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Das 80/20 Prinzip
Mehr Erfolg mit weniger Aufwand
Richard Koch(Author)
Campus (Publisher)
1st Edition
Published on 19. August 1998
Book
Paperback/Softback
296 pages
978-3-593-36022-5 (ISBN)
Article exhausted; check for reprint
Description
Das 80/20 Prinzip ist eine umfassende Anleitung zur Steigerung von Effektivität und Lebensqualität. Manager erkennen, wie sie im Geschäfts- und im Privatleben mit möglichst geringem Mitteleinsatz maximale Ergebnisse erzielen können.
More details
Language
German
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 13.3 cm
Width: 20.5 cm
Weight
391 gr
ISBN-13
978-3-593-36022-5 (9783593360225)
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Persons
Richard Koch ist erfolgreicher Unternehmer, Investor und Strategieberater. Er war u.a. Partner bei Bain & Company.
Content
Was ist das 80/20-Prinzip?
Das 80/20-Prinzip besagt, daß eine Minderheit der Ursachen, des Aufwands oder der Anstrengungen zu einer Mehrheit der Wirkungen, des Ertrags oder der Ergebnisse führt. Wörtlich genommen bedeutet dies also, daß 80 Prozent dessen, was Sie in Ihrer Arbeit erreichen, auf 20 Prozent der aufgewandten Zeit zurückgeht.
In der Geschäftswelt wird das 80/20-Prinzip durch zahlreiche Beispiele bestätigt. 20 Prozent der Produkte sind in der Regel verantwortlich für 80 Prozent des Umsatzes. Gleiches gilt für 20 Prozent der Kunden. Und zumeist sind es auch 20 Prozent der Produkte oder Kunden, die 80 Prozent der Gewinne eines Unternehmens ausmachen.
[...]
Wenn eine Verteilung von 80 Prozent der Wirkungen als Folge von 20 Prozent der Ursachen typisch ist, muß man es zwangsläufig auch akzeptieren, daß 80 Prozent, also die überwiegende Mehrheit der Anstrengungen, nur eine geringe Wirkung von 20 Prozent erzielen.
Paradoxerweise können wir in dieser Verschwendung eine wunderbare Nachricht erkennen, wenn wir das 80/20-Prinzip auf kreative Weise einsetzen: wenn wir es nicht nur dazu benutzen, geringe Produktivität aufzudecken und zu kritisieren, sondern vor allem mit positivem Handeln darauf reagieren. Es gibt enormen Verbesserungsspielraum, wenn wir sowohl unser Umfeld als auch unser Leben neu ordnen und in neue Bahnen leiten. Der Versuch zur Verbesserung, die Weigerung, den Status quo zu akzeptieren, ist der Weg für jeden Fortschritt, sei er evolutionär, wissenschaftlich, gesellschaftlich oder persönlich. George Bernard Shaw hat es treffend ausgedrückt:
Der vernünftige Mensch paßt sich an die Welt an. Der Unvernünftige versuch beharrlich, die Welt an sich anzupassen. Daher hängt jeglicher Fortschritt von den Unvernünftigen ab.
Das 80/20-Prinzip bedeutet, daß der Ertrag nicht nur gesteigert, sondern vervielfacht werden kann, wenn es uns gelingt, die wenig produktiven Anstrengungen an das Niveau der hochproduktiven Anstrengungen heranzuführen. Erfolgreiche Experimente mit dem 80/20-Prinzip im Geschäftsumfeld erlauben den Schluß, daß dieser Sprung nach vorne mit Kreativität und Entschlossenheit in den meisten Fällen zu verwirklichen ist.
Zwei Wege führen dorthin. Zum einen kann man Ressourcen von unproduktiven Bereichen abziehen und sie für produktive Zwecke nutzen. Dies war schon immer das Geheimnis der Unternehmer aller Zeitalter. Für einen runden Haken findet man ein rundes Loch, für einen eckigen Haken ein eckiges Loch und für jede Form dazwischen das Passende. Die Erfahrung lehrt, daß es für jede Ressource einen idealen Anwendungsbereich gibt, in dem sie zehn oder hundert Mal mehr leisten kann als in allen anderen Bereichen.
Der zweite Weg des Fortschritts - die Methode der Wissenschaftler, Ärzte, Prediger, Computerentwickler, Erzieher und Trainer - liegt in der Suche nach Möglichkeiten, die Effektivität unproduktiver Ressourcen in ihren existierenden Anwendungen zu steigern - damit sich die schwächeren Ressourcen verhalten wie ihre produktiveren Verwandten, was durch Nachahmung und, falls nötig, durch mechanisches Auswendiglernen geschehen kann.
Die wenigen Dinge, die hervorragend funktionieren, sollten identifiziert, gefördert, gepflegt und vermehrt werden. Gleichzeitig sollte die Verschwendung - die Mehrheit der Dinge, die sich im Vergleich als wenig wertvoll erweisen - abgestellt oder zumindest drastisch eingeschränkt werden.
Beim Schreiben dieses Buches sind mir Tausende von Beispielen für das 80/20-Prinzip begegnet, die mich in meinem Glauben bestärkt haben: dem Glauben an den Fortschritt, an große Entwicklungssprünge und an die Fähigkeit der Menschheit, einzeln und zusammen die von der Natur verteilten Karten neu zu mischen. Joseph Ford sieht es ganz ähnlich:
Gott würfelt mit dem Universum. Doch sind die Würfel präpariert. Und das Hauptziel ... ist heute, herauszufinden, nach welchen Regeln sie präpariert worden sind und wie wir sie für unsere eigenen Zwecke benutzen können.
Und genau dabei kann uns das 80/20-Prinzip helfen.
Das 80/20-Prinzip besagt, daß eine Minderheit der Ursachen, des Aufwands oder der Anstrengungen zu einer Mehrheit der Wirkungen, des Ertrags oder der Ergebnisse führt. Wörtlich genommen bedeutet dies also, daß 80 Prozent dessen, was Sie in Ihrer Arbeit erreichen, auf 20 Prozent der aufgewandten Zeit zurückgeht.
In der Geschäftswelt wird das 80/20-Prinzip durch zahlreiche Beispiele bestätigt. 20 Prozent der Produkte sind in der Regel verantwortlich für 80 Prozent des Umsatzes. Gleiches gilt für 20 Prozent der Kunden. Und zumeist sind es auch 20 Prozent der Produkte oder Kunden, die 80 Prozent der Gewinne eines Unternehmens ausmachen.
[...]
Wenn eine Verteilung von 80 Prozent der Wirkungen als Folge von 20 Prozent der Ursachen typisch ist, muß man es zwangsläufig auch akzeptieren, daß 80 Prozent, also die überwiegende Mehrheit der Anstrengungen, nur eine geringe Wirkung von 20 Prozent erzielen.
Paradoxerweise können wir in dieser Verschwendung eine wunderbare Nachricht erkennen, wenn wir das 80/20-Prinzip auf kreative Weise einsetzen: wenn wir es nicht nur dazu benutzen, geringe Produktivität aufzudecken und zu kritisieren, sondern vor allem mit positivem Handeln darauf reagieren. Es gibt enormen Verbesserungsspielraum, wenn wir sowohl unser Umfeld als auch unser Leben neu ordnen und in neue Bahnen leiten. Der Versuch zur Verbesserung, die Weigerung, den Status quo zu akzeptieren, ist der Weg für jeden Fortschritt, sei er evolutionär, wissenschaftlich, gesellschaftlich oder persönlich. George Bernard Shaw hat es treffend ausgedrückt:
Der vernünftige Mensch paßt sich an die Welt an. Der Unvernünftige versuch beharrlich, die Welt an sich anzupassen. Daher hängt jeglicher Fortschritt von den Unvernünftigen ab.
Das 80/20-Prinzip bedeutet, daß der Ertrag nicht nur gesteigert, sondern vervielfacht werden kann, wenn es uns gelingt, die wenig produktiven Anstrengungen an das Niveau der hochproduktiven Anstrengungen heranzuführen. Erfolgreiche Experimente mit dem 80/20-Prinzip im Geschäftsumfeld erlauben den Schluß, daß dieser Sprung nach vorne mit Kreativität und Entschlossenheit in den meisten Fällen zu verwirklichen ist.
Zwei Wege führen dorthin. Zum einen kann man Ressourcen von unproduktiven Bereichen abziehen und sie für produktive Zwecke nutzen. Dies war schon immer das Geheimnis der Unternehmer aller Zeitalter. Für einen runden Haken findet man ein rundes Loch, für einen eckigen Haken ein eckiges Loch und für jede Form dazwischen das Passende. Die Erfahrung lehrt, daß es für jede Ressource einen idealen Anwendungsbereich gibt, in dem sie zehn oder hundert Mal mehr leisten kann als in allen anderen Bereichen.
Der zweite Weg des Fortschritts - die Methode der Wissenschaftler, Ärzte, Prediger, Computerentwickler, Erzieher und Trainer - liegt in der Suche nach Möglichkeiten, die Effektivität unproduktiver Ressourcen in ihren existierenden Anwendungen zu steigern - damit sich die schwächeren Ressourcen verhalten wie ihre produktiveren Verwandten, was durch Nachahmung und, falls nötig, durch mechanisches Auswendiglernen geschehen kann.
Die wenigen Dinge, die hervorragend funktionieren, sollten identifiziert, gefördert, gepflegt und vermehrt werden. Gleichzeitig sollte die Verschwendung - die Mehrheit der Dinge, die sich im Vergleich als wenig wertvoll erweisen - abgestellt oder zumindest drastisch eingeschränkt werden.
Beim Schreiben dieses Buches sind mir Tausende von Beispielen für das 80/20-Prinzip begegnet, die mich in meinem Glauben bestärkt haben: dem Glauben an den Fortschritt, an große Entwicklungssprünge und an die Fähigkeit der Menschheit, einzeln und zusammen die von der Natur verteilten Karten neu zu mischen. Joseph Ford sieht es ganz ähnlich:
Gott würfelt mit dem Universum. Doch sind die Würfel präpariert. Und das Hauptziel ... ist heute, herauszufinden, nach welchen Regeln sie präpariert worden sind und wie wir sie für unsere eigenen Zwecke benutzen können.
Und genau dabei kann uns das 80/20-Prinzip helfen.