
Die Gesellschaft der Wearables
Digitale Verführung und soziale Kontrolle
Nicolai Verlag
1st Edition
Published on 5. November 2019
Book
Hardback
120 pages
978-3-96476-029-6 (ISBN)
Description
Die digitale Technik steckt voller Widersprüche: Neue smarte Geräte wie die Apple Watch, Fitness- oder Health-Apps werden als emanzipativ gefeiert und mit den Versprechen der Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Freiheit aufgeladen. Doch allzu häufig formen diese Wearables eine Realität, die sich durch Überwachen, Vermessen und Tracken bestimmt. Anna-Verena Nosthoff und Felix Maschewski gehen dieser paradoxen Dynamik nach und zeigen auf, wie die Dialektik von Freiheit und Kontrolle ein neues Welt- und Selbstverständnis prägt. Dabei gerät nicht nur das technisch umgarnte Individuum in den Blick, sondern auch das quantifizierte Kollektiv - eine Gesellschaft, die sich im Namen der Freiheit zu immer mehr Kontrolle verführt. Höchste Zeit, sich in der Kunst zu üben, nicht so profiliert, quantifiziert und datiert - "nicht dermaßen regiert zu werden".
Reviews / Votes
»Das Buch liest sich spannend und gruselig zugleich.«Deutschlandfunk Kultur, Vera Linß
»Anna-Verena Nosthoff und Felix Maschewski prognostizieren gesellschaftliche Entwicklungen und Konsequenzen, die dringend hinterfragt und offengelegt werden müssen. (.) Der kleine, aber feine Band ist ausgesprochen sorgfältig formuliert, dabei well-informed und bietet ein ganzes Spektrum an Bezügen.«
Das Filter, Timo Daum
»Die Philosophin Anna-Verena Nosthoff und der Kulturwissenschaftler Felix Maschewski warnen vor einer Zukunft, in der das "quantifizierte Kollektiv" anstelle des aufgeklärten Individuums tritt. Einer Zukunft, der wir uns mit all unserer "reflektierten Unfügsamkeit" entgegenstemmen sollten.«
Hohe Luft Magazin
»In ihrem luziden Buchessay analysieren die Philosophin und der Kulturwissenschafter die "Gesellschaft der Wearables". Präzise und zugänglich beschreiben die beiden, wie das Vordringen der Vermessung das individuelle Dasein, die gesellschaftlichen Strukturen und die globalen Machtverhältnisse verändert. Und konsequent hinterfragen sie die Weltverbesserungsrhetorik der Tech-Giganten, die mit ihrem umfassenden Tracking in Wahrheit eine "panoptische Kontrolle im freiheitlichen Gewand" etablierten.«
NZZ, Claudia Mäder
»Ein tolles kleines Büchlein, das vor allem wegen seiner zahlreichen klugen und treffenden Formulierungen viel Freude bereitet.«
mediabookblog
More details
Language
German
Place of publication
Berlin
Germany
Product notice
With dust jacket
Dimensions
Height: 19.5 cm
Width: 12.5 cm
Weight
225 gr
ISBN-13
978-3-96476-029-6 (9783964760296)
Schweitzer Classification
Persons
Anna-Verena Nosthoff ist freie Autorin, Philosophin und politische Theoretikerin. Zuletzt war sie Research Fellow am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft. Derzeit lehrt sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und forscht zur Kybernetisierung des Politischen und den politischen Konsequenzen der Digitalisierung.
Felix Maschewski ist freier Autor, Literatur-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaftler sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsgestaltung Berlin. Zudem ist er Mitglied des PhD-Netzwerks "Das Wissen der Literatur" der Humboldt Universität Berlin und der Princeton University.
Neben akademischen Publikationen schreiben Nosthoff und Maschewski gemeinsam regelmäßig Essays u.a. für das Feuilleton der "Neuen Zürcher Zeitung", "Die Republik", "Spex" und "Hohe Luft" über den digitalen Wandel, seine ideologischen Bedingungen und polit-ökonomischen Tendenzen. Im September 2019 wurden sie mit dem Wissenschaftlichen Essay-Preis des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover ausgezeichnet.
Felix Maschewski ist freier Autor, Literatur-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaftler sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsgestaltung Berlin. Zudem ist er Mitglied des PhD-Netzwerks "Das Wissen der Literatur" der Humboldt Universität Berlin und der Princeton University.
Neben akademischen Publikationen schreiben Nosthoff und Maschewski gemeinsam regelmäßig Essays u.a. für das Feuilleton der "Neuen Zürcher Zeitung", "Die Republik", "Spex" und "Hohe Luft" über den digitalen Wandel, seine ideologischen Bedingungen und polit-ökonomischen Tendenzen. Im September 2019 wurden sie mit dem Wissenschaftlichen Essay-Preis des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover ausgezeichnet.