
Die große Hitze
Ein Philip-Marlowe-Roman
Argument Verlag mit Ariadne
1st Edition
Published on 13. April 2026
Book
Hardback
304 pages
978-3-86754-284-5 (ISBN)
Description
Los Angeles 1938. Marlowe misstraut dem millionenschweren alten Patriarchen, dessen verschwundene Erbin er suchen soll. Kann sein, dass das seine Prioritäten ein bisschen verzerrt. Aber irgendwie muss auch die Miete reinkommen.
Illusionen abgeneigt, Leere in der Tasche, Neugier im Herzen: Philip Marlowe, Inbegriff und Ursprung des hartgesottenen Detektivs, auferstanden dank der genialen Noir-Autorin Denise Mina, sucht im L. A. der Hütten und Paläste nach einer Wahrheit, mit der er leben kann.
Reviews / Votes
»Wie Mina diese Zeit und den Schauplatz heraufbeschwört, ist sensationell. Die chandleresken Pointen sorgen für passenden Witz. Mit seinen lebenssprühenden Szenarien und treffsicheren Dialogen ist dies das bisher reizvollste und überzeugendste Marlowe-Pastiche von allen.« Wall Street JournalMore details
Series
1284
Edition
Erstauflage
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
Product notice
With ribbon marker(s)
Dimensions
Height: 124 mm
Width: 185 mm
Thickness: 24 mm
Weight
332 gr
ISBN-13
978-3-86754-284-5 (9783867542845)
Schweitzer Classification
Other editions
Additional editions

Denise Mina
Die große Hitze. Ein Philip-Marlowe-Roman
E-Book
04/2026
1st Edition
CulturBooks Verlag
€17.99
Available for download
Persons
Denise Mina erhielt für ihre Romane zahllose Preise, was ihr den ironischen Ehrentitel »Queen of Tartan Noir« eintrug. In jungen Jahren jobbte sie in Bars, einer Fleischfabrik, als Köchin und Krankenpflegehelferin, studierte dann Jura an der Uni Glasgow und begann im Anschluss Kriminalromane zu schreiben. Daneben verfasst sie Shortstorys, Hör- und Bühnenstücke, Graphic Novels, TV- und Radiosendungen. »Die große Hitze« ist ihr vom Raymond Chandler Estate autorisierter Philip-Marlowe-Roman.
Content
Ich saß am Schreibtisch, Füße hoch, und hielt mich an eine Flasche Stimmungspolitur, die ich in der Schublade hatte. Mitte September, eine Hitzewelle erdrückte die Stadt. Sengender Fön wälzte sich von verdorrten Hügeln herab, hob die dünne Staubschicht von Straßen und Gehwegen und färbte den Himmel gelb. Geräusche klangen hart und blechern. Überall schlurften Leute durch körnigen fahlgelben Dunst, sauer und blinzelnd, spuckten auf den Gehweg, warteten auf den Wolkenbruch.
Normalerweise trinke ich nicht morgens um halb elf im Büro, aber ich musste einen miesen Geschmack wegspülen. Der Fall Pasco Pete war gelöst, der Mörder in Haft, alle machten weiter wie gewohnt, bis auf mich. Ich konnte nicht. Da war was faul, etwas störte wie ein Mundvoll Suppe mit einem Haar drin, man spürt es kurz auf der Lippe und dann ist es weg. Die Fakten schwirrten mir im Kopf herum, purzelten übereinander, drehten sich im Kreis, immer enger. Etwas stimmte nicht.