
Doppische Kommunalhaushalte
richtig gestalten
Haufe-Lexware (Publisher)
1st Edition
Published on 26. March 2009
Book
Paperback/Softback
542 pages
978-3-448-09079-6 (ISBN)
Description
Dieser Titel bietet eine fachkundige und praxisnahe Hilfestellung bei der Einführung von doppischen Haushalten. Der Ratgeber zeigt kommentierte Original-Haushaltspläne und bundesweit anwendbare Anleitungen, die schnell und einfach umgesetzt werden können. In diesem einzigartigen Fachbuch zeigen die Autoren, wie sich doppische Haushalte so gestalten lassen, dass sie für die politisch Verantwortlichen alle wichtigen Informationen enthalten. Dazu stellen Ihnen die Autoren 55 originale doppische Kommunalhaushalte vor - von der Pilotstadt Brühl bis zur Großstadt Frankfurt. Sie zeigen deren Stärken und Schwächen auf und geben konkrete Hinweise, wie die Haushalte weiterentwickelt werden können. Die Autoren präsentieren zudem zwei Musterhaushalte und geben Ihnen wertvolle Tipps zur konkreten Gestaltung der Haushalte.
INHALTE
- Stärken und Schwächen von 55 kommunalen Haushalten
- Wie der Informationsbedarf von Rat bzw. Stadtverordnetenversammlung praxisnah systematisiert werden kann
- Wie Sie Produkte in den verschiedenen Verwaltungsbereichen steuerungsorientiert beschreiben
- Wie Sie das Rechnungswesen effizient gestalten, damit keine unnötige Bürokratie entsteht
AUF DER CD-ROM
- Musterhaushalte für eine Kreisstadt mit 50.000 Einwohnern und eine Großstadt mit 250.000 Einwohnern
- Kommentierungen und Arbeitshilfen
INHALTE
- Stärken und Schwächen von 55 kommunalen Haushalten
- Wie der Informationsbedarf von Rat bzw. Stadtverordnetenversammlung praxisnah systematisiert werden kann
- Wie Sie Produkte in den verschiedenen Verwaltungsbereichen steuerungsorientiert beschreiben
- Wie Sie das Rechnungswesen effizient gestalten, damit keine unnötige Bürokratie entsteht
AUF DER CD-ROM
- Musterhaushalte für eine Kreisstadt mit 50.000 Einwohnern und eine Großstadt mit 250.000 Einwohnern
- Kommentierungen und Arbeitshilfen
More details
Product info
mit 1 CD-ROM
Series
Edition
1. Auflage 2009
Language
German
Place of publication
Planegg
Germany
ISBN-13
978-3-448-09079-6 (9783448090796)
Schweitzer Classification
Persons
Content
GELEITWORT
VORWORT
A KOMMUNALE AUSGANGSSITUATION UND ZIELSETZUNG DES VORLIEGENDEN PRAXISRATGEBERS
B THEORIE UND PRAXIS DER KOMMUNALEN DOPPIK IN DEN EINZELNEN LÄNDERN
- 1 Kommunale Doppik: ein heterogenes Bild
- 2 Untersuchungsmethodik
- 3 Kommunale Doppik in Baden-Württemberg als Neues Kommunales Haushaltsrecht (NKHR)
- 4 Kommunale Doppik in Bayern als Neues Kommunales Finanzwesen (NKFW)
- 5 Kommunale Doppik in Brandenburg
- 6 Kommunale Doppik in Hessen als Neues kommunales Rechnungs- und Steuerungssystem (NKRS)
- 7 Kommunale Doppik in Mecklenburg-Vorpommern als Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
- 8 Kommunale Doppik in Niedersachsen als Neues Kommunales Rechnungswesen (NKR)
- 9 Kommunale Doppik in Nordrhein-Westfalen als neues kommunales Finanzmanagement (NKF)
- 10 Kommunale Doppik in Rheinland-Pfalz
- 11 Kommunale Doppik im Saarland als Neues kommunales Rechnungswesen (NKR)
- 12 Kommunale Doppik in Sachsen als Neues kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
- 13 Kommunale Doppik in Sachsen-Anhalt als Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
- 14 Kommunale Doppik in Schleswig-Holstein als Neues kommunales Rechnungswesen (NKR)
- 15 Theorie zum Neuen Kommunalen Finanzwesen (NKF) in Thüringen
C VERGLEICHENDE ANALYSE DER UNTERSCHIEDLICHEN MODELLE NACH KOMMUNALEN GRÖßENKLASSEN
- 1 Überblick über die analysierten Haushalte
- 2 Strukturen der doppischen Haushalte
- 3 Weitere empirische Ergebnisse
- 4 Vergleich der Städte und Gemeinden bis 10.000 Einwohner
- 5 Vergleich der Städte und Gemeinden bis 25.000 Einwohner
- 6 Vergleich der Städte bis 50.000 Einwohner
- 7 Vergleich der Städte bis 100.000 Einwohner
- 8 Vergleich der Städte bis 200.000 Einwohner
- 9 Vergleich der Städte bis 400.000 Einwohner
- 10 Vergleich der Städte mit über 400.000 Einwohnern
- 11 Vergleich der Kreise bis 150.000 Einwohner
- 12 Vergleich der Kreise mit über 150.000 Einwohnern
D PRAKTISCHE EMPFEHLUNGEN ZUM DOPPISCHEN HAUSHALT
- 1 Grundsätze für die Einstufung als "besonders überzeugend" (Best Practise-Lösungen)
- 2 Falltyp 1: Verwaltungsbereiche mit überschaubaren Input-Output-Verhältnissen
- 3 Falltyp 2: Teilbetrieb Schulen
- 4 Falltyp 3: Teilbetrieb Jugendhilfe
- 5 Falltyp 4: Sonderveranstaltungen
- 6 Praktische Empfehlungen zur Ausgestaltung des doppischen Haushalts
E PRAKTISCHE AUSGESTALTUNG DES DOPPISCHEN HAUSHALTS- UND RECHNUNGSWESENS
- 1 Effizientes Haushalts- und Rechnungswesen als Ziel
- 2 Kommunalverwaltung aus betriebswirtschaftlicher Sicht - ein Grundmodell zur Systematisierung
- 3 Praktische Empfehlungen zum Rechnungswesen für Städte mit etwa 50.000 Einwohnern
- 4 Praktische Empfehlungen zum Rechnungswesen einer Großstadt mit etwa 250.000 Einwohnern
F ERGÄNZENDE HINWEISE ZUR BINNENSTEUERUNG DER KOMMUNALVERWALTUNG IN DER PRAXIS
- 1 Übertragbarkeit und Deckungsfähigkeit
- 2 Grundsätze eines angemessenen Verwaltungscontrollings
- 3 Nutzung des doppischen Instrumentariums für Zwecke der Haushaltskonsolidierung
LITERATURVERZEICHNIS
STICHWORTVERZEICHNIS
VORWORT
A KOMMUNALE AUSGANGSSITUATION UND ZIELSETZUNG DES VORLIEGENDEN PRAXISRATGEBERS
B THEORIE UND PRAXIS DER KOMMUNALEN DOPPIK IN DEN EINZELNEN LÄNDERN
- 1 Kommunale Doppik: ein heterogenes Bild
- 2 Untersuchungsmethodik
- 3 Kommunale Doppik in Baden-Württemberg als Neues Kommunales Haushaltsrecht (NKHR)
- 4 Kommunale Doppik in Bayern als Neues Kommunales Finanzwesen (NKFW)
- 5 Kommunale Doppik in Brandenburg
- 6 Kommunale Doppik in Hessen als Neues kommunales Rechnungs- und Steuerungssystem (NKRS)
- 7 Kommunale Doppik in Mecklenburg-Vorpommern als Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
- 8 Kommunale Doppik in Niedersachsen als Neues Kommunales Rechnungswesen (NKR)
- 9 Kommunale Doppik in Nordrhein-Westfalen als neues kommunales Finanzmanagement (NKF)
- 10 Kommunale Doppik in Rheinland-Pfalz
- 11 Kommunale Doppik im Saarland als Neues kommunales Rechnungswesen (NKR)
- 12 Kommunale Doppik in Sachsen als Neues kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
- 13 Kommunale Doppik in Sachsen-Anhalt als Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR)
- 14 Kommunale Doppik in Schleswig-Holstein als Neues kommunales Rechnungswesen (NKR)
- 15 Theorie zum Neuen Kommunalen Finanzwesen (NKF) in Thüringen
C VERGLEICHENDE ANALYSE DER UNTERSCHIEDLICHEN MODELLE NACH KOMMUNALEN GRÖßENKLASSEN
- 1 Überblick über die analysierten Haushalte
- 2 Strukturen der doppischen Haushalte
- 3 Weitere empirische Ergebnisse
- 4 Vergleich der Städte und Gemeinden bis 10.000 Einwohner
- 5 Vergleich der Städte und Gemeinden bis 25.000 Einwohner
- 6 Vergleich der Städte bis 50.000 Einwohner
- 7 Vergleich der Städte bis 100.000 Einwohner
- 8 Vergleich der Städte bis 200.000 Einwohner
- 9 Vergleich der Städte bis 400.000 Einwohner
- 10 Vergleich der Städte mit über 400.000 Einwohnern
- 11 Vergleich der Kreise bis 150.000 Einwohner
- 12 Vergleich der Kreise mit über 150.000 Einwohnern
D PRAKTISCHE EMPFEHLUNGEN ZUM DOPPISCHEN HAUSHALT
- 1 Grundsätze für die Einstufung als "besonders überzeugend" (Best Practise-Lösungen)
- 2 Falltyp 1: Verwaltungsbereiche mit überschaubaren Input-Output-Verhältnissen
- 3 Falltyp 2: Teilbetrieb Schulen
- 4 Falltyp 3: Teilbetrieb Jugendhilfe
- 5 Falltyp 4: Sonderveranstaltungen
- 6 Praktische Empfehlungen zur Ausgestaltung des doppischen Haushalts
E PRAKTISCHE AUSGESTALTUNG DES DOPPISCHEN HAUSHALTS- UND RECHNUNGSWESENS
- 1 Effizientes Haushalts- und Rechnungswesen als Ziel
- 2 Kommunalverwaltung aus betriebswirtschaftlicher Sicht - ein Grundmodell zur Systematisierung
- 3 Praktische Empfehlungen zum Rechnungswesen für Städte mit etwa 50.000 Einwohnern
- 4 Praktische Empfehlungen zum Rechnungswesen einer Großstadt mit etwa 250.000 Einwohnern
F ERGÄNZENDE HINWEISE ZUR BINNENSTEUERUNG DER KOMMUNALVERWALTUNG IN DER PRAXIS
- 1 Übertragbarkeit und Deckungsfähigkeit
- 2 Grundsätze eines angemessenen Verwaltungscontrollings
- 3 Nutzung des doppischen Instrumentariums für Zwecke der Haushaltskonsolidierung
LITERATURVERZEICHNIS
STICHWORTVERZEICHNIS
AUF EINEN BLICK
Mit dem neuen Haushaltsrecht soll - nach dem erklärten Willen der Innenministerkonferenz - ein Anstoß zur Verwaltungsreform (Neues Steuerungsmodell) gegeben werden mit dem Ziel, dass Verwaltung und Politik die tatsächlich steuerungsrelevanten Informationen zur Verfügung stehen: In den Produktbeschreibungen der doppischen Haushalte sollen Ziele, Fallzahlen und andere geeignete Kennziffern enthalten sein. Doch die Vorgaben der Landesprojekte geben den Kommunen leider nur wenig Hinweise, wie eine Kommune einer bestimmten Größenordnung das neue System konkret ausgestalten sollte, damit sie tatsächlich einen Nutzen im Sinne einer besseren Verwaltungssteuerung erreichen könnte.
An dieser Stelle setzt das vorliegende Buch an. Auf Basis einer empirischen Analyse der bislang vorliegenden doppischen Haushalte werden konkrete Hinweise zur sachgerechten Gestaltung der doppischen Haushalte erarbeitet.
KOMMUNALE DOPPIK ALS VERWALTUNGSREFORM
Derzeit laufen in vielen Kommunen die umfangreichsten Reorganisationsprozesse seit vielen Jahren unter den Begriffen "NKF", "NKH", "NKR", "NKHR", "NKRS" oder einfach "kommunale Doppik". Unabhängig von den landesspezifischen Bezeichnungen des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens soll mit der kommunalen Doppik eigentlich keine neue Bürokratie geschaffen werden, sondern ein Anstoß zur Professionalisierung der kommunalen Verwaltung gegeben werden. Bereits die Innenministerkonferenz hatte in ihren Beschlüssen vom 21.11.2003 festgelegt, dass die kommunale Doppik als Anstoß zur Verwaltungsreform im Sinne des Neuen Steuerungsmodells wirken sollte. Durch die Reform des Gemeindehaushaltsrechts soll das kommunale Haushalts- und Rechnungswesen von der bisher zahlungsorientierten Darstellungsform der herkömmlichen Kameralistik auf eine ressourcenorientierte Darstellung umgestellt werden. Zugleich sollen die Kommunalverwaltungen nicht nur durch Ausgabeermächtigungen (Inputsteuerung), sondern (auch) durch die Vorgabe von Zielen für die kommunalen Leistungen (Output- bzw. Outcomesteuerung) gesteuert werden. Die Zielerreichung soll in diesem Modell mit Hilfe eines unterjährigen
Controllings durch geeignete Kennzahlen unterstützt werden.
DEFIZITE IN DEN FACHLICHEN VORGABEN
Das neue Steuerungsmodell, welches im deutschsprachigen Ausland mit dem Begriff "Wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung"" bezeichnet wird, beinhaltet ein umfangreiches Instrumentarium, dass in den vergangenen 30 Jahren entwickelt wurde - das aber bislang in Deutschland nur bruchstückhaft bzw. auf freiwilliger Basis und mit insgesamt wenig Überzeugungskraft umgesetzt wurde. Die Ergebnisse dieser freiwilligen Bewegung haben die meisten Kommunen nur relativ selten überzeugt: Unter anderem entstanden teilweise extrem differenzierte, wenig entscheidungsorientierte Kostenrechnungen. Manche Kostenrechnungen wurden nicht fertig entwickelt oder die Ist-Rechnungen konnten erst Jahre später vorgelegt werden. Diese Feststellungen deuten daraufhin, dass häufig kein ausreichend fundiertes betriebswirtschaftliches Gesamtkonzept vorlag oder/und dass seine Umsetzung wegen des fehlenden gesetzlichen Rahmens nicht gelang.
Im Rahmen der bundesweiten Einführung der kommunalen Doppik existieren demgegenüber mittlerweile zwar in fast jedem Land ein rechtlicher Rahmen und ergänzende Hinweise der jeweiligen Landesprojekte (z. B. Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen wie Softwareauswahl, Rechnungswesenorganisation). Im Hinblick auf eine angemessene Steuerungsorientierung werden die Kommunen jedoch unseres Erachtens leider ziemlich allein gelassen. Die Beschlüsse der Innenministerkonferenz sowie die Vorgaben der Landesprojekte geben den Kommunen leider nur wenig konkrete Hinweise, wie eine Kommune einer bestimmten Größenordnung das neue System konkret ausgestalten sollte, damit sie tatsächlich einen Nutzen im Sinne einer besseren Verwaltungssteuerung erreichen könnte. Durch das weitgehend isolierte Nebeneinander der 13 Land
Mit dem neuen Haushaltsrecht soll - nach dem erklärten Willen der Innenministerkonferenz - ein Anstoß zur Verwaltungsreform (Neues Steuerungsmodell) gegeben werden mit dem Ziel, dass Verwaltung und Politik die tatsächlich steuerungsrelevanten Informationen zur Verfügung stehen: In den Produktbeschreibungen der doppischen Haushalte sollen Ziele, Fallzahlen und andere geeignete Kennziffern enthalten sein. Doch die Vorgaben der Landesprojekte geben den Kommunen leider nur wenig Hinweise, wie eine Kommune einer bestimmten Größenordnung das neue System konkret ausgestalten sollte, damit sie tatsächlich einen Nutzen im Sinne einer besseren Verwaltungssteuerung erreichen könnte.
An dieser Stelle setzt das vorliegende Buch an. Auf Basis einer empirischen Analyse der bislang vorliegenden doppischen Haushalte werden konkrete Hinweise zur sachgerechten Gestaltung der doppischen Haushalte erarbeitet.
KOMMUNALE DOPPIK ALS VERWALTUNGSREFORM
Derzeit laufen in vielen Kommunen die umfangreichsten Reorganisationsprozesse seit vielen Jahren unter den Begriffen "NKF", "NKH", "NKR", "NKHR", "NKRS" oder einfach "kommunale Doppik". Unabhängig von den landesspezifischen Bezeichnungen des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens soll mit der kommunalen Doppik eigentlich keine neue Bürokratie geschaffen werden, sondern ein Anstoß zur Professionalisierung der kommunalen Verwaltung gegeben werden. Bereits die Innenministerkonferenz hatte in ihren Beschlüssen vom 21.11.2003 festgelegt, dass die kommunale Doppik als Anstoß zur Verwaltungsreform im Sinne des Neuen Steuerungsmodells wirken sollte. Durch die Reform des Gemeindehaushaltsrechts soll das kommunale Haushalts- und Rechnungswesen von der bisher zahlungsorientierten Darstellungsform der herkömmlichen Kameralistik auf eine ressourcenorientierte Darstellung umgestellt werden. Zugleich sollen die Kommunalverwaltungen nicht nur durch Ausgabeermächtigungen (Inputsteuerung), sondern (auch) durch die Vorgabe von Zielen für die kommunalen Leistungen (Output- bzw. Outcomesteuerung) gesteuert werden. Die Zielerreichung soll in diesem Modell mit Hilfe eines unterjährigen
Controllings durch geeignete Kennzahlen unterstützt werden.
DEFIZITE IN DEN FACHLICHEN VORGABEN
Das neue Steuerungsmodell, welches im deutschsprachigen Ausland mit dem Begriff "Wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung"" bezeichnet wird, beinhaltet ein umfangreiches Instrumentarium, dass in den vergangenen 30 Jahren entwickelt wurde - das aber bislang in Deutschland nur bruchstückhaft bzw. auf freiwilliger Basis und mit insgesamt wenig Überzeugungskraft umgesetzt wurde. Die Ergebnisse dieser freiwilligen Bewegung haben die meisten Kommunen nur relativ selten überzeugt: Unter anderem entstanden teilweise extrem differenzierte, wenig entscheidungsorientierte Kostenrechnungen. Manche Kostenrechnungen wurden nicht fertig entwickelt oder die Ist-Rechnungen konnten erst Jahre später vorgelegt werden. Diese Feststellungen deuten daraufhin, dass häufig kein ausreichend fundiertes betriebswirtschaftliches Gesamtkonzept vorlag oder/und dass seine Umsetzung wegen des fehlenden gesetzlichen Rahmens nicht gelang.
Im Rahmen der bundesweiten Einführung der kommunalen Doppik existieren demgegenüber mittlerweile zwar in fast jedem Land ein rechtlicher Rahmen und ergänzende Hinweise der jeweiligen Landesprojekte (z. B. Handlungsempfehlungen zu ausgewählten Themenbereichen wie Softwareauswahl, Rechnungswesenorganisation). Im Hinblick auf eine angemessene Steuerungsorientierung werden die Kommunen jedoch unseres Erachtens leider ziemlich allein gelassen. Die Beschlüsse der Innenministerkonferenz sowie die Vorgaben der Landesprojekte geben den Kommunen leider nur wenig konkrete Hinweise, wie eine Kommune einer bestimmten Größenordnung das neue System konkret ausgestalten sollte, damit sie tatsächlich einen Nutzen im Sinne einer besseren Verwaltungssteuerung erreichen könnte. Durch das weitgehend isolierte Nebeneinander der 13 Land