
Banken-Bailouts
Scheitern oder Erfolg? Neue Lösungen durch systemisches Management von Komplexität
Olivia Malik(Author)
Campus (Publisher)
1st Edition
Published on 9. July 2012
Book
Paperback/Softback
225 pages
978-3-593-39700-9 (ISBN)
Description
Schulden, massenpsychologische Dynamik und die Nullzinspolitik der Zentralbanken sind Ursachen der Immobilien- und Finanzkrise von 2007. Als Folge wurden Rettungspakete (»Bailouts«) geschnürt, um Stabilität zu gewährleisten und das Finanzsystem vor Zerrüttung zu bewahren. Die Analyse der Rettungspakete zeigt jedoch, dass bereits die Zielsetzung erhebliche Mängel aufweist und die eingesetzten Maßnahmen nicht helfen konnten. Olivia Malik beschreibt, wie man effektivere Maßnahmen hätte formulieren können und was man daraus für die Zukunft lernen kann.

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More details
Product info
KART
Series
Edition
1. Auflage 2012
Language
German
Place of publication
Frankfurt am Main
Germany
Dimensions
Height: 213 mm
Width: 140 mm
Thickness: 15 mm
Weight
297 gr
ISBN-13
978-3-593-39700-9 (9783593397009)
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Olivia Malik
Banken-Bailouts
Scheitern oder Erfolg? Neue Lösungen durch systemisches Management von Komplexität
E-Book
07/2012
1st Edition
Campus
€49.99
Available for download
Person
Dr. Olivia Malik ist studierte Juristin mit Abschluss an der Universität Zürich. Danach promovierte sie im Fachbereich Wirtschaftspsychologie. Unter Anwendung von interdisziplinären, systemkybernetischen Methoden entwickelte sie innovative Lösungen für die Entfaltung und Effektivität von Gesetzen in den ökonomischen Dynamiken vernetzter globaler Systeme.
Sie ist Verwaltungsratsmitglied der Malik Management Academy, einer Tochtergesellschaft von Malik Management, dem weltweit führenden Unternehmen für ganzheitliche Managementsysteme. Olivia Malik lebt in Zürich.
Sie ist Verwaltungsratsmitglied der Malik Management Academy, einer Tochtergesellschaft von Malik Management, dem weltweit führenden Unternehmen für ganzheitliche Managementsysteme. Olivia Malik lebt in Zürich.
Content
Inhalt
Geleitwort zur editionMALIK 9
Vorwort von Prof. Dr. Linda Pelzmann 11
1. Einleitung, Relevanz und Thesen 13
1.1Relevanz des Themas und Problemstellung 14
1.2Zusammenfassende Thesen 15
2.Gründe für die Bankenkrise 18
2.1 Chronologie der Krise 18
2.2 Ursachen der Krise 24
2.3 Systemrelevanz - "Too big to fail" 35
3.Die Bankenrettungspakete 38
3.1Deutschland 38
3.2Österreich 39
3.3Schweiz - der Fall UBS 41
3.4USA 65
3.5Zwecke und Ziele der Rettungspakete 80
4.Das Sensitivitätsmodell nach Professor Vester 86
4.1Vernetzt denken 87
4.2Zusammenfassender Überblick 88
4.3Die Arbeitsschritte des Sensitivitätsmodells 90
5.Anwendung des Sensitivitätsmodells auf den EESA 2008 108
5.1Systemaufbau und Interpretation des Modells "Bankenrettung" 109
5.2Teilszenarien 135
5.3 Zwei Systembewertungen 152
5.4Feedback und Zielerreichung durch die Bankenrettungspakete 155
6.Gesetzesevaluation 163
6.1Bisherige Bestrebungen auf dem Gebiet der Gesetzesevaluation 163
6.2Das Sensitivitätsmodell als Evaluationsinstrument 166
7.Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für die Praxis 169
7.1Ergebnisse, Resultate und Schlussfolgerungen 169
7.2Handlungsempfehlungen für die Praxis 171
Anhang A: Transkription des Interviews mit Dr. Peter Kurer vom 26. Januar 2011 174
Anhang B: Erklärung der Einflussmatrix 179
Anhang C: Interpretation der Rollenverteilung aller Variablen 185
Quellen 191
Literatur 191
Internet 196
Rechtsquellen und Rechtsprechung 202
Abkürzungsverzeichnis 204
Anmerkungen 207
Register 222
Geleitwort zur editionMALIK 9
Vorwort von Prof. Dr. Linda Pelzmann 11
1. Einleitung, Relevanz und Thesen 13
1.1Relevanz des Themas und Problemstellung 14
1.2Zusammenfassende Thesen 15
2.Gründe für die Bankenkrise 18
2.1 Chronologie der Krise 18
2.2 Ursachen der Krise 24
2.3 Systemrelevanz - "Too big to fail" 35
3.Die Bankenrettungspakete 38
3.1Deutschland 38
3.2Österreich 39
3.3Schweiz - der Fall UBS 41
3.4USA 65
3.5Zwecke und Ziele der Rettungspakete 80
4.Das Sensitivitätsmodell nach Professor Vester 86
4.1Vernetzt denken 87
4.2Zusammenfassender Überblick 88
4.3Die Arbeitsschritte des Sensitivitätsmodells 90
5.Anwendung des Sensitivitätsmodells auf den EESA 2008 108
5.1Systemaufbau und Interpretation des Modells "Bankenrettung" 109
5.2Teilszenarien 135
5.3 Zwei Systembewertungen 152
5.4Feedback und Zielerreichung durch die Bankenrettungspakete 155
6.Gesetzesevaluation 163
6.1Bisherige Bestrebungen auf dem Gebiet der Gesetzesevaluation 163
6.2Das Sensitivitätsmodell als Evaluationsinstrument 166
7.Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für die Praxis 169
7.1Ergebnisse, Resultate und Schlussfolgerungen 169
7.2Handlungsempfehlungen für die Praxis 171
Anhang A: Transkription des Interviews mit Dr. Peter Kurer vom 26. Januar 2011 174
Anhang B: Erklärung der Einflussmatrix 179
Anhang C: Interpretation der Rollenverteilung aller Variablen 185
Quellen 191
Literatur 191
Internet 196
Rechtsquellen und Rechtsprechung 202
Abkürzungsverzeichnis 204
Anmerkungen 207
Register 222
1. Einleitung, Relevanz und Thesen
Die Bilder leerstehender Häuser mit einem "for sale"-Schild und die der Angestellten von Lehman Brothers, die nach dem Konkurs mit gepackten Kartons das Gebäude verließen, werden wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Immobilien- und Finanzkrise erschütterte 2007 die Welt und hält sie bis heute in Atem. Einige wenige Stimmen hatten vor einer Krise, vor einem Platzen der Immobilienblase gewarnt. Diese Stimmen aber versiegten im Getöse um mögliche Traumrenditen und -gewinne.
Als die Blase schließlich platzte und die Folgen sichtbar wurden, hörte man von den Betroffenen, die Krise sei angeblich nicht absehbar gewesen, sei zu schnell gekommen. Sie prallte mit zu großer Wucht auf, als dass man sie noch hätte aufhalten können. Nicht nur einflussreichste Bankenmanager, sondern auch Selbstständige und Kleinunternehmer waren betroffen; viele verloren durch die Krise alles. In den USA wurden ganze Viertel zu Geistervierteln. Die Menschen standen vor ihren Banken stundenlang Schlange, um ihr Geld zu retten. Ein Ereignis jagte das andere. Selbst die gesündesten Finanzplätze der Welt, die solidesten Institutionen, auf die man immer vertraut hatte, wie die Schweiz und ihre UBS, kamen ins Wanken, mussten sich nach jahrelangen Höhenflügen geschlagen geben und einräumen, dass sie sich von der Jagd nach Renditen hatten mitreißen lassen. Es folgten Abschreibungen in Milliardenhöhe.
Doch am schlimmsten traf es die USA, das Ursprungsland der Immobilienkrise. Hier kämpfte ein Finanzgigant nach dem anderen ums Überleben, bis schließlich Lehman Brothers unterging. Der Fall dieses Traditionshauses versetzte das ganze Finanzsystem in eine Art Schockzustand.
Regierungen versuchten, wieder die Oberhand zu gewinnen bzw. sich die Kontrolle zurückzuerobern. Aus Angst, das Finanzsystem könnte kollabieren, wurde nicht lange überlegt, sondern gehandelt. In den verschiedensten Ländern der Welt wurden Rettungsmaßnahmen verabschiedet, um das Finanzsystem vor dem Kollaps zu bewahren, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Seitdem wurden nach allen Regeln der Kunst laufend weitere Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Indes - nichts scheint wirklich zu helfen, und Verzweiflung macht sich breit.
1.1 Relevanz des Themas und Problemstellung
Aufgrund des enormen Einflusses der Krise auf alle Lebensbereiche erstaunt es nicht, dass die Krise und ihre Folgen zum vermutlich meistbeschriebenen Thema der vergangenen Jahre wurde. Eine ganze Flut an Büchern, Medienberichten und Artikeln wurde zum Thema veröffentlicht; von allen Seiten wurde die Krise beleuchtet, jedoch stets hauptsächlich aus der Optik einer wissenschaftlichen Disziplin. Die meisten Analysen und Vorschläge, wie Ähnliches in Zukunft zu vermeiden sei, entbehren einer integrierten Betrachtungsweise.
Die Systemtheorie mit ihren Denkansätzen und Methoden bietet hier die Plattform, um eine Wiederholung des Geschehenen vermeiden zu können. Sie vereint die verschiedenen Disziplinen wie Rechtswissenschaft, Ökonomie und Psychologie und führt ihre Betrachtungsweisen zusammen. Als eines der Kerngebiete der Systemtheorie dient die Kybernetik als Wissenschaft des Regulierens1 dazu, die Kräfte hinter der gesamten Krise und ihren Folgen besser verstehen zu können, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.
Beim Erlass von Bankenrettungspaketen sah man sich mit einer extremen Vernetzung sowohl des Finanzsystems als auch anderer Lebensbereiche konfrontiert. Mit herkömmlichen Methoden ist es unmöglich, einen so hohen Vernetzungsgrad erfassen, geschweige denn beherrschen zu können. Dafür bedarf es anderer Methoden und Instrumente, die der Kybernetik entstammen. Ein solches Instrument ist das Sensitivitätsmodell nach Professor Vester: Es ist ein kybernetisches Planungs- und Managementtool, das es ermöglicht, komplexe Probleme zu lösen und ihre Vernetzung zu visualisieren.
In dieser Arbeit soll ein Sensit
Die Bilder leerstehender Häuser mit einem "for sale"-Schild und die der Angestellten von Lehman Brothers, die nach dem Konkurs mit gepackten Kartons das Gebäude verließen, werden wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Immobilien- und Finanzkrise erschütterte 2007 die Welt und hält sie bis heute in Atem. Einige wenige Stimmen hatten vor einer Krise, vor einem Platzen der Immobilienblase gewarnt. Diese Stimmen aber versiegten im Getöse um mögliche Traumrenditen und -gewinne.
Als die Blase schließlich platzte und die Folgen sichtbar wurden, hörte man von den Betroffenen, die Krise sei angeblich nicht absehbar gewesen, sei zu schnell gekommen. Sie prallte mit zu großer Wucht auf, als dass man sie noch hätte aufhalten können. Nicht nur einflussreichste Bankenmanager, sondern auch Selbstständige und Kleinunternehmer waren betroffen; viele verloren durch die Krise alles. In den USA wurden ganze Viertel zu Geistervierteln. Die Menschen standen vor ihren Banken stundenlang Schlange, um ihr Geld zu retten. Ein Ereignis jagte das andere. Selbst die gesündesten Finanzplätze der Welt, die solidesten Institutionen, auf die man immer vertraut hatte, wie die Schweiz und ihre UBS, kamen ins Wanken, mussten sich nach jahrelangen Höhenflügen geschlagen geben und einräumen, dass sie sich von der Jagd nach Renditen hatten mitreißen lassen. Es folgten Abschreibungen in Milliardenhöhe.
Doch am schlimmsten traf es die USA, das Ursprungsland der Immobilienkrise. Hier kämpfte ein Finanzgigant nach dem anderen ums Überleben, bis schließlich Lehman Brothers unterging. Der Fall dieses Traditionshauses versetzte das ganze Finanzsystem in eine Art Schockzustand.
Regierungen versuchten, wieder die Oberhand zu gewinnen bzw. sich die Kontrolle zurückzuerobern. Aus Angst, das Finanzsystem könnte kollabieren, wurde nicht lange überlegt, sondern gehandelt. In den verschiedensten Ländern der Welt wurden Rettungsmaßnahmen verabschiedet, um das Finanzsystem vor dem Kollaps zu bewahren, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Seitdem wurden nach allen Regeln der Kunst laufend weitere Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Indes - nichts scheint wirklich zu helfen, und Verzweiflung macht sich breit.
1.1 Relevanz des Themas und Problemstellung
Aufgrund des enormen Einflusses der Krise auf alle Lebensbereiche erstaunt es nicht, dass die Krise und ihre Folgen zum vermutlich meistbeschriebenen Thema der vergangenen Jahre wurde. Eine ganze Flut an Büchern, Medienberichten und Artikeln wurde zum Thema veröffentlicht; von allen Seiten wurde die Krise beleuchtet, jedoch stets hauptsächlich aus der Optik einer wissenschaftlichen Disziplin. Die meisten Analysen und Vorschläge, wie Ähnliches in Zukunft zu vermeiden sei, entbehren einer integrierten Betrachtungsweise.
Die Systemtheorie mit ihren Denkansätzen und Methoden bietet hier die Plattform, um eine Wiederholung des Geschehenen vermeiden zu können. Sie vereint die verschiedenen Disziplinen wie Rechtswissenschaft, Ökonomie und Psychologie und führt ihre Betrachtungsweisen zusammen. Als eines der Kerngebiete der Systemtheorie dient die Kybernetik als Wissenschaft des Regulierens1 dazu, die Kräfte hinter der gesamten Krise und ihren Folgen besser verstehen zu können, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.
Beim Erlass von Bankenrettungspaketen sah man sich mit einer extremen Vernetzung sowohl des Finanzsystems als auch anderer Lebensbereiche konfrontiert. Mit herkömmlichen Methoden ist es unmöglich, einen so hohen Vernetzungsgrad erfassen, geschweige denn beherrschen zu können. Dafür bedarf es anderer Methoden und Instrumente, die der Kybernetik entstammen. Ein solches Instrument ist das Sensitivitätsmodell nach Professor Vester: Es ist ein kybernetisches Planungs- und Managementtool, das es ermöglicht, komplexe Probleme zu lösen und ihre Vernetzung zu visualisieren.
In dieser Arbeit soll ein Sensit