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Die Schule des Managements
Mark McCormack(Author)
Campus (Publisher)
1st Edition
Published in February 1998
Book
Paperback/Softback
257 pages
978-3-593-35893-2 (ISBN)
Description
Mit dem gleichen offenen, anekdotenreichen Stil, der schon Was Sie an der Harvard Business School nicht lernen zu einem Bestseller gemacht hat, schildert McCormack wichtige Erfahrungen, die Kernbereiche der Unternehmensführung betreffen. Die zahlreichen praktischen Ratschläge erweitern die Führungsfähigkeiten jedes Managers.
More details
Language
German
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 13.3 cm
Width: 20.5 cm
Weight
347 gr
ISBN-13
978-3-593-35893-2 (9783593358932)
Persons
Content
Wie verschafft man sich Autorität?
Der britische Militärhistoriker John Keegan glaubt, daß den großen Kriegsherren wie Alexander dem Großem und Ulysses S. Grant fünf zentrale Führungsmerkmale gemeinsam sind:
* Sie zeigen ihren Truppen, daß sie eine wichtige Rolle spielen.
* Sie sagen ihren Truppen ganz genau, was sie von ihnen verlangen.
* Sie überzeugen ihre Truppen, daß sie für das Kämpfen belohnt und für das Nichtkämpfen bestraft werden.
* Sie wissen, wann sie angreifen müssen.
* Sie begeben sich in dieselben Gefahren wie ihre Soldaten.
Auch wenn ich Geschäftsleben und Kriegführung nicht gleichsetzen will, kann meiner Meinung nach jeder Manager etwas von Keegan lernen. Die oben genannten fünf Merkmale lassen sich folgendermaßen auf das Geschäftsleben übertragen:
1. Überzeugen Sie Ihre Leute davon, daß sie eine wichtige Rolle spielen
Dies erreichen Sie eher durch Taten als durch Worte. Durch persönliche Gesten beweisen Sie Ihren Mitarbeitern, daß Sie Menschen und keine Umsatzmaschinen in ihnen sehen.
Beispielsweise könnten Sie einer fähigen Führungskraft einen Urlaub auf Firmenkosten ermöglichen. Sie könnten ihr auch anbieten, den Ehepartner oder die Ehepartnerin auf eine Geschäftsreise mitzunehmen, oder Ihre Ferienwohnung am Pazifik für ein Wochenende zur Verfügung stellen.
Auch durch unerschütterliche Loyalität demonstrieren Sie, wieviel Ihnen Ihre Mitarbeiter bedeuten - sogar wenn dies aus wirtschaftlicher Sicht nicht opportun erscheint. Vor einigen Jahren mußte ein CEO, den ich persönlich kenne, in seinem Unternehmen Personal entlassen. Die vor Ehrgeiz glühenden Juniormanager seines Stabs drängten ihn dazu, sich mehrerer Führungskräfte zu entledigen, die schon 20 Jahre bei ihm arbeiteten. Ihre besten Jahre lagen hinter ihnen, argumentierten die Jungtürken, und das Geld für ihre Gehälter könnte man doch besser verwenden.
Der CEO wußte, daß sie wahrscheinlich sogar recht hatten. Aber er brachte es einfach nicht über sich, Kollegen die Entlassungspapiere in die Hand zu drücken, die ihm so viele Jahre die Treue gehalten hatten. Er behielt sie und hatte bald auch die Krise überstanden, die die Entlassungen notwendig gemacht hatte.
Ich bin überzeugt davon, daß er durch dieses Verhalten in der Achtung seiner Nachwuchsriege gestiegen war, obwohl er ihrem Drängen nicht nachgegeben hatte.
2. Sagen Sie Ihren Leuten klar und deutlich, was Sie von ihnen verlangen.
Ein Führer ist in der Lage, vor seinen Mitstreitern ein grobes Bild der Zukunft zu entwerfen und zu sagen: "Hier werden wir in fünf Jahren stehen."
Ein effektiver Führer geht auch auf die Einzelheiten ein. Schließlich haben es die Mitarbeiter im Alltag meistens mit den Details und nicht mit einer "Vision" zu tun.
So schlug ich vor einigen Jahren in unserer Golfdivision vor, einen relativ unbekannten Golfspieler namens Dave Martz unter Vertrag zu nehmen, und zwar in dem Jahr, in dem Martz kein wichtiges Turnier gewann. Sein Schläge waren sehr weit, aber auch sehr eigenwillig. Trotzdem glaubte ich, daß man ihm bei Firmenausflügen und anderen Anlässen gerne zusehen würde, wie der den Ball schlug.
Dieser Vorschlag stellte nur ein winziges Detail in der Gesamtarbeit unserer Golfdivision dar, aber die Tatsache, daß ich ihn überhaupt vorbrachte, demonstrierte meiner Meinung nach besser als ein Dutzend Vorträge über Visionen, wie sehr mir die Division am Herzen liegt. Genau das will ich zeigen.
3. Machen Sie Ihren Leuten klar, daß sie für das Kämpfen belohnt und für das Nichtkämpfen bestraft werden
Im militärischen Leben bedeutet dies, Ehrungen und Auszeichnungen für außergewöhnliche Dienste zu verleihen.
Im Unternehmensleben bedeutet es, Beförderungen auszusprechen und Anerkennungen in verschiedener Form zu verleihen (oder zu verweigern). Dabei muß das Gefühl vermittelt werden, daß dies nach nachvollziehbaren und gerechten Kriterien geschieht.
Die effektivsten Führungskräfte überraschen ihre Mitarbeiter nur selten mit Beförderungen oder Sanktionsmaßnahmen. Sie erinnern sie ständig daran, was sie von ihnen erwarten und wie gut ihre Leistungen sind. Nichts ist kontraproduktiver und gefühlloser, als einen Mitarbeiter gewähren zu lassen, der glaubt, daß er großartige Arbeit leistet, während Sie ihn insgeheim für einen hoffnungslosen Fall halten.
4. Lernen Sie, wann es Zeit ist anzugreifen
Im Geschäftsleben bedeutet dies, das richtige Timing zu finden: Wann schlagen Sie eine weiche oder harte Linie ein, wann preschen Sie nach vorne oder verhalten sich zurückhaltend, wann widmen Sie einer Angelegenheit Ihre volle Aufmerksamkeit, und wann ist es besser, abzuwarten?
Einen echten Führer erkennt man unzweifelhaft daran, daß er zum richtigen Zeitpunkt "Volle Kraft voraus!" sagt und dafür sorgt, daß sein Befehl auch befolgt wird.
Diese Fähigkeit gehört zu den Eigenschaften, die man bei Nachwuchskräften am einfachsten identifizieren kann. Wenige Dinge wecken meine Aufmerksamkeit so schnell wie ein eindrucksvolles Memo eines Juniormanagers,
Der britische Militärhistoriker John Keegan glaubt, daß den großen Kriegsherren wie Alexander dem Großem und Ulysses S. Grant fünf zentrale Führungsmerkmale gemeinsam sind:
* Sie zeigen ihren Truppen, daß sie eine wichtige Rolle spielen.
* Sie sagen ihren Truppen ganz genau, was sie von ihnen verlangen.
* Sie überzeugen ihre Truppen, daß sie für das Kämpfen belohnt und für das Nichtkämpfen bestraft werden.
* Sie wissen, wann sie angreifen müssen.
* Sie begeben sich in dieselben Gefahren wie ihre Soldaten.
Auch wenn ich Geschäftsleben und Kriegführung nicht gleichsetzen will, kann meiner Meinung nach jeder Manager etwas von Keegan lernen. Die oben genannten fünf Merkmale lassen sich folgendermaßen auf das Geschäftsleben übertragen:
1. Überzeugen Sie Ihre Leute davon, daß sie eine wichtige Rolle spielen
Dies erreichen Sie eher durch Taten als durch Worte. Durch persönliche Gesten beweisen Sie Ihren Mitarbeitern, daß Sie Menschen und keine Umsatzmaschinen in ihnen sehen.
Beispielsweise könnten Sie einer fähigen Führungskraft einen Urlaub auf Firmenkosten ermöglichen. Sie könnten ihr auch anbieten, den Ehepartner oder die Ehepartnerin auf eine Geschäftsreise mitzunehmen, oder Ihre Ferienwohnung am Pazifik für ein Wochenende zur Verfügung stellen.
Auch durch unerschütterliche Loyalität demonstrieren Sie, wieviel Ihnen Ihre Mitarbeiter bedeuten - sogar wenn dies aus wirtschaftlicher Sicht nicht opportun erscheint. Vor einigen Jahren mußte ein CEO, den ich persönlich kenne, in seinem Unternehmen Personal entlassen. Die vor Ehrgeiz glühenden Juniormanager seines Stabs drängten ihn dazu, sich mehrerer Führungskräfte zu entledigen, die schon 20 Jahre bei ihm arbeiteten. Ihre besten Jahre lagen hinter ihnen, argumentierten die Jungtürken, und das Geld für ihre Gehälter könnte man doch besser verwenden.
Der CEO wußte, daß sie wahrscheinlich sogar recht hatten. Aber er brachte es einfach nicht über sich, Kollegen die Entlassungspapiere in die Hand zu drücken, die ihm so viele Jahre die Treue gehalten hatten. Er behielt sie und hatte bald auch die Krise überstanden, die die Entlassungen notwendig gemacht hatte.
Ich bin überzeugt davon, daß er durch dieses Verhalten in der Achtung seiner Nachwuchsriege gestiegen war, obwohl er ihrem Drängen nicht nachgegeben hatte.
2. Sagen Sie Ihren Leuten klar und deutlich, was Sie von ihnen verlangen.
Ein Führer ist in der Lage, vor seinen Mitstreitern ein grobes Bild der Zukunft zu entwerfen und zu sagen: "Hier werden wir in fünf Jahren stehen."
Ein effektiver Führer geht auch auf die Einzelheiten ein. Schließlich haben es die Mitarbeiter im Alltag meistens mit den Details und nicht mit einer "Vision" zu tun.
So schlug ich vor einigen Jahren in unserer Golfdivision vor, einen relativ unbekannten Golfspieler namens Dave Martz unter Vertrag zu nehmen, und zwar in dem Jahr, in dem Martz kein wichtiges Turnier gewann. Sein Schläge waren sehr weit, aber auch sehr eigenwillig. Trotzdem glaubte ich, daß man ihm bei Firmenausflügen und anderen Anlässen gerne zusehen würde, wie der den Ball schlug.
Dieser Vorschlag stellte nur ein winziges Detail in der Gesamtarbeit unserer Golfdivision dar, aber die Tatsache, daß ich ihn überhaupt vorbrachte, demonstrierte meiner Meinung nach besser als ein Dutzend Vorträge über Visionen, wie sehr mir die Division am Herzen liegt. Genau das will ich zeigen.
3. Machen Sie Ihren Leuten klar, daß sie für das Kämpfen belohnt und für das Nichtkämpfen bestraft werden
Im militärischen Leben bedeutet dies, Ehrungen und Auszeichnungen für außergewöhnliche Dienste zu verleihen.
Im Unternehmensleben bedeutet es, Beförderungen auszusprechen und Anerkennungen in verschiedener Form zu verleihen (oder zu verweigern). Dabei muß das Gefühl vermittelt werden, daß dies nach nachvollziehbaren und gerechten Kriterien geschieht.
Die effektivsten Führungskräfte überraschen ihre Mitarbeiter nur selten mit Beförderungen oder Sanktionsmaßnahmen. Sie erinnern sie ständig daran, was sie von ihnen erwarten und wie gut ihre Leistungen sind. Nichts ist kontraproduktiver und gefühlloser, als einen Mitarbeiter gewähren zu lassen, der glaubt, daß er großartige Arbeit leistet, während Sie ihn insgeheim für einen hoffnungslosen Fall halten.
4. Lernen Sie, wann es Zeit ist anzugreifen
Im Geschäftsleben bedeutet dies, das richtige Timing zu finden: Wann schlagen Sie eine weiche oder harte Linie ein, wann preschen Sie nach vorne oder verhalten sich zurückhaltend, wann widmen Sie einer Angelegenheit Ihre volle Aufmerksamkeit, und wann ist es besser, abzuwarten?
Einen echten Führer erkennt man unzweifelhaft daran, daß er zum richtigen Zeitpunkt "Volle Kraft voraus!" sagt und dafür sorgt, daß sein Befehl auch befolgt wird.
Diese Fähigkeit gehört zu den Eigenschaften, die man bei Nachwuchskräften am einfachsten identifizieren kann. Wenige Dinge wecken meine Aufmerksamkeit so schnell wie ein eindrucksvolles Memo eines Juniormanagers,