
Juristische Methodik
Band II: Europarecht
Duncker & Humblot (Publisher)
2nd Edition
Published on 20. March 2007
Book
Hardback
622 pages
978-3-428-12341-4 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
Trotz des Scheiterns des politisch allzu unausgewogenen Verfassungsvertrags bleibt das Europarecht eines der dynamischsten Rechtsgebiete. Diese anhaltende Dynamik in der Rechtsetzung und nicht zuletzt in der Judikatur würde es nicht erlauben, das vorliegende Buch nur zu aktualisieren. Das ist, mit Rechtsprechung und Literatur auf dem Stand von Herbst 2006, zwar auf breiter Front geschehen; darüber hinaus aber war das Konzept der Vorauflage an sehr vielen Stellen nicht nur zu präzisieren, sondern auch zu erweitern und thematisch auszubauen.
Dogmatisch betraf das so entscheidende Bereiche wie die Schrankensystematik von Grundfreiheiten und Grundrechten, wie das immer wichtiger werdende Gebiet der Staatshaftung, wie die prozessuale Klagebefugnis, wie Gewaltenteilung, Subsidiaritätsprinzip und die Entwicklung der so genannten dritten Säule mit dem Spannungsverhältnis zwischen Europäischem Gerichtshof und Bundesverfassungsgericht.
Methodische Präzisierungen ergaben sich beispielsweise für das stets problematische Konzept der Wortlautgrenze - zum einen allgemein im Rahmen einer Inferenzsystematik und im Besonderen ausgehend von der Entscheidung Pupino. Das Problem der Rangfolge der Konkretisierungselemente konnte am Beispiel einer Divergenz zwischen EuGH und EuG vertieft diskutiert werden. Ferner ergaben sich im Bereich der Semantik des zentral wichtigen systematischen Arguments vielfältige Differenzierungen. Diese betrafen generell den Einbau der Systematik in eine holistische Konzeption des Rechts und speziell die Rolle von Präjudizien. Auch hat sich das hier vertretene strukturierende Normkonzept, das schon bisher im europäischen Gemeinschaftsrecht ein fruchtbares Terrain vorgefunden hatte, in Gestalt praktischer Analysen des Normbereichs auch auf den Gebieten des Kartellrechts, des Datenschutzes, der Medienkonvergenz und des e-government nachhaltig bewährt.
Rechtstheoretisch waren schließlich das Verhältnis von Rechtsquelle und Verfahren sowie die Verknüpfung (europa-)rechtlicher Methodik mit der Medientheorie weiter zu entwickeln.
Dogmatisch betraf das so entscheidende Bereiche wie die Schrankensystematik von Grundfreiheiten und Grundrechten, wie das immer wichtiger werdende Gebiet der Staatshaftung, wie die prozessuale Klagebefugnis, wie Gewaltenteilung, Subsidiaritätsprinzip und die Entwicklung der so genannten dritten Säule mit dem Spannungsverhältnis zwischen Europäischem Gerichtshof und Bundesverfassungsgericht.
Methodische Präzisierungen ergaben sich beispielsweise für das stets problematische Konzept der Wortlautgrenze - zum einen allgemein im Rahmen einer Inferenzsystematik und im Besonderen ausgehend von der Entscheidung Pupino. Das Problem der Rangfolge der Konkretisierungselemente konnte am Beispiel einer Divergenz zwischen EuGH und EuG vertieft diskutiert werden. Ferner ergaben sich im Bereich der Semantik des zentral wichtigen systematischen Arguments vielfältige Differenzierungen. Diese betrafen generell den Einbau der Systematik in eine holistische Konzeption des Rechts und speziell die Rolle von Präjudizien. Auch hat sich das hier vertretene strukturierende Normkonzept, das schon bisher im europäischen Gemeinschaftsrecht ein fruchtbares Terrain vorgefunden hatte, in Gestalt praktischer Analysen des Normbereichs auch auf den Gebieten des Kartellrechts, des Datenschutzes, der Medienkonvergenz und des e-government nachhaltig bewährt.
Rechtstheoretisch waren schließlich das Verhältnis von Rechtsquelle und Verfahren sowie die Verknüpfung (europa-)rechtlicher Methodik mit der Medientheorie weiter zu entwickeln.
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Series
Edition
2., neu bearb. u. stark erw. Aufl.
Language
German
Place of publication
Berlin
Germany
Dimensions
Height: 233 mm
Width: 157 mm
Weight
915 gr
ISBN-13
978-3-428-12341-4 (9783428123414)
Schweitzer Classification
Other editions
New editions

Book
10/2012
3rd Edition
Duncker & Humblot
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Content
Vorwort zur zweiten Auflage - Vorwort zur ersten Auflage - 1. Problemstellung: Ein Recht in vielen Sprachen - 2. Zum gegenwärtigen Stand der Methodik des Gemeinschaftsrechts: Wortlaut: Verstecken oder Verwerten von Mehrsprachigkeit - Systematik: Vom Buch zum offenen Text - Geschichte: Von der Willensmetapher zur Argumentform - Zweck: Von der metaphysischen Voraussetzung zur Schlussform - Empirische Argumente als Maßstab oder am Maßstab des Gesetzes - Rechtsvergleichende Auslegung zwischen Erfindung und Fortbildung - Spielarten der gemeinschaftsrechtlichen Konformauslegung - Das Verhältnis der Konformauslegung zum nationalen Recht - Die Entwicklung einer europäischen Methodik als Rechtserzeugungsreflexion - 3. Strukturmodell der richterlichen Rechtserzeugung: Normstruktur: Was heißt Rechtsanwendung? - Legitimationsstruktur: Woran ist praktische Rechtsarbeit zu messen? - Textstruktur: Wie navigiert man im Rechtstext? - 4. Leistung der einzelnen Argumentformen: Grammatisches Argument - Systematisches Argument - Historisches und genetisches Argument - Teleologisches Argument - Normbereichsargument - Rechtsvergleichendes Argument - Konformauslegung im Gemeinschaftsrecht - Konformauslegung im nationalen Recht - 5. Rationalität und Überprüfbarkeit der Rechtsprechung des EuGH: Normative Vorgaben für die Teilung und Kontrolle richterlicher Gewalt - Geltungsstruktur: Rolle des Gesetzes für die Rechtserzeugung - Die Wortlautgrenze oder das Recht auf Sprache - Rangfolge oder das Recht auf Argumente - Begründung oder das Recht auf legitime Entscheidung - Positivität, Legalität und Legitimität des Gemeinschaftsrechts - 6. Literaturverzeichnis - 7. Personenverzeichnis - 8. Sachverzeichnis