
Traumtexte
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Published on 1. January 2001
Book
Paperback/Softback
VII, 124 pages
978-3-531-09949-1 (ISBN)
Description
Dieser Hymnus ist in drei Fassungen (A B C) erhalten. Auch er ist wahr scheinlich bei Inkubationszeremonien in Tempeln gebraucht worden. Hermes-Thoth wird beschworen, einen weissagenden Traum zu schicken, und es wird eigens gesagt, daß der Traum Vorschriften zur Heilung von Krankheiten enthalten könne. Thoth war ja Patron der Ärzte. Es wird nicht spezifiziert, von welcher Art der Traum sein wird; es könnte sein, daß Hermes selbst erscheint, oder daß die Weisung durch eine beliebige Traumerscheinung erfolgt. Aber auch das Auftreten eines Toten geistes kommt in Betracht, denn Thoth ist Mondgott, ja manchmal der Mond selber, und es heißt im vierten Vers (V 404 = d), daß Hermes seinen Weg durch die Luft unterhalb des Tartaros nimmt, und im sechsten und siebenten Vers (V 40617 = f/g) , daß er mit seinem Licht die Menschen erfreut, die ihr Leben beendet haben und unter der Erde sind. Er kann also Totengeister heraufschicken. Der griechische Hermes ist Geleiter der Toten seelen. Für die Hypothese, daß der Text im Tempelkult benutzt wurde, spricht V 397. Dort heißt es, daß der Orakel sucher sich zum Inkubationsschlafnieder legen solle, "ohne irgendjemand Antwort zu geben". Es wird vorausgesetzt, daß er nicht allein ist. Die Texte sind abgedruckt und besprochen worden von F. Graf, in: ehr. A. Faraone - D.
More details
Series
Edition
2001
Language
German
Place of publication
Wiesbaden
Germany
Target group
Professional and scholarly
Research
Illustrations
15 s/w Abbildungen
VII, 124 S. 15 Abb.
Dimensions
Height: 244 mm
Width: 170 mm
Thickness: 8 mm
Weight
249 gr
ISBN-13
978-3-531-09949-1 (9783531099491)
DOI
10.1007/978-3-663-16258-2
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