
Out of the Box
Vom Archiv in die Musikgeschichte
Michaela Krucsay(Editor)
Böhlau (Publisher)
1st Edition
Will be published approx. on 15. June 2026
Book
Paperback/Softback
367 pages
978-3-205-22243-9 (ISBN)
Description
Gedächtnismetapher oder realer Ort, wissenschaftliche Ressource oder Herrschaftsinstrument - was bedeutet die Multidimensionalität des aktuellen Archivbegriffs für die Musikwissenschaft? Wie und warum werden "Archive" geformt, wer errichtet sie für wen, welche Quellen enthalten sie und wie speist sich die Musikhistoriographie aus ihnen?
In konkreten Beispielen aus archivalischer Praxis und kulturwissenschaftlich informierter musikhistorischer Forschung diskutieren die Beiträge des vorliegenden Bandes Aspekte der Musikgeschichtsschreibung als Teil und Resultat von komplexen Überlieferungsprozessen. Reflektiert werden Implikationen und Potenziale verschiedener Archivdiskurse rund um Fragen der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, der Machtverhältnisse und des Geschlechts.
More details
Language
German
Place of publication
Wien
Austria
Publishing group
Böhlau Wien
Product notice
Klappenbroschur
Illustrations
mit 30 s/w Abb.
Dimensions
Height: 230 mm
Width: 155 mm
Thickness: 25 mm
Weight
618 gr
ISBN-13
978-3-205-22243-9 (9783205222439)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Michaela Krucsay promovierte nach dem Studium der Musikwissenschaft und Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz mit einer Arbeit über Anna Bon di Venezia. Von 2013 bis 2017 war sie Universitätsassistentin (PostDoc) am Institut für Musikwissenschaft der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Derzeit forscht sie am Zentrum für Genderforschung und Diversität der Kunstuniversität Graz, wo sie mit dem FWF-Projekt "The Musician's Estate as Memory Storage: Remembrance, Functional Memory and the Construction of Female Professional Identity" verankert ist. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u. a. die (Kultur-)Geschichte der Musik des 17. bis 20. Jahrhunderts, musikwissenschaftliche Frauen- und Genderforschung, Musik und Literatur sowie der Nexus von Musikhistoriographie und Archiv.
Contributions
Christine Fornoff-Petrowski ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Carl von Ossietzky Young Researchers' Fellowship) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Melanie Unseld ist Professorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaften in Karlsruhe und Hamburg, wo sie 1999 auch promovierte. Nach einem Lise Meitner-Habilitationsstipendium war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover am dortigen Forschungszentrum für Musik und Gender tätig. Sie dozierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg als Professorin für Kulturgeschichte der Musik und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, wo sie die Professur für Historische Musikwissenschaft vertrat. In Oldenburg zeichnete sie außerdem als Direktorin des Zentrums für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung verantwortlich, an der dortigen Fakultät für Sprach- und Kulturwissenschaften war sie außerdem seit 2015 Dekanin. Unseld habilitierte 2013 in Hannover über »Biographie und Musikgeschichte". Zu ihren Herausgeberschaften gehören das »Lexikon Musik und Gender", »Reclams Komponistenlexikon« sowie die Reihen »Europäische Komponistinnen« und »Biographik. Theorie - Kritik - Praxis".