
Schnablgwax
Bairisches Verskabarett. Oberbairisch / Hochdeutsch
Anton G. Leitner(Author)
Leitner Weßling (Publisher)
1st Edition
Published on 31. May 2016
Book
Hardback
184 pages
978-3-929433-27-2 (ISBN)
Description
Anton G. Leitner dichtete über drei Jahrzehnte lang ausschließlich auf Hochdeutsch. Seit 2013 schreibt er auch so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, nämlich auf Bairisch. »Schnablgwax« ist sein erstes großes Mundartprojekt.
Die Gedichtgeschichten von Anton G. Leitner reichen ins Kabarettistische und erzählen vom ganz alltäglichen Wahnsinn im weiß-blauen Freistaat. Sie knüpfen an das »Kraftbayrisch« des Poesie-Urgesteins Georg Queri (1879-1919) an, der im Starnberger Fünf-Seen-Land zu Hause war. Nicht nur ihre gemeinsame Heimat verbindet diese zwei Dichter. Beide nehmen kein Blatt vor den Mund und auch Leitners Verse entspringen dem prallen Leben: Ob handfeste Erotik, hinterfotzige Politik oder Schickeriagesellschaft - alles wird entblättert, die geschönten Fassaden bröckeln. Es ist zum Lachen und zum Weinen.
Für alle Nicht-Bayern hat der Münchner Turmschreiber die hochdeutschen Versionen neben seine bairischen Gedicht-Originale gestellt.
»Leitner verwendet nicht bloß Dialektwörter wie viele andere, sondern nimmt in seine Mundartgedichte auch den spezifischen Sprech- und Denk-Duktus mit hinein, den wir im Bairischen haben.« Alexander Altmann, Literaturkritiker
Die Gedichtgeschichten von Anton G. Leitner reichen ins Kabarettistische und erzählen vom ganz alltäglichen Wahnsinn im weiß-blauen Freistaat. Sie knüpfen an das »Kraftbayrisch« des Poesie-Urgesteins Georg Queri (1879-1919) an, der im Starnberger Fünf-Seen-Land zu Hause war. Nicht nur ihre gemeinsame Heimat verbindet diese zwei Dichter. Beide nehmen kein Blatt vor den Mund und auch Leitners Verse entspringen dem prallen Leben: Ob handfeste Erotik, hinterfotzige Politik oder Schickeriagesellschaft - alles wird entblättert, die geschönten Fassaden bröckeln. Es ist zum Lachen und zum Weinen.
Für alle Nicht-Bayern hat der Münchner Turmschreiber die hochdeutschen Versionen neben seine bairischen Gedicht-Originale gestellt.
»Leitner verwendet nicht bloß Dialektwörter wie viele andere, sondern nimmt in seine Mundartgedichte auch den spezifischen Sprech- und Denk-Duktus mit hinein, den wir im Bairischen haben.« Alexander Altmann, Literaturkritiker
More details
Series
Language
German
Place of publication
Weßling
Germany
Product notice
With dust jacket
With ribbon marker(s)
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 12.5 cm
ISBN-13
978-3-929433-27-2 (9783929433272)
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E-Book
05/2016
1st Edition
Leitner Weßling
€9.99
Available for download
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Author
Anton G. Leitner wurde 1961 in München geboren und lebt seit über fünfzig Jahren in Weßling im Landkreis Starnberg. Nach dem Jurastudium und Rechtsreferendariat entschloss er sich, die Poesie und deren Vermittlung in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen. In seinem Verlag gibt er seit 1993 die buchstarke Jahresschrift DAS GEDICHT heraus, seit 2014 auch ihre internationale Tochterausgabe in englischer Sprache.
Bislang verfasste und publizierte er elf lyrische Einzeltitel, u. a. »Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 1980-2005« in der edition lichtung (Neuausgabe 2016 als E-Book). Seine Sammlung »Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte« (Daedalus Verlag, 2011) schlug in Bayern hohe Wellen, nachdem sie ein ehemaliger Kunstminister skandalisiert hatte.
Leitner edierte außerdem vierzig Anthologien, insbesondere für dtv und Reclam. Mit seiner Sammlung »Ois is easy. Gedichte aus Bayern« (Sankt Michaelsbund, 2010) kartografierte er den Freistaat lyrisch.
Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem »V. O. Stomps-Preis« der Stadt Mainz und dem Kulturpreis »AusLese« der Stiftung Lesen. Zuletzt erhielt er den »Bayerischen Poetentaler 2015«. Er ist Mitglied der »Münchner Turmschreiber« und der »Valentin-Karlstadt-Gesellschaft«.
www.AntonLeitner.de
ISNI: 0000 0003 7435 1789 GND: 11581258X
ISNI: 0000 0003 7435 1789 GND: 11581258X
Content
Imma wenna Fuassboi schaugd
Brauchda need schwoassln,
Dann langd eam sei bessare
Häifdn, de hellare Blonde,
De Hoibe. Ab und zua
Schreida »Toooaa!« oda »Gruzinesn,
Oida Loamsiada, greislicha!«
Sei Oide flaggd dawei alloa
Im Bedd und dramd scho vo
Am andan Mo, dea se need
Zuasaufd beim Boidreedn.
Immer wenn er Fußball schaut
Braucht er nicht zu schwitzen,
Dann reicht ihm seine bessere
Häl!e, die hellere Blonde,
Die Halbe. Ab und zu
Schreit er »Tooor!« oder »Verdammt,
Du alte, angeranzte Trantüte!«
Seine Ehefrau wälzt sich inzwischen
Allein im Bett und träumt schon
Von einem Anderen, der sich nicht
Volllaufen lässt beim Balltreten.
Brauchda need schwoassln,
Dann langd eam sei bessare
Häifdn, de hellare Blonde,
De Hoibe. Ab und zua
Schreida »Toooaa!« oda »Gruzinesn,
Oida Loamsiada, greislicha!«
Sei Oide flaggd dawei alloa
Im Bedd und dramd scho vo
Am andan Mo, dea se need
Zuasaufd beim Boidreedn.
Immer wenn er Fußball schaut
Braucht er nicht zu schwitzen,
Dann reicht ihm seine bessere
Häl!e, die hellere Blonde,
Die Halbe. Ab und zu
Schreit er »Tooor!« oder »Verdammt,
Du alte, angeranzte Trantüte!«
Seine Ehefrau wälzt sich inzwischen
Allein im Bett und träumt schon
Von einem Anderen, der sich nicht
Volllaufen lässt beim Balltreten.