Lean und agil
Das Ganze sehen
Michael W. Müller(Editor)
LOG_X (Publisher)
1st Edition
Published in October 2011
Book
176 pages
978-3-932298-46-2 (ISBN)
Description
Der Blick auf's Ganze
Methoden- und Rezeptbücher zum Themenkreis 'Lean' füllen mittlerweile ganze Regalwände. Experten für Lean Manufacturing, Lean Development oder Lean Administration geben sich auf Kongressen die Mikrophone in die Hand. Trotzdem fehlt ein entscheidender Blickwinkel: der auf das Unternehmen als Gesamtsystem, der Blick aufs Ganze.
Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. Anschaulich und pointiert geschrieben, sorgen zahlreiche Beispiele für die Erdung der Inhalte und Aha-Erlebnisse beim Lesen. Und es bietet endlich einen richtigen Überblick für alle, die in Unternehmen Verantwortung tragen und nicht vor klaren Einsichten und deutlichen Worten zurückschrecken. Damit sortiert sich das Buch weder in seinen Inhalten noch in seiner Form in die Papierstapel der gängigen Rezeptliteratur ein. Der Praktiker im Unternehmen kann aufatmen.
Methoden- und Rezeptbücher zum Themenkreis 'Lean' füllen mittlerweile ganze Regalwände. Experten für Lean Manufacturing, Lean Development oder Lean Administration geben sich auf Kongressen die Mikrophone in die Hand. Trotzdem fehlt ein entscheidender Blickwinkel: der auf das Unternehmen als Gesamtsystem, der Blick aufs Ganze.
Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. Anschaulich und pointiert geschrieben, sorgen zahlreiche Beispiele für die Erdung der Inhalte und Aha-Erlebnisse beim Lesen. Und es bietet endlich einen richtigen Überblick für alle, die in Unternehmen Verantwortung tragen und nicht vor klaren Einsichten und deutlichen Worten zurückschrecken. Damit sortiert sich das Buch weder in seinen Inhalten noch in seiner Form in die Papierstapel der gängigen Rezeptliteratur ein. Der Praktiker im Unternehmen kann aufatmen.
Reviews / Votes
"Das Buch ist anschaulich und pointiert geschrieben ... und es bietet endlich einen richtigen Überblick für alle, die in Unternehmen Verantwortung tragen und nicht vor klaren Einsichten und deutlichen Worten zurückschrecken. Damit sortiert sich das Buch weder in seinen Inhalten noch in seiner Form in die Papierstapel der gängigen Rezeptliteratur ein. Der Praktiker im Unternehmen kann aufatmen."www.4managers.de
More details
Language
German
Target group
Professional and scholarly
Product notice
sewn/stitched
Dimensions
Height: 24.5 cm
Width: 17.5 cm
Weight
550 gr
ISBN-13
978-3-932298-46-2 (9783932298462)
Schweitzer Classification
Person
Der Herausgeber und Autor Dr. Michael W. Müller war Vice President der MBtech Group GmbH & Co. KGaA sowie seit Juli 2001 Geschäftsführer der MBtech Consulting GmbH, ehemals LMC Lean Manufacturing Consulting GmbH. Er begann seine Laufbahn 1989 im Daimler-Benz Konzern als Trainee. Es folgten Stationen als Planungsingenieur für Infrastruktur- und Anlagenprojekte, Leiter Technisches Controlling und Facility Management, Leiter Prozessgestaltung und Ressourcencontrolling (Pkw-Entwicklung Stuttgart), Leiter Prozessmanagement und Strategieentwicklung (Pkw-Entwicklung Sindelfingen) und von 1998-2001 Leiter Wissensmanagement an der DaimlerChrysler Corporate University, DaimlerChrysler AG Stuttgart und Auburn Hills (USA). Die Schwerpunkte seiner Arbeit reichen vom Prozessconsulting über Management und Technology Consulting bis zu Lean Enterprise Consulting.
Content
Der Inhalt im Detail
Kapitel 1
Das Ganze sehen
Eine Annäherung
Kapitel 2
Chancen nutzen, Risiken vermeiden
Technologie- und Innovationsmanagement
Kapitel 3
Die Kräfte konzentrieren
Strategie und Unternehmenskonzept
Kapitel 4
Stellhebel für den Erfolg
Kundenprozess und Kundensystem
Kapitel 5
Mehr Wert schaffen
Green Development by Lean Deployment
Kapitel 6
Der Strom und seine Nebenflüsse
Produktion und Administration
Kapitel 7
Potenziale ohne Ende
Einkauf, Lieferanten, SCM
Kapitel 8
Eine Frage transparenter und scharfer Perspektiven
Nachhaltiges Change Management
Blick nach vorn
Kapitel 1
Das Ganze sehen
Eine Annäherung
Kapitel 2
Chancen nutzen, Risiken vermeiden
Technologie- und Innovationsmanagement
Kapitel 3
Die Kräfte konzentrieren
Strategie und Unternehmenskonzept
Kapitel 4
Stellhebel für den Erfolg
Kundenprozess und Kundensystem
Kapitel 5
Mehr Wert schaffen
Green Development by Lean Deployment
Kapitel 6
Der Strom und seine Nebenflüsse
Produktion und Administration
Kapitel 7
Potenziale ohne Ende
Einkauf, Lieferanten, SCM
Kapitel 8
Eine Frage transparenter und scharfer Perspektiven
Nachhaltiges Change Management
Blick nach vorn
Muster wahrnehmen
Unternehmensgestaltung ist ein schwieriges Geschäft. Diese Feststellung ist zwar nicht vollkommen neu, war jedoch noch nie so wahr wie heute. Hauptursache für die Schwierigkeit, richtige unternehmerische Entscheidungen sicher treffen zu können, wie dies früher dem Vernehmen nach der Fall war, ist die zunehmende Komplexität in den Unternehmen selbst und insbesondere im Unternehmensumfeld. Diese Komplexität ist nicht, wie bisweilen behauptet wird, eine nur 'gefühlte', sondern eine belegbare Tatsache. Die Komplexität ist Folge der technischen, politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen, wie sie seit dem Wegfall des eisernen Vorhangs stattgefunden haben und weiter stattfinden. Diese Entwicklungen lassen sich aus Sicht eines einzelnen Unternehmens nur sehr bedingt beeinflussen und haben umgekehrt einige Komplexitätstreiber im Schlepptau, die sich sehr direkt auf die Unternehmen auswirken. Diese Treiber heißen Größe, Vielfalt, Dynamik und Unsicherheit.
Der Treiber Größe kann auch mit 'Ausdehnung' oder 'Volumen' gleichgesetzt werden. Für nahezu alle Industriebetriebe haben die räumliche Ausdehnung der unternehmerischen Tätigkeit und das produzierte Volumen an Produkten in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Ursache ist die Erweiterung der Geschäftstätigkeit im Zuge der Internationalisierung bzw. Globalisierung. Dieses Mehr an Größe zieht, wie jedermann bestätigen wird, neben größeren Erlöspotenzialen auch mehr Aufwand und höhere Komplexität nach sich.
Der Treiber Vielfalt' ist eine direkte Folge der gestiegenen Größe, gilt es doch, mehr Kunden auf mehr Märkten mit mehr Produkten und Produktvarianten zu bedienen. Die Anforderungen dieser Kunden sind so zahlreich und so verschieden wie die möglichen Beschaffungsquellen und die neu auftretenden Wettbewerber. Die Komplexität steigt.
Der Treiber Dynamik verdankt seinen Ursprung den immer kürzeren Innovations- und Lebenszyklen der Produkte und den schnelllebigen Märkten. Dafür ist zum einen wiederum die internationale Vernetzung verantwortlich, die immer neue Modewellen blitzartig um den Globus spült. Zum anderen ist die Dynamik dem zunehmenden Aus bau der Informations- und Kommunikationstechnik geschuldet, die heute alle Lebensbereiche durchdringt. Veränderungen sind in der virtuellen Welt geradezu Tagesgeschäft, die Dynamik nimmt zu - und mit ihr die Komplexität.
Unsicherheit wiederum ist eine Folge der dynamischen Veränderungen. Trends werden gebrochen, Entwicklungen nehmen einen sprunghaften, schwer planbaren Verlauf, krisenhafte Szenarien ergeben sich von einem Tag auf den anderen. Unternehmen müssen sich permanent zwischen mehreren Handlungsoptionen entscheiden, immer mehr Entscheidungen müssen vor dem Hintergrund großer Risiken gefällt werden. Die Komplexität nimmt zu.
Diese stichwortartige Sammlung mag hier genügen, schließlich verspürt jeder Praktiker in der Industrie die steigende Komplexität am eigenen Leib. Die Kernfrage kann deshalb nicht lauten, wie man der Komplexität ausweicht, sondern wie man mit ihr umgeht. Der Wirklichkeit der Komplexität steht der Anspruch eines ganzheitlichen oder systemischen Managements gegenüber, wie er von Vordenkern seit einigen Jahren gefordert wird .
Niemand wird unternehmerische Entscheidungen treffen, ohne die faktischen Grundlagen zu kennen. Aber: vor einer Pseudo-Analytik, die Entscheidungssicherheit mit Datenmenge verwechselt, kann nicht eindringlich genug gewarnt werden. Es ist heute sicher möglich, sich Daten und Informationen über nahezu jeden Sachverhalt innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens zu beschaffen und minutiös zu analysieren. Die Entscheidungsqualität verbessert dies in den seltensten Fällen, davon abgesehen, dass der Analyseaufwand jedes vernünftige Maß sprengen würde. Hier ist Augenmaß gefragt. Die beste Entscheidungsmethode ist, die wesentlichen Fakten zu kennen und dabei das Ganze im Blick zu behalten.
Unternehmensgestaltung ist ein schwieriges Geschäft. Diese Feststellung ist zwar nicht vollkommen neu, war jedoch noch nie so wahr wie heute. Hauptursache für die Schwierigkeit, richtige unternehmerische Entscheidungen sicher treffen zu können, wie dies früher dem Vernehmen nach der Fall war, ist die zunehmende Komplexität in den Unternehmen selbst und insbesondere im Unternehmensumfeld. Diese Komplexität ist nicht, wie bisweilen behauptet wird, eine nur 'gefühlte', sondern eine belegbare Tatsache. Die Komplexität ist Folge der technischen, politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen, wie sie seit dem Wegfall des eisernen Vorhangs stattgefunden haben und weiter stattfinden. Diese Entwicklungen lassen sich aus Sicht eines einzelnen Unternehmens nur sehr bedingt beeinflussen und haben umgekehrt einige Komplexitätstreiber im Schlepptau, die sich sehr direkt auf die Unternehmen auswirken. Diese Treiber heißen Größe, Vielfalt, Dynamik und Unsicherheit.
Der Treiber Größe kann auch mit 'Ausdehnung' oder 'Volumen' gleichgesetzt werden. Für nahezu alle Industriebetriebe haben die räumliche Ausdehnung der unternehmerischen Tätigkeit und das produzierte Volumen an Produkten in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Ursache ist die Erweiterung der Geschäftstätigkeit im Zuge der Internationalisierung bzw. Globalisierung. Dieses Mehr an Größe zieht, wie jedermann bestätigen wird, neben größeren Erlöspotenzialen auch mehr Aufwand und höhere Komplexität nach sich.
Der Treiber Vielfalt' ist eine direkte Folge der gestiegenen Größe, gilt es doch, mehr Kunden auf mehr Märkten mit mehr Produkten und Produktvarianten zu bedienen. Die Anforderungen dieser Kunden sind so zahlreich und so verschieden wie die möglichen Beschaffungsquellen und die neu auftretenden Wettbewerber. Die Komplexität steigt.
Der Treiber Dynamik verdankt seinen Ursprung den immer kürzeren Innovations- und Lebenszyklen der Produkte und den schnelllebigen Märkten. Dafür ist zum einen wiederum die internationale Vernetzung verantwortlich, die immer neue Modewellen blitzartig um den Globus spült. Zum anderen ist die Dynamik dem zunehmenden Aus bau der Informations- und Kommunikationstechnik geschuldet, die heute alle Lebensbereiche durchdringt. Veränderungen sind in der virtuellen Welt geradezu Tagesgeschäft, die Dynamik nimmt zu - und mit ihr die Komplexität.
Unsicherheit wiederum ist eine Folge der dynamischen Veränderungen. Trends werden gebrochen, Entwicklungen nehmen einen sprunghaften, schwer planbaren Verlauf, krisenhafte Szenarien ergeben sich von einem Tag auf den anderen. Unternehmen müssen sich permanent zwischen mehreren Handlungsoptionen entscheiden, immer mehr Entscheidungen müssen vor dem Hintergrund großer Risiken gefällt werden. Die Komplexität nimmt zu.
Diese stichwortartige Sammlung mag hier genügen, schließlich verspürt jeder Praktiker in der Industrie die steigende Komplexität am eigenen Leib. Die Kernfrage kann deshalb nicht lauten, wie man der Komplexität ausweicht, sondern wie man mit ihr umgeht. Der Wirklichkeit der Komplexität steht der Anspruch eines ganzheitlichen oder systemischen Managements gegenüber, wie er von Vordenkern seit einigen Jahren gefordert wird .
Niemand wird unternehmerische Entscheidungen treffen, ohne die faktischen Grundlagen zu kennen. Aber: vor einer Pseudo-Analytik, die Entscheidungssicherheit mit Datenmenge verwechselt, kann nicht eindringlich genug gewarnt werden. Es ist heute sicher möglich, sich Daten und Informationen über nahezu jeden Sachverhalt innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens zu beschaffen und minutiös zu analysieren. Die Entscheidungsqualität verbessert dies in den seltensten Fällen, davon abgesehen, dass der Analyseaufwand jedes vernünftige Maß sprengen würde. Hier ist Augenmaß gefragt. Die beste Entscheidungsmethode ist, die wesentlichen Fakten zu kennen und dabei das Ganze im Blick zu behalten.