
Das schwarze Chamäleon
Kriminalroman. Deutscher Krimipreis 2024
Jake Lamar(Author)
Edition Nautilus (Publisher)
1st Edition
Published on 2. September 2024
Book
Paperback/Softback
328 pages
978-3-96054-374-9 (ISBN)
Description
In einer Februarnacht im Jahr 1992 wird Clay Robinette, in Ungnade gefallener Reporter, inzwischen jedoch Dozent für »Creative Non-Fiction«, vom Klingeln seines Telefons geweckt. Der panische Anrufer ist sein Professorenkollege Reggie Brogus, ein berüchtigter ehemaliger Black Panther, der sich nach einem mysteriösen siebenjährigen Exil in einen rechtskonservativen Eiferer verwandelt hat. In Reggies Büro auf dem Campus liegt die Leiche einer weißen Frau, und er ist überzeugt, dass sie vom FBI dort platziert wurde, um ihn endgültig aus dem Weg zu schaffen.
Clays alter Reporterinstinkt wird geweckt, er lässt sich in der eisigen Winternacht an die Uni locken. In Reggies Büro trifft ihn fast der Schlag: Er erkennt das Opfer, es ist die Studentin Jennifer Wolfshiem, mit der er bis vor kurzem eine Affäre hatte. Clay weiß, dass er den Mörder entlarven muss, bevor er selbst zum Hauptverdächtigen wird .
Noch nie hat ein Roman Anita Hill und Clarence Thomas, Martin Luther King und Rodney King, Schwarzen Konservatismus und weißen Eifer derart witzig und klischeefern versammelt. Das schwarze Chamäleon ist zugleich packender Krimi, beißende Gesellschaftssatire und provokante Auseinandersetzung mit race und Politik in den USA der letzten Jahrzehnte.
Reviews / Votes
»Campus-Groteske, Fallen der Rassenpolitik, Satyricon afroamerikanisch. Jake Lamar ist eine Entdeckung.« Tobias Gohlis, Sprecher der Krimibestenliste »Eine böse schwarze Komödie im doppelten Wortsinn.« New York Times Book Review »Ein großartiges Buch.« C.K. Williams »Jake Lamar ist unbestreitbar einer der Meisterautoren seiner Generation.« Kevin PowellMore details
Edition
Deutsche Erstausgabe
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
Dimensions
Height: 204 mm
Width: 124 mm
Thickness: 27 mm
Weight
366 gr
ISBN-13
978-3-96054-374-9 (9783960543749)
Schweitzer Classification
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E-Book
09/2024
Edition Nautilus
€17.99
Available for download
Persons
Author
Jake Lamar, geboren 1961, wuchs in der Bronx, New York, auf. Nach seinem Abschluss an der Harvard University schrieb er sechs Jahre lang für das »Time Magazine«. Er lebt seit 1993 in Paris und unterrichtet Kreatives Schreiben an der Elitehochschule Sciences Po. Er schreibt Romane, Essays, Rezensionen, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Jake Lamar ist Träger des Lyndhurst-Preises und des Grand Prix für den besten ausländischen Thriller. Sein Kriminalroman »Viper's Dream« erhielt 2024 einen CWA Dagger Award. »Das schwarze Chamäleon« wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2024 (Platz 1 International) ausgezeichnet.
ISNI: 0000 0000 4239 4002
ISNI: 0000 0000 4239 4002
Afterword
Robert Brack, Jahrgang 1959, lebt als Autor und Übersetzer in Hamburg. Er wurde mit dem »Marlowe« der Raymond-Chandler-Gesellschaft und mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und übersetzte u.a. die Kriminalromane von Declan Burke. Zuletzt erschien 2023 sein Kriminalroman »Schwarzer Oktober«.
ISNI: 0000 0001 0986 5885 GND: 120578034
ISNI: 0000 0001 0986 5885 GND: 120578034
Translation
Robert Brack, Jahrgang 1959, lebt als Autor und Übersetzer in Hamburg. Er wurde mit dem »Marlowe« der Raymond-Chandler-Gesellschaft und mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und übersetzte u.a. die Kriminalromane von Declan Burke. Zuletzt erschien 2023 sein Kriminalroman »Schwarzer Oktober«.
ISNI: 0000 0001 0986 5885 GND: 120578034
ISNI: 0000 0001 0986 5885 GND: 120578034
Content
Wissen Sie, unter Schwarzen heißt es: Unsereins muss doppelt so gut sein, um halb so weit zu kommen wie ein Weißer. Na schön, das mag stimmen oder auch nicht. Ich jedenfalls wollte nur mein Mittelmaß aufrechterhalten. Ein richtig guter Journalist zu sein, ist sehr anstrengend. Ein mittelmäßiger Journalist zu sein, ist einfach. Mir genügte das normale Mittelmaß. Den Gedanken, ich müsste doppelt so mittelmäßig sein wie meine mittelmäßigen weißen Kollegen, um auch nur halb so mittelmäßig zu sein wie sie, lehnte ich ab. Wieso sollte ich mich, nur weil ich schwarz bin, irgendwelchen rigiden Leistungsanforderungen unterwerfen? Meine Güte, schauen Sie sich doch bloß mal die üblichen mittelmäßigen Weißen an - gar nicht zu reden von weißen Journalisten! Ich bin weder stolz noch schäme ich mich für meine Mittelmäßigkeit. Aber mein Recht auf Mittelmäßigkeit, meine Freiheit, so mittelmäßig sein zu dürfen wie jede x-beliebige mittelmäßige weiße Person, sollte als ultimatives Gleichstellungsziel gelten, finden Sie nicht?