
Der Autor und sein Text
Die Verfälschung des Originals im Urteil antiker Autoren
Markus Mülke(Author)
De Gruyter (Publisher)
1st Edition
Published on 10. December 2008
Book
Mixed media product
419 pages
978-3-11-916664-5 (ISBN)
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Description
Die handschriftlich überlieferte Literatur der griechisch-römischen Antike war der ständigen Gefahr fremder, vom jeweiligen Verfasser nicht autorisierter Textverfälschungen ausgesetzt. Dabei bediente sich der verantwortliche Bearbeiter der Mittel der Interpolation, der Tilgung, der ändernden Ersatzfassung sowie der Transposition und griff nicht bloß in einzelne Stellen des Originals ein, sondern unterzog es nicht selten einer regelrechten Gesamtrezension oder epitomierte es zu einer verkürzten Ausgabe. Auch in der Übersetzungsliteratur lassen sich ähnliche Vorgänge nachweisen, etwa dann, wenn vor der Übertragung eines fremdsprachigen Buchs in eine andere Sprache der Text ohne Einwilligung des ursprünglichen Verfassers verändert wurde. Die Verfasser jedoch, also die Betroffenen selbst, verurteilten aus einem ausgeprägten Autorbewußtsein heraus die sekundäre Manipulation ihrer Werke als anmaßenden Anschlag auf die Integrität des echten Wortlauts. Während sie nur ausgewählten Kritikern erlaubten, vor der Publikation ein Urteil über den Text abzugeben, richteten sie an das Publikum die unmißverständliche Warnung, ihn nach der Publikation zu verfälschen.
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Series
Thesis
Doctoral thesis
2007
Westf. Wilhelms-Univ. Münster
Language
German
Place of publication
Berlin/Boston
Target group
Professional and scholarly
Illustrations
Includes a print version and an ebook
ISBN-13
978-3-11-916664-5 (9783119166645)
Schweitzer Classification
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Person
Markus Mülke, Augustana-Hochschule, Neuendettelsau.