
Denkende Körper
Die metaphysische Unteilbarkeit des Menschen von Descartes und Spinoza bis La Mettrie
Daniel Neumann(Author)
Mohr Siebeck (Publisher)
1st Edition
Published on 30. June 2022
Book
Paperback/Softback
216 pages
978-3-16-161521-4 (ISBN)
Description
Descartes gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der metaphysischen Scheidung des Menschen in Körper und Seele. Entgegen dieser Annahme entdeckt Daniel Neumann in Descartes' Frühwerk einen "denkenden Körper", in welchem die Mechanik des Körpers und die Denkprozesse des Verstandes unzertrennlich sind. Dieser Befund bildet die Grundlage für eine Neubetrachtung der Rezeptionsgeschichte der cartesianischen Philosophie von ca. 1650 bis 1750 in den Niederlanden und Frankreich. Durch die Frage, inwiefern Körper und Geist untrennbar sind, erscheint die Aufnahme der Ideen Descartes' an den Universitäten in Utrecht und Leiden in neuem Licht, ebenso wie Spinozas Parallelismus von Denken und Ausdehnung und La Mettries
homme machine
. Damit stellt der "denkende Körper" ein unterschwelliges Interpretationsmotiv dar, das den philosophischen Dualismus von Körper und Geist als in sich brüchig erweist.
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
Language
German
Place of publication
Tübingen
Germany
Target group
Professional and scholarly
Product notice
Saddle-stitched
Library binding
Card cover
Dimensions
Height: 23.1 cm
Width: 15.5 cm
Thickness: 1.1 cm
Weight
333 gr
ISBN-13
978-3-16-161521-4 (9783161615214)
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Daniel Neumann
Denkende Körper
Die metaphysische Unteilbarkeit des Menschen von Descartes und Spinoza bis La Mettrie
E-Book
06/2022
1st Edition
Mohr Siebeck
€74.00
Available for download
Person
Author
Geboren 1988; 2015 Magister in Philosophie und Kunstwissenschaft an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe; 2019 Dissertation (Humboldt-Universität zu Berlin); 2019-22 Universitätsassistent am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt, Österreich; seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Habilitand am Center for the History of Women Philosophers and Scientists, Universität Paderborn.
Content
Einleitung
1 Descartes' denkender Körper
1.1 Die Maschine vorstellen
1.2 Physiologische Serien
1.3 Die unmögliche Verkörperung
1.4 Subjekt des Denkens
2 Spinozas denkende Körper
2.1 Nichts als die Idee des Körpers
2.2 Der automa spirituale
2.3 Der unausgedehnte Körper
2.4 Ewige oder menschliche Ideen?
3 Automaten im Gespräch
3.1 Henricus Regius oder Cornelius van Hogelande: Treue und untreue Adepten
3.2 Louis de La Forge und Géraud de Cordemoy: Die Figuration des tierischen Engels
3.3 Theodor Craanen nach Franciscus Sylvius: Schäumende Körper und porale Muster
3.4 Ruard Andala gegen Johannes Regius: Von geistigen und gottlosen Automaten
4 Empfindende Körper
4.1 Boerhaave und das Hinabsteigen der Seele in die Nerven
4.2 Die Materie erblüht
4.3 La Mettries organisches Glück
Schluss
1 Descartes' denkender Körper
1.1 Die Maschine vorstellen
1.2 Physiologische Serien
1.3 Die unmögliche Verkörperung
1.4 Subjekt des Denkens
2 Spinozas denkende Körper
2.1 Nichts als die Idee des Körpers
2.2 Der automa spirituale
2.3 Der unausgedehnte Körper
2.4 Ewige oder menschliche Ideen?
3 Automaten im Gespräch
3.1 Henricus Regius oder Cornelius van Hogelande: Treue und untreue Adepten
3.2 Louis de La Forge und Géraud de Cordemoy: Die Figuration des tierischen Engels
3.3 Theodor Craanen nach Franciscus Sylvius: Schäumende Körper und porale Muster
3.4 Ruard Andala gegen Johannes Regius: Von geistigen und gottlosen Automaten
4 Empfindende Körper
4.1 Boerhaave und das Hinabsteigen der Seele in die Nerven
4.2 Die Materie erblüht
4.3 La Mettries organisches Glück
Schluss