
Dass Willkür über Recht ginge
Hexenverfolgung in Mecklenburg im 16. und 17. Jahrhundert
Katrin Moeller(Author)
Aschendorff (Publisher)
1st Edition
Published on 20. July 2007
Book
Hardback
544 pages
978-3-89534-630-9 (ISBN)
Description
Hexerei gibt es nicht: Dennoch wurden im protestantischen Mecklenburg während des 16. und 17. Jahrhunderts fast 4.000 Hexenprozesse geführt und die Hälfte der Angeklagten hingerichtet. Was man unter Hexerei verstand, war auch in der Frühen Neuzeit nur wenig gesetzlich definiert und konnte daher in den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen - bei den Gelehrten, in den kleineren und größeren Städten, adligen und landesherrlichen Dörfern - eine völlig unterschiedliche Gestalt annehmen. Welche Deutungsweise sich letztlich durchsetzte, unterlag einem vielschichtigen, intensiven Aushandlungsprozess. Das Buch untersucht ebenso das Verhältnis von Hexenverfolgung und Volksmagie und hinterfragt die von der Forschung immer wieder hervorgehobene globale Angst vor Hexerei.
https://www.regionalgeschichte.de/detailview?no=0630
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
2002
Universität Rostock
Language
German
Place of publication
Bielefeld
Germany
Target group
Professional and scholarly
1. Hexenforscher
2. Frühneuzeithistoriker
3. Landeshistoriker Mecklenburg
2. Frühneuzeithistoriker
3. Landeshistoriker Mecklenburg
Product notice
sewn/stitched
Paper over boards
Illustrations
11
8 Kurvendiagramme, 2 Karten, 1 farbige Abbildung
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 16 cm
Weight
1075 gr
ISBN-13
978-3-89534-630-9 (9783895346309)
Schweitzer Classification
Person
Author
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Katrin Moeller. Geboren 1967. Studium: Geschichte, Erziehungswissenschaften und Soziologie in Rostpock. Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Halle. https://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_Moeller www.geschichte.uni-halle.de/mitarbeiter/moeller/
ISNI: 0000 0000 8124 1623 GND: 133366367
Dr. Katrin Moeller. Geboren 1967. Studium: Geschichte, Erziehungswissenschaften und Soziologie in Rostpock. Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Halle. https://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_Moeller www.geschichte.uni-halle.de/mitarbeiter/moeller/
ISNI: 0000 0000 8124 1623 GND: 133366367
Content
Vorwort 9
1. Moderne Hexenforschung 11
2. Mecklenburg in der Frühen Neuzeit 35
3. Struktur der Hexenverfolgung 47
4. Mecklenburgische Rechtsprechung in Hexenprozessen 69
4.1 Die Spruchtätigkeit der Rostocker Juristenfakultät 69
4.2 Die Regierungen bis zur Landesteilung 1621 85
4.3 Zeiten des Wandels 100
4.4 Die Schweriner Justizkanzlei 1658/65-1700 111
4.5 Die Güstrower Justizkanzlei unter Gustav Adolf (1654-1695) 134
4.6 Auswärtige Belehrungsinstanzen - Greifswald 159
4.7 Mecklenburgische Rechtsprechung - die Summe vieler Auffassungen 166
5. Populäre Hexenjagd - Verdachtsgenese 177
5.1 Volksmagie und Hexerei 177
5.2 Konfliktlösung als Funktion der Hexereibeschuldigung 200
5.3 Das Gerücht der Hexerei: Eine Frage der Ehre 213
5.4 Geschlecht - Schicht - Verhalten 224
5.5 Hexenglaube und Hexenverfolgung 246
5.6 Hexenprozesse als 'Viel-Zweck-Instrument' 250
6. Verhaltens- und Verteidigungsstrategien 271
6.1 Analysegrundlage 271
6.2 Verhaltensstrategien im vorprozessualen Kontext 274
6.3 Verhaltensstrategien im Prozess 286
6.4 Professionelle Verteidigungsstrategien 325
6.5 Entlastungsstrategien durch Zeugen und Pastoren 344
7. Gesellschaft - Herrschaft - Prozess 353
7.1 Lokale Gerichte - lokale Lebenswelten 353
7.2 Groß- und Residenzstädte 354
7.3 Kleinstädte 383
7.4 Adlige Gerichte 406
7.5 Landesherrliche Amtsgerichte 436
7.6 Hexenprozesse als Herrschaftsinstrument? 457
8. Zusammenfassung 469
9. Anhang 483
Quellen- und Literaturverzeichnis 487
Orts- und Personenregister 535