
Perlesöd
Erzählung
Christoph Meckel(Author)
Reche, Th P (Publisher)
1st Edition
Published on 10. January 2004
Book
Paperback/Softback
978-3-929566-37-6 (ISBN)
Description
Diese bislang unveröffentlichte Erzählung von Christoph Meckel dokumentiert auf sprachlich virtuose Weise die Spaziergänge eines Ich-Erzählers auf einer menschenverlassenen, öden Halbinsel am Rande von Zeit und Zivilisation.
More details
Series
Edition
1., Aufl.
Language
German
Illustrations
4 Radierungen
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14.7 cm
Weight
120 gr
ISBN-13
978-3-929566-37-6 (9783929566376)
Schweitzer Classification
Persons
Leseprobe
Ein historischer Ort scheint die Halbinsel nicht zu sein, die Landzunge, wie sie auch genannt wird, aber immer mal wieder sollen Dinge geschehen oder Sachen passiert sein, die mit Verbrechen und Krieg zusammenhingen. Es sollen Schlauchboote über den See gekommen, Unbekannte an Land gegangen und spurlos verschwunden sein. An einer nicht mehr bekannten Stelle, die heute von Unterholz überwachsen ist, soll ein Gepfählter gefunden worden sein. Der Mensch soll nackt auf dem Rücken gelegen haben und mit zwei Pfählen, die ihm durch Brust und Unterleib gingen, bei lebendigem Leib auf dem Boden festgeschlagen worden sein. Am Wasserende der Halbinsel, wo der See eine Breite von acht Kilometern hat, soll der nackte Körper einer Ertrunkenen, vielleicht Ermordeten, angeschwemmt worden sein, ohne Kopf. An verschiedenen Stellen in der Nähe des Ufers wurden Handschellen, Aktentaschen und um Steine geschlungene Kleider gefunden. Es scheint sich um Gegenstände gehandelt zu haben, die man überall findet, wo Wasser ist.
Ein historischer Ort scheint die Halbinsel nicht zu sein, die Landzunge, wie sie auch genannt wird, aber immer mal wieder sollen Dinge geschehen oder Sachen passiert sein, die mit Verbrechen und Krieg zusammenhingen. Es sollen Schlauchboote über den See gekommen, Unbekannte an Land gegangen und spurlos verschwunden sein. An einer nicht mehr bekannten Stelle, die heute von Unterholz überwachsen ist, soll ein Gepfählter gefunden worden sein. Der Mensch soll nackt auf dem Rücken gelegen haben und mit zwei Pfählen, die ihm durch Brust und Unterleib gingen, bei lebendigem Leib auf dem Boden festgeschlagen worden sein. Am Wasserende der Halbinsel, wo der See eine Breite von acht Kilometern hat, soll der nackte Körper einer Ertrunkenen, vielleicht Ermordeten, angeschwemmt worden sein, ohne Kopf. An verschiedenen Stellen in der Nähe des Ufers wurden Handschellen, Aktentaschen und um Steine geschlungene Kleider gefunden. Es scheint sich um Gegenstände gehandelt zu haben, die man überall findet, wo Wasser ist.