Jesus auf der Spur
Geschichten für neugierige Kinder
Kösel (Publisher)
Published on 4. January 2010
Book
Hardback
112 pages
978-3-466-36866-2 (ISBN)
Description
Jesus-Erzählungen für Aufgeweckte
Was fasziniert eigentlich an Jesus? Die Kinder Debora und Simeon erzählen lebendig von ihren Begegnungen mit ihm und seiner Botschaft. So werden die Geschichten des Neuen Testaments und das Leben in Israel zur Zeit der Römer verständlich, anschaulich und spannend.
Ein Geschenk - nicht nur - zur Erstkommunion
Jesus-Erzählungen für Aufgeweckte
Informativ und reizvoll illustriert
Was fasziniert eigentlich an Jesus? Die Kinder Debora und Simeon erzählen lebendig von ihren Begegnungen mit ihm und seiner Botschaft. So werden die Geschichten des Neuen Testaments und das Leben in Israel zur Zeit der Römer verständlich, anschaulich und spannend.
Ein Geschenk - nicht nur - zur Erstkommunion
Jesus-Erzählungen für Aufgeweckte
Informativ und reizvoll illustriert
More details
Language
German
Place of publication
München
Germany
Dimensions
Height: 23.8 cm
Width: 24 cm
ISBN-13
978-3-466-36866-2 (9783466368662)
Schweitzer Classification
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E-Book
05/2010
Kösel
€2.99
Available for download
Persons
Hermine König, die Autorin des Großen Jahresbuches für Kinder, und ihr Mann Karl Heinz waren beide als Lehrkräfte tätig und haben viele Jahre Fortbildungen zur religiösen Erziehung gegeben - in Gemeinden, für Erzieherinnen und Eltern. Autoren des erfolgreichen Erstkommunionkurses "Tut dies zu meinem Gedächtnis" und zahlreicher spiritueller Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie leben in Bergisch-Gladbach bei Köln.
Hermine und Karl Heinz König waren als Lehrkräfte tätig und haben viele Jahre Fortbildungen zur religiösen Erziehung gegeben - in Gemeinden, für Erzieherinnen und Eltern. Sie sind Autoren des erfolgreichen Erstkommunionkurses "Tut dies zu meinem Gedächtnis" und zahlreicher spiritueller Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie leben in Bergisch-Gladbach bei Köln.
Hermine und Karl Heinz König waren als Lehrkräfte tätig und haben viele Jahre Fortbildungen zur religiösen Erziehung gegeben - in Gemeinden, für Erzieherinnen und Eltern. Sie sind Autoren des erfolgreichen Erstkommunionkurses "Tut dies zu meinem Gedächtnis" und zahlreicher spiritueller Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie leben in Bergisch-Gladbach bei Köln.
Content
In diesem Buch findest du interessante Geschichten, die von Jesus erzählen. Vielleicht hast du im Religionsunterricht oder im Gottesdienst, wenn von Jesus die Rede war, gedacht: Das ist alles so lange her. Das kann ich mir gar nicht richtig vorstellen. Oder: Haben Kinder der damaligen Zeit den Jesus auch wirklich hautnah erlebt? Und wie war er zu ihnen? Hat er sie überhaupt bemerkt, oder waren nur die Erwachsenen für ihn wichtig?
Ganz sicher haben ihn damals jüdische Kinder erlebt. Wie aber können wir uns das heute, nach fast 2000 Jahren, vorstellen? Drei von diesen Kindern aus dem Lande Jesu lernst du hier in diesem Buch kennen. Wir nennen sie Sara, Simeon und Debora. Sie sind Kinder etwa in deinem Alter. Ihre Eltern nennen wir Vater Jonatan und Mutter Hanna. Die Kinder und ihre Eltern erzählen dir davon, wie es damals gewesen sein könnte, als Jesus unter ihnen lebte. Sie spüren ihn selbst auf oder verfolgen interessante Spuren in dem, was andere über ihn erzählen.
Aber sie nennen ihn nicht Jesus, sondern Jeschua. Warum denn Jeschua?, wirst du jetzt fragen. In der alten Sprache seiner Heimat, in Hebräisch, wurde Jesus nämlich Jeschua gerufen, und Jeschua heißt so viel wie: "Gott hilft". Ist das nicht ein schöner Name?
Übrigens: Die Fragen, die diese Kinder in den Geschichten den Erwachsenen oft stellen, könnten das nicht auch deine Fragen sein, wenn du biblische Erzählungen hörst oder liest? Sie möchten dich jedenfalls ermutigen, ebenfalls immer nachzufragen, wenn du in biblischen Geschichten etwas nicht verstehst. Die Antworten können mitunter unterschiedlich sein, doch helfen sie dir, dir deine eigene Meinung zu bilden.
Nun wünschen wir dir spannende Lesestunden mit diesem Buch.
Hermine und Karl Heinz König
Kinder aus dem Lande Jeschuas
Hallo, ich heiße Simeon und bin zehn Jahre alt. Ich bin in der kleinen Stadt Kafarnaum in Palästina geboren.
Ich besuche mit den anderen Jungen die Schule in unserer Synagoge. So heißt unser Gotteshaus. Da sitzen wir im Kreis um unseren Lehrer. Das ist der Rabbi, unser Meister. In einer Schriftrolle sind die alten Gottesgeschichten und Gebote aufgeschrieben. Daraus liest unser Rabbi immer ein Stück vor, das wir dann auswendig nachsprechen. Wer will, kann auch lesen lernen. Das können die wenigsten in unserer Stadt.
Hallo, ich heiße Debora und bin neun Jahre alt. Ich bin auch in Kafarnaum geboren. Ich darf die Synagogenschule nicht besuchen, weil ich ein Mädchen bin. Ich lerne alles von meiner Mutter, was die Frauen im Haushalt so können müssen: kochen, backen, sauber machen, waschen, weben, sticken und vieles mehr. Aber ich lerne von unserer Mutter auch die Gottesgeschichten kennen. Simeon staunt oft, was ich alles weiß.
Wir beide sind Geschwister. Wir haben noch eine große Schwester. Die heißt Sara und ist schon elf Jahre alt. Dann ist da noch unser jüngerer Bruder Jakob. Er ist noch ganz klein. Wir Kinder müssen unseren Eltern tüchtig bei der Arbeit helfen. Nach der Arbeit spielen wir mit den anderen Kindern auf dem Hof oder auf der Straße.
Ach, es ist manchmal ganz schön anstrengend, ein Kind zu sein! Unsere Eltern waren bisher sehr streng mit uns. Wir mussten immer gehorchen ohne irgendein Widerwort. Seitdem unsere Eltern Jeschua kennen, wird das allerdings immer besser. Wir dürfen jetzt sogar mit ihnen diskutieren, wenn wir etwas nicht verstanden haben. Aber die meisten anderen Leute unserer Stadt halten uns Kinder immer noch für dumm und unverständig. In ihren Augen sind wir noch nicht viel wert. Aber mit zwölf oder dreizehn Jahren sind wir endlich erwachsen. Dann freuen sich Eltern, Großeltern und Kinder, und wir feiern ein großes Fest.
Die Kinder erzählen von ihrer Familie
Unsere Eltern heißen Jonatan und Hanna, unser Großvater Matthäus und unsere Großmutter Lea. Sie wohnen nicht weit von uns in der Familie von Onkel Johannes, dem älteren Bruder unseres Vaters. Wir leben in einem kleinen, gemütlichen Haus in Kafarnaum. Es ist aus getrockneten Lehmziegeln auf einem Fundament aus Gebirgssteinen gebaut. Unser Haus ist unterteilt in einen etwas größeren Wohnraum, in dem wir wohnen, kochen und essen, in zwei Schlafkammern und eine Vorratskammer. Wir schlafen auf einer Strohmatte am Boden. Wenn der Hahn morgens kräht, dann rollen wir unsere Matten zusammen und beten unser Morgengebet. Neben dem Haus sind ein kleiner Hof mit einem Stall für die Haustiere und ein Backofen. Über eine schmale Außentreppe geht es auf das flache Dach. Das ist aus Balken, geflochtenen Zweigen, Strohmatten und festgestampftem Lehm gebaut.
Wenn es im Sommer sehr heiß ist, schlafen wir hier, weil oben ein kühler Wind weht. Am Abend beten wir gerne auf diesem Dach und strecken dabei unsere Arme nach oben zum Himmel.
Unser Vater ist Fischer; denn wir wohnen an dem schönen See Gennesaret. Der ist so weit und groß, dass wir ihn auch unser Meer nennen. Viele Fischer wohnen hier. Sie fahren mit ihren Booten auf den See hinaus, um Fische zu fangen. Wir essen gerne Fisch.
Unser Backofen im Hof ist rund und aus Lehm. Hier backen wir täglich unser Brot. Die Mutter mahlt in einer Handmühle aus zwei Steinen Gersten- oder Weizenkörner zu Mehl und rührt dann den Teig an. Daraus formt sie Fladen, so groß wie ein Teller. Die legt sie dann zum Backen auf die heißen Steine im Ofen oder klebt sie außen an die Ofenwand. Hm, wir freuen uns immer auf unser leckeres Brot.
Am Abend ist es besonders schön bei uns. Dann sitzen wir zum Essen zusammen. Alle freuen sich, dass die Arbeit getan ist. Die Eltern und manchmal auch die Großeltern erzählen uns Geschichten, von unseren Vorfahren und auch von
Gott.
Rund um unsere Stadt Kafarnaum
Draußen vor unserer Stadt wachsen Obstbäume mit süßen Früchten, zum Beispiel mit Granatäpfeln und Feigen. Tja, und die Weintrauben an unseren Weinstöcken sind fast so groß wie Taubeneier. Und viele Olivenbäume wachsen hier. Aus ihren Früchten pressen wir unser Öl für das Essen und für die Öllampen. Auf den Feldern wachsen Gemüse und Getreide: Gerste und Weizen. Aus den Körnern mahlen wir das Mehl für unser Brot.
Ganz sicher haben ihn damals jüdische Kinder erlebt. Wie aber können wir uns das heute, nach fast 2000 Jahren, vorstellen? Drei von diesen Kindern aus dem Lande Jesu lernst du hier in diesem Buch kennen. Wir nennen sie Sara, Simeon und Debora. Sie sind Kinder etwa in deinem Alter. Ihre Eltern nennen wir Vater Jonatan und Mutter Hanna. Die Kinder und ihre Eltern erzählen dir davon, wie es damals gewesen sein könnte, als Jesus unter ihnen lebte. Sie spüren ihn selbst auf oder verfolgen interessante Spuren in dem, was andere über ihn erzählen.
Aber sie nennen ihn nicht Jesus, sondern Jeschua. Warum denn Jeschua?, wirst du jetzt fragen. In der alten Sprache seiner Heimat, in Hebräisch, wurde Jesus nämlich Jeschua gerufen, und Jeschua heißt so viel wie: "Gott hilft". Ist das nicht ein schöner Name?
Übrigens: Die Fragen, die diese Kinder in den Geschichten den Erwachsenen oft stellen, könnten das nicht auch deine Fragen sein, wenn du biblische Erzählungen hörst oder liest? Sie möchten dich jedenfalls ermutigen, ebenfalls immer nachzufragen, wenn du in biblischen Geschichten etwas nicht verstehst. Die Antworten können mitunter unterschiedlich sein, doch helfen sie dir, dir deine eigene Meinung zu bilden.
Nun wünschen wir dir spannende Lesestunden mit diesem Buch.
Hermine und Karl Heinz König
Kinder aus dem Lande Jeschuas
Hallo, ich heiße Simeon und bin zehn Jahre alt. Ich bin in der kleinen Stadt Kafarnaum in Palästina geboren.
Ich besuche mit den anderen Jungen die Schule in unserer Synagoge. So heißt unser Gotteshaus. Da sitzen wir im Kreis um unseren Lehrer. Das ist der Rabbi, unser Meister. In einer Schriftrolle sind die alten Gottesgeschichten und Gebote aufgeschrieben. Daraus liest unser Rabbi immer ein Stück vor, das wir dann auswendig nachsprechen. Wer will, kann auch lesen lernen. Das können die wenigsten in unserer Stadt.
Hallo, ich heiße Debora und bin neun Jahre alt. Ich bin auch in Kafarnaum geboren. Ich darf die Synagogenschule nicht besuchen, weil ich ein Mädchen bin. Ich lerne alles von meiner Mutter, was die Frauen im Haushalt so können müssen: kochen, backen, sauber machen, waschen, weben, sticken und vieles mehr. Aber ich lerne von unserer Mutter auch die Gottesgeschichten kennen. Simeon staunt oft, was ich alles weiß.
Wir beide sind Geschwister. Wir haben noch eine große Schwester. Die heißt Sara und ist schon elf Jahre alt. Dann ist da noch unser jüngerer Bruder Jakob. Er ist noch ganz klein. Wir Kinder müssen unseren Eltern tüchtig bei der Arbeit helfen. Nach der Arbeit spielen wir mit den anderen Kindern auf dem Hof oder auf der Straße.
Ach, es ist manchmal ganz schön anstrengend, ein Kind zu sein! Unsere Eltern waren bisher sehr streng mit uns. Wir mussten immer gehorchen ohne irgendein Widerwort. Seitdem unsere Eltern Jeschua kennen, wird das allerdings immer besser. Wir dürfen jetzt sogar mit ihnen diskutieren, wenn wir etwas nicht verstanden haben. Aber die meisten anderen Leute unserer Stadt halten uns Kinder immer noch für dumm und unverständig. In ihren Augen sind wir noch nicht viel wert. Aber mit zwölf oder dreizehn Jahren sind wir endlich erwachsen. Dann freuen sich Eltern, Großeltern und Kinder, und wir feiern ein großes Fest.
Die Kinder erzählen von ihrer Familie
Unsere Eltern heißen Jonatan und Hanna, unser Großvater Matthäus und unsere Großmutter Lea. Sie wohnen nicht weit von uns in der Familie von Onkel Johannes, dem älteren Bruder unseres Vaters. Wir leben in einem kleinen, gemütlichen Haus in Kafarnaum. Es ist aus getrockneten Lehmziegeln auf einem Fundament aus Gebirgssteinen gebaut. Unser Haus ist unterteilt in einen etwas größeren Wohnraum, in dem wir wohnen, kochen und essen, in zwei Schlafkammern und eine Vorratskammer. Wir schlafen auf einer Strohmatte am Boden. Wenn der Hahn morgens kräht, dann rollen wir unsere Matten zusammen und beten unser Morgengebet. Neben dem Haus sind ein kleiner Hof mit einem Stall für die Haustiere und ein Backofen. Über eine schmale Außentreppe geht es auf das flache Dach. Das ist aus Balken, geflochtenen Zweigen, Strohmatten und festgestampftem Lehm gebaut.
Wenn es im Sommer sehr heiß ist, schlafen wir hier, weil oben ein kühler Wind weht. Am Abend beten wir gerne auf diesem Dach und strecken dabei unsere Arme nach oben zum Himmel.
Unser Vater ist Fischer; denn wir wohnen an dem schönen See Gennesaret. Der ist so weit und groß, dass wir ihn auch unser Meer nennen. Viele Fischer wohnen hier. Sie fahren mit ihren Booten auf den See hinaus, um Fische zu fangen. Wir essen gerne Fisch.
Unser Backofen im Hof ist rund und aus Lehm. Hier backen wir täglich unser Brot. Die Mutter mahlt in einer Handmühle aus zwei Steinen Gersten- oder Weizenkörner zu Mehl und rührt dann den Teig an. Daraus formt sie Fladen, so groß wie ein Teller. Die legt sie dann zum Backen auf die heißen Steine im Ofen oder klebt sie außen an die Ofenwand. Hm, wir freuen uns immer auf unser leckeres Brot.
Am Abend ist es besonders schön bei uns. Dann sitzen wir zum Essen zusammen. Alle freuen sich, dass die Arbeit getan ist. Die Eltern und manchmal auch die Großeltern erzählen uns Geschichten, von unseren Vorfahren und auch von
Gott.
Rund um unsere Stadt Kafarnaum
Draußen vor unserer Stadt wachsen Obstbäume mit süßen Früchten, zum Beispiel mit Granatäpfeln und Feigen. Tja, und die Weintrauben an unseren Weinstöcken sind fast so groß wie Taubeneier. Und viele Olivenbäume wachsen hier. Aus ihren Früchten pressen wir unser Öl für das Essen und für die Öllampen. Auf den Feldern wachsen Gemüse und Getreide: Gerste und Weizen. Aus den Körnern mahlen wir das Mehl für unser Brot.