
Gedichte
Eine Auswahl
Li Li Tai-bo(Author)
Günther Debon(Editor)
Reclam (Publisher)
Published on 1. October 2009
Book
Paperback/Softback
144 pages
978-3-15-018675-6 (ISBN)
Description
Li Tai-bo (heutige Umschrift: Li Tai Bai oder nur Li Bai), der von 701 bis 762 lebte, ist der berühmteste chinesische Dichter der Tang-Zeit. Die Themen seiner Gedichte sind die Freundschaft, die Frauen, der Wein und der Mond, die Schönheit der Natur, aber auch die Auseinandersetzung mit Krieg und Korruption. Um sein Leben ranken sich viele Legenden, ebenso um seinen Tod: Er soll ertrunken sein, als er im Rausch versuchte, das Spiegelbild des Mondes im Wasser zu umarmen.
Zum Buchmessenschwerpunkt China wird die vielgelobte Auswahlausgabe von Günther Debon in der Universal-Bibliothek neu aufgelegt.
Zum Buchmessenschwerpunkt China wird die vielgelobte Auswahlausgabe von Günther Debon in der Universal-Bibliothek neu aufgelegt.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Germany
Product notice
Paper over boards
Dimensions
Height: 14.8 cm
Width: 9.6 cm
ISBN-13
978-3-15-018675-6 (9783150186756)
Schweitzer Classification
Persons
Content
VOR UNS EIN BECHER WEIN
Von Osten streift ein Frühlingswind
uns wie im Vorübergehen,
Daß im Pokal, auf dem grünen Wein,
winzige Wellen entstehen.
Da sind die Blüten, von Wirbelgewalt
entführt, zu Boden gegangen.
Mein schönes Mädchen ist trunken bald
mit ihren geröteten Wangen.
Am blauen Gaden der Pfirsichbaum,
weißt du, wie lange der blüht?
Ein zitterndes Leuchten ist es, ein Traum,
er täuscht uns nur und entflieht.
Komm, auf zum Tanz!
Die Sonne verglüht!
Wer nie voll drängenden Lebens war
und toll war in jungen Tagen,
Der wird vergebens, wenn erst das Haar
weiß ist, seufzen und klagen.
Von Osten streift ein Frühlingswind
uns wie im Vorübergehen,
Daß im Pokal, auf dem grünen Wein,
winzige Wellen entstehen.
Da sind die Blüten, von Wirbelgewalt
entführt, zu Boden gegangen.
Mein schönes Mädchen ist trunken bald
mit ihren geröteten Wangen.
Am blauen Gaden der Pfirsichbaum,
weißt du, wie lange der blüht?
Ein zitterndes Leuchten ist es, ein Traum,
er täuscht uns nur und entflieht.
Komm, auf zum Tanz!
Die Sonne verglüht!
Wer nie voll drängenden Lebens war
und toll war in jungen Tagen,
Der wird vergebens, wenn erst das Haar
weiß ist, seufzen und klagen.