Die Entmündigung
Ein Plädoyer für die Freiheit
Peter Krämer(Author)
Legomena (Publisher)
1st Edition
Published on 31. August 2012
Book
Hardback
592 pages
978-3-943972-01-6 (ISBN)
Description
Die Welt ist aus den Fugen. Finanzkrisen, Bankenkrisen, Staatsschuldenkrisen lösen einander in wildem Wechsel ab oder existieren gar gleichzeitig. Fast täglich werden neue Rettungsfonds gebildet oder vorhandene mit neuen Mitteln ausgestattet. Längst gelten Millionen als vernachlässigbar, Milliarden als überschaubar und nur Billionen als angemessen. Nach neuesten Meldungen soll nun ein Schutzschirm ohne Begrenzung die marode Welt retten. Fast alle Wohlfahrtsstaaten der Welt sind in diesen Wahnsinn verstrickt.
Der politische Betrieb und große Teile der Öffentlichkeit erklären das Desaster als Folge des Handelns einer Horde verantwortungsloser Spekulanten, Banker und Manager, denen endlich das Handwerk gelegt werden muss. In der Parole der Occupy-Bewegung 'Wir sind die 99 Prozent' kommt dies unmissverständlich zum Ausdruck. Die Frage, wie es möglich sein soll, dass eine kleine Gruppe gewissenloser Akteure die Welt aus den Angeln zu heben vermag, wird längst nicht mehr gestellt. Im Umfang der Lügen wird der Umfang der Verwerfungen deutlich.
Dabei ist es das Konzept des Wohlfahrtsstaats selbst, dessen vollständiges Scheitern auf der Tagesordnung steht. Der Wohlfahrtsstaat braucht die Spekulation wie die Pflanze das Wasser, er braucht aber auch die Schulden, um wenigstens den Schein seiner ungezügelten Ansprüche aufrecht erhalten zu können. Das Versprechen des Wohlfahrtsstaats, den Menschen neben materiellem Wohlstand auch das individuelle Glück zu bringen, erweist sich als hohle Phrase. Er will für die Bürger des Landes handeln. Damit wird Freiheit vernichtet und Entmündigung zur täglich erlebbaren Praxis.
Die Zerstörung der Wurzeln dessen, was die Griechen einmal Politik nannten, erfordert die Besinnung auf eine Tradition, die den Menschen das erschlossen hat, was als Freiheit in die europäische Geistesgeschichte eingegangen ist. Wenn überhaupt, dann kann nur auf diese Weise dem Wahnsinn noch Einhalt geboten werden.
Der politische Betrieb und große Teile der Öffentlichkeit erklären das Desaster als Folge des Handelns einer Horde verantwortungsloser Spekulanten, Banker und Manager, denen endlich das Handwerk gelegt werden muss. In der Parole der Occupy-Bewegung 'Wir sind die 99 Prozent' kommt dies unmissverständlich zum Ausdruck. Die Frage, wie es möglich sein soll, dass eine kleine Gruppe gewissenloser Akteure die Welt aus den Angeln zu heben vermag, wird längst nicht mehr gestellt. Im Umfang der Lügen wird der Umfang der Verwerfungen deutlich.
Dabei ist es das Konzept des Wohlfahrtsstaats selbst, dessen vollständiges Scheitern auf der Tagesordnung steht. Der Wohlfahrtsstaat braucht die Spekulation wie die Pflanze das Wasser, er braucht aber auch die Schulden, um wenigstens den Schein seiner ungezügelten Ansprüche aufrecht erhalten zu können. Das Versprechen des Wohlfahrtsstaats, den Menschen neben materiellem Wohlstand auch das individuelle Glück zu bringen, erweist sich als hohle Phrase. Er will für die Bürger des Landes handeln. Damit wird Freiheit vernichtet und Entmündigung zur täglich erlebbaren Praxis.
Die Zerstörung der Wurzeln dessen, was die Griechen einmal Politik nannten, erfordert die Besinnung auf eine Tradition, die den Menschen das erschlossen hat, was als Freiheit in die europäische Geistesgeschichte eingegangen ist. Wenn überhaupt, dann kann nur auf diese Weise dem Wahnsinn noch Einhalt geboten werden.
More details
Edition
1., Auflage
Language
German
Target group
alle, die sich betroffen fühlen
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14.8 cm
Weight
840 gr
ISBN-13
978-3-943972-01-6 (9783943972016)
Schweitzer Classification
Person
Peter Krämer
geb. 1948. Nach einer kaufmännischen Lehre Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Danach Studium der Mathematik und Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin mit dem Abschluss als Diplom-Mathematiker.
Anschließend Tätigkeit als Software-Entwickler, Methodenberater und Projektleiter, u.a. bei einem großen Computer-Hersteller. Ab 1991 bis zum Ruhestand 2008 geschäftsführender Gesellschafter eines Software-Unternehmens.
geb. 1948. Nach einer kaufmännischen Lehre Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Danach Studium der Mathematik und Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin mit dem Abschluss als Diplom-Mathematiker.
Anschließend Tätigkeit als Software-Entwickler, Methodenberater und Projektleiter, u.a. bei einem großen Computer-Hersteller. Ab 1991 bis zum Ruhestand 2008 geschäftsführender Gesellschafter eines Software-Unternehmens.
Content
INHALT
1 Prolog 007
2 Was ist Politik? 027
2.1 Skizze einer Begriffsbestimmung 027
2.2 Demokratie und Freiheit 039
2.2.1 Was heisst Demokratie? 039
2.2.2 Was heisst Freiheit? 056
2.2.3 Tocqueville: Die demokratische Bedrohung der Freiheit 073
2.3 Das Primat der Ökonomie 084
2.3.1 Einleitende Bemerkungen 084
2.3.2 Was heisst Kapitalismus? 086
2.3.3 Was heisst Sozialismus? 103
2.3.4 Der Triumph der Gesellschaft 122
2.3.5 Das Erbe von Marx 145
3 Die Zerstörung von Politik 157
3.1 Das Verständnis von Politik 157
3.2 Die Dominanz der Interessen 172
3.2.1 Was ist Interesse? 172
3.2.2 Die Atomisierung von Interesse 185
3.2.3 Das Problem des Lobbyismus 200
3.2.4 Die Zerstörung von Interessen 210
3.3 Das Problem der Transparenz 230
3.3.1 Warum brauchen wir Transparenz? 230
3.3.2 Beispiele für Verschleierung 235
3.3.3 Wie Transparenz aussehen könnte 260
4 Probleme der Wohlfahrtsstaaten 271
4.1 Zum Begriff des Wohlfahrtsstaats 271
4.2 Das Problem der Gerechtigkeit 278
4.2.1 Allgemeine Betrachtungen zur Gerechtigkeit 278
4.2.2 Gerechtigkeit und Politik 287
4.2.3 Die Auflösung der Gerechtigkeit 296
4.3 Steuern und Subventionen 303
4.3.1 Allgemeine Anmerkungen 303
4.3.2 Die Erhebung der Steuern 308
4.3.3 Der Fall Kirchhof 324
4.3.4 Der Umgang mit Steuern 333
4.4 Das Problem der Armut 343
4.4.1 Was ist Armut? 343
4.4.2 Armut als Schicksal 351
4.4.3 Massnahmen gegen die Armut 362
4.5 Die Finanzkrise 2008 370
4.5.1 Die Entstehung 370
4.5.2 Die Finanzkrise im Lichte der Öffentlichkeit 376
4.5.3 Versuch einer Bewertung 392
4.5.4 Die politische Beurteilung 404
5 Aspekte von Mündigkeit 413
5.1 Der Anspruch 413
5.2 Politik und Ökonomie 428
5.3 Politik und Gesellschaft 453
5.4 Politik und Individuum 475
6 Epilog 501
Anhang
Namensverzeichnis 519
Literaturverzeichnis 523
1 Prolog 007
2 Was ist Politik? 027
2.1 Skizze einer Begriffsbestimmung 027
2.2 Demokratie und Freiheit 039
2.2.1 Was heisst Demokratie? 039
2.2.2 Was heisst Freiheit? 056
2.2.3 Tocqueville: Die demokratische Bedrohung der Freiheit 073
2.3 Das Primat der Ökonomie 084
2.3.1 Einleitende Bemerkungen 084
2.3.2 Was heisst Kapitalismus? 086
2.3.3 Was heisst Sozialismus? 103
2.3.4 Der Triumph der Gesellschaft 122
2.3.5 Das Erbe von Marx 145
3 Die Zerstörung von Politik 157
3.1 Das Verständnis von Politik 157
3.2 Die Dominanz der Interessen 172
3.2.1 Was ist Interesse? 172
3.2.2 Die Atomisierung von Interesse 185
3.2.3 Das Problem des Lobbyismus 200
3.2.4 Die Zerstörung von Interessen 210
3.3 Das Problem der Transparenz 230
3.3.1 Warum brauchen wir Transparenz? 230
3.3.2 Beispiele für Verschleierung 235
3.3.3 Wie Transparenz aussehen könnte 260
4 Probleme der Wohlfahrtsstaaten 271
4.1 Zum Begriff des Wohlfahrtsstaats 271
4.2 Das Problem der Gerechtigkeit 278
4.2.1 Allgemeine Betrachtungen zur Gerechtigkeit 278
4.2.2 Gerechtigkeit und Politik 287
4.2.3 Die Auflösung der Gerechtigkeit 296
4.3 Steuern und Subventionen 303
4.3.1 Allgemeine Anmerkungen 303
4.3.2 Die Erhebung der Steuern 308
4.3.3 Der Fall Kirchhof 324
4.3.4 Der Umgang mit Steuern 333
4.4 Das Problem der Armut 343
4.4.1 Was ist Armut? 343
4.4.2 Armut als Schicksal 351
4.4.3 Massnahmen gegen die Armut 362
4.5 Die Finanzkrise 2008 370
4.5.1 Die Entstehung 370
4.5.2 Die Finanzkrise im Lichte der Öffentlichkeit 376
4.5.3 Versuch einer Bewertung 392
4.5.4 Die politische Beurteilung 404
5 Aspekte von Mündigkeit 413
5.1 Der Anspruch 413
5.2 Politik und Ökonomie 428
5.3 Politik und Gesellschaft 453
5.4 Politik und Individuum 475
6 Epilog 501
Anhang
Namensverzeichnis 519
Literaturverzeichnis 523