
Spohr
Eine Musikerbiografie
Ludwig Nohl(Author)
Null Papier Verlag
4th Edition
Published on 12. December 2024
Book
Paperback/Softback
96 pages
978-3-96281-748-0 (ISBN)
Description
Mit großer Sachkenntnis und spürbarer Begeisterung nähert sich Ludwig Nohl in dieser Biographie Louis Spohr, einem Komponisten, der oftmals im Schatten seiner berühmten Zeitgenossen steht. Nohl führt uns durch Spohrs einfallsreiche Violinkonzerte und seine Pionierrolle als Dirigent. Dabei würdigt er zugleich Spohrs Beitrag zur musikalischen Romantik und das beständige Ringen um eine unverwechselbare künstlerische Handschrift.
ISBN 978-3-96281-737-4 (Mobi)
ISBN 978-3-96281-736-7 (Epub)
ISBN 978-3-96281-738-1 (PDF)
ISBN 978-3-96281-748-0 (Print)
Null Papier Verlag
www.null-papier.de
More details
Series
Edition
Überarbeitete Fassung
Language
German
Place of publication
Neuss
Germany
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 190 mm
Width: 120 mm
Thickness: 8 mm
Weight
111 gr
ISBN-13
978-3-96281-748-0 (9783962817480)
Schweitzer Classification
Person
Author
Ludwig Nohl (1831-1885) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Musikschriftsteller.
Content
Epigraph
1. Die Lehrzeit
2. Erste Erfolge
3. Allerlei Erlebungen
4. In Wien
5. In Italien
6. In London
7. In Paris
8. Jessonda
9. Wachsende Erfolge
10. Der fliegende Holländer
11. Das Ende des Gerechten
In den Konzerten der Herzogin wurde nämlich Karten gespielt und um dies nicht zu stören, musste das Orchester ohne Pauken und Trompeten und immer piano bleiben, ja es war demselben noch ein dicker Teppich untergebreitet, sodass das »ich spiele, ich passe« lauter war als die Musik. Diesmal waren allerdings Spieltische und Teppich verschwunden und dem Herzog gefiel des jungen Künstlers Talent so sehr, dass er ihn zum Kammermusikus ernannte. Allein in der Folge trat auch die alte Pein wieder hervor. Jedoch einmal, als Spohr dort ein neues Konzert probierte, vergaß er, ganz erfüllt von seinem Werke, das er zum ersten Mal mit Orchester hörte, völlig des strengen Verbotes und spielte mit aller Kraft und allem Feuer, sodass er selbst das Orchester mit fortriss. Plötzlich wurde er mitten im Solo von einem Lakai am Arme gefasst, der ihm zuflüsterte: »Die Frau Herzogin lässt Ihnen sagen, sie sollen nicht so mörderisch darauf losstreichen.« Wütend über diese Störung spielte er womöglich nur noch stärker, musste sich aber dafür einen Verweis vom Hofmarschall gefallen lassen.