
Juristische Methodik
Band I: Grundlagen Öffentliches Recht.
Duncker & Humblot (Publisher)
9th Edition
Published in October 2004
Book
Hardback
978-3-428-11545-7 (ISBN)
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Description
Für die Neuausgabe wurden Darstellung und Argumentation vielfältig vertieft, präzisiert und inhaltlich angereichert. Die deutschsprachige und ausgewählte internationale Literatur zu Methodenfragen ist ebenso einbezogen wie methodologisch bedeutsame neueste höchstrichterliche Rechtsprechung.
Zu den Erweiterungen gehören beispielsweise die Diskussion von "Gesetz und Recht", an welche gemäß Art. 20 Abs. 3 GG "die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. gebunden" sind; das Erörtern von "Gerechtigkeit" als Problemhorizont für die praktische Rechtsarbeit statt als scheinbar vorgegebener Deduktionsgrundlage; zählen auch die Reflexion auf das Bestimmtheitsgebot für Gesetze und andere formelle Rechtsakte vor dem Hintergrund der unumgänglichen Mehrdeutigkeit der natürlichen (Rechts-)Sprache; ein weiteres Klären der verschiedenen Schichten des Vorverständnisses, da für die Arbeit der Praxis neben dem intuitiven und dem fachspezifischen besonders auch das institutionelle Vorverständnis zu beobachten sich lohnt; ferner ein stärkeres Eingehen auf die hier von Anfang an entwickelte Position, daß es in der Regel illusionär bleibt, "die einzig richtige" Entscheidung eines Falls zu behaupten. Vielmehr ergeben sich typischerweise mehr als nur eine an vertretbaren Optionen - das Institut der verfassungskonformen Auslegung beruht geradezu auf dieser Tatsache. Besonders intensiv wird auch die Figur der Analogie untersucht und neu formuliert.
Anhand der Judikatur der Gerichte und gestützt auf die positiven Leistungen heutiger Linguistik für die Welt des Rechts werden ferner die wichtigsten Canones neu aufgegriffen und noch besser verwendbar gemacht, so etwa zur Rolle von Prototypen und Stereotypen, zum Übergang von der semantischen zur pragmatischen Version von "Wörtlichkeit" und zur argumentativen Schlichtung von Sprachnormkonflikten im Rahmen der grammatischen, der genetischen und der historischen Konkretisierung; auch wird die Architektur der verschiedenen Formen systematischer Interpretation weiter differenziert.
All diese Neuerungen kommen den verschiedenen Funktionen des vorliegenden Buchs für die juristische Praxis, für die wissenschaftliche Forschung und die akademische Lehre zugute.
Aus dem Vorwort
Zu den Erweiterungen gehören beispielsweise die Diskussion von "Gesetz und Recht", an welche gemäß Art. 20 Abs. 3 GG "die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. gebunden" sind; das Erörtern von "Gerechtigkeit" als Problemhorizont für die praktische Rechtsarbeit statt als scheinbar vorgegebener Deduktionsgrundlage; zählen auch die Reflexion auf das Bestimmtheitsgebot für Gesetze und andere formelle Rechtsakte vor dem Hintergrund der unumgänglichen Mehrdeutigkeit der natürlichen (Rechts-)Sprache; ein weiteres Klären der verschiedenen Schichten des Vorverständnisses, da für die Arbeit der Praxis neben dem intuitiven und dem fachspezifischen besonders auch das institutionelle Vorverständnis zu beobachten sich lohnt; ferner ein stärkeres Eingehen auf die hier von Anfang an entwickelte Position, daß es in der Regel illusionär bleibt, "die einzig richtige" Entscheidung eines Falls zu behaupten. Vielmehr ergeben sich typischerweise mehr als nur eine an vertretbaren Optionen - das Institut der verfassungskonformen Auslegung beruht geradezu auf dieser Tatsache. Besonders intensiv wird auch die Figur der Analogie untersucht und neu formuliert.
Anhand der Judikatur der Gerichte und gestützt auf die positiven Leistungen heutiger Linguistik für die Welt des Rechts werden ferner die wichtigsten Canones neu aufgegriffen und noch besser verwendbar gemacht, so etwa zur Rolle von Prototypen und Stereotypen, zum Übergang von der semantischen zur pragmatischen Version von "Wörtlichkeit" und zur argumentativen Schlichtung von Sprachnormkonflikten im Rahmen der grammatischen, der genetischen und der historischen Konkretisierung; auch wird die Architektur der verschiedenen Formen systematischer Interpretation weiter differenziert.
All diese Neuerungen kommen den verschiedenen Funktionen des vorliegenden Buchs für die juristische Praxis, für die wissenschaftliche Forschung und die akademische Lehre zugute.
Aus dem Vorwort
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Series
Language
Other
Place of publication
Berlin
Germany
Edition type
Enlarged edition
Revised edition
ISBN-13
978-3-428-11545-7 (9783428115457)
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Content
Einleitung: Aufgabe einer juristischen Methodik - Thema einer juristischen Methodik - Methodik und Methodiken - Funktionen juristischer Methodik - 1. Fragestellung: Voraussetzungen - Begriffe - Funktionen - Funktionen, Verfahren, Rationalität - Methodik und Politik - 2. Zum gegenwärtigen Stand der Methodik des Verfassungsrechts: Rechtsprechung - Verfassungsrechtliche Methodik in der wissenschaftlichen Literatur - Bemerkungen zum Diskussionsstand - Methodik und Normtheorie - 3. Entwurf einer juristischen Methodik: Grundlagen juristischer Methodik - Elemente der Normkonkretisierung (- der Normkonstruktion) - Rangordnung der Konkretisierungselemente - 4. Zur Formaltechnik der Fallösung: Vorbemerkung - Funktionsbestimmung - 5. Grundlinien der juristischen Methodik: Vorbemerkung, Begriffe - Gesetzespositivismus, Rechtserzeugung, Norm/Fall, Norm/Wirklichkeit - Gruppen von Konkretisierungselementen - Interpretation (Normtextauslegung) - Normbereichsanalyse - Weder "objektive" noch "subjektive" Auslegungstheorie. Rangordnung der Konkretisierungselemente - Vorverständnis - Funktion juristischer Methodik - Methodik und Methodiken - Normtext, Legitimität, Spiel der Differenzen. Arbeit mit Texten in einer staatlichen Institution - 6. Juristische Methodik und Rechtspolitik - Metamethodologische Fragen - Maßstäblichkeit und Konsens: Juristische Methodik und Rechtspolitik - Metamethodologische Fragen - Zu einigen Fragen von Maßstäblichkeit und Konsens in der juristischen Methodik - 7. Literatur: Alphabetisches Verzeichnis - Literatur zu einzelnen Sachgebieten - Register