehler, die Japans Verlorenes Jahrzehnt - die 1990er-Jahre - verursacht haben, als dort die Wirtschaft stillstand und das Land in einem Teufelskreis der Deflation steckte. Japan ging seine Bankprobleme erst am Ende jenes Jahrzehnts an und schaffte den Ausweg aus seiner wirtschaftlichen Misere erst, als es sich seine Zombie-Banken vorknöpfte.
Yalman Onaran thematisiert und beantwortet in seinem Buch die Schlüsselfragen:
Was ist überhaupt eine Zombie-Bank? Wenn die Verluste eines Unternehmens das eingezahlte Kapital überschreiten, spricht man von Überschuldung. In der Folge der Lehman-Pleite und Subprime-Krise mussten viele Banken ihre Schrottpapiere abschreiben und haben damit massiv an Eigenkapitel eingebüßt.
Warum retten wir diese Banken? Für viele dieser Banken ist es ein Segen, "too big to fail" (zu groß, um zu scheitern) zu sein. Das weltweite Finanzsystem ist mittlerweile so vernetzt, dass der Kollaps einer Riesenbank wie der Citibank überall Auswirkungen hätte.
Wie schadet das dem Wirtschaftsaufschwung? Die Banken haben dank der Zinsverbilligungen Gewinne erzielt - auf Kosten der Steuerzahler. Hinzu kommt, dass die versteckten Verluste so groß sind, dass es noch viele Jahre dauern wird, das notwendige Kapital wieder aufzustocken. Dazu müssen sie aber ihre gesamten liquiden Mittel selbst einsetzen und können nicht ausreichend Kredite vergeben. Das schadet der Marktliquidität und bremst das Wachstum.
Was müssen wir jetzt tun? Die USA und die Europäische Union müssten der harten Realität ins Gesicht blicken und die bittere Medizin schlucken. Im Endeffekt müssen Sparmaßnahmen durchgesetzt werden und das bedeutet, dass die Zombie-Banken nicht länger künstlich am Leben gehalten werden können.
More details
Series
Edition
1. Auflage 2012
Language
German
Place of publication
Weinheim
Germany
Dimensions
Height: 210 mm
Width: 148 mm
ISBN-13
978-3-527-50693-4 (9783527506934)
Schweitzer Classification
Persons
Yalman Onaran (New York, NY) ist langjähriger Finanz-Reporter bei Bloomberg News und beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit Bankeninsolvenzen. Nachdem er ein Bloomberg-Büro in Istanbul eröffnet hatte, deckte er die Insolvenz von 13 türkischen Banken auf und entlarvte die Rolle der Regierung hierbei, die das Problem einfach unter den Teppich gekehrt hatte. Als Konsequenz seiner Berichterstattung legte der Wirtschaftsminister sein Amt nieder. Der Finanzminister wurde entlassen und wegen Täuschung der Öffentlichkeit bezüglich des Zustands des Bankensystems angeklagt. Onaran war auch einer der Reporter, die als erstes über den Kollaps von Lehman Brothers und Bear Stearns im Jahr 2008 berichteten. Onarans Artikel erschienen unter anderem in der New York Times, Washington Post, Chicago Tribune, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, und International Herald Tribune. Onaran schloss sein Studium der Wirtschaft und Soziologie am College of Wooster (Phi Beta Kappa) mit dem Bachelor ab und erlangte an der Columbia University zwei Master-Abschlüsse in Journalismus und internationale Angelegenheiten.