
«vremder bluomen underscheit»
Erzählen von Fremdem in Wolframs «Willehalm»
Christoph Alexander Kleppel(Author)
Peter Lang Verlag
Published on 1. July 1996
Book
Paperback/Softback
271 pages
978-3-631-49601-5 (ISBN)
Description
Den Einfall heidnischer Heere in die Provenze nimmt Wolframs Willehalm als Anlaß zu der Frage, worin «Fremdheit» besteht. Diese Interpretation zeichnet nach, wie die Begegnung zweier Kulturen erzählerisch inszeniert wird. Nicht nur auf dem Schlachtfeld, auch im sozialen Raum - so führt der Text vor - stellt sich dem Betrachter die Aufgabe, die Kategorien der eigenen Wahrnehmung und Deutung kritisch zu reflektieren, um den andersartigen Gegenüber in seiner Vielschichtigkeit richtig zu erkennen. Entdeckt werden können auf diese Weise Punkte, an denen der Fremde verstehbar erscheint. Sie führen zu der Möglichkeit, eine neue Haltung zum Fremden zu finden. Übrig bleibt die Differenz in der Religion. Aus der erzählten Erfahrung der militärischen Auseinandersetzung formuliert der Roman ein Denkangebot, das am Schluß zur Diskussion gestellt wird: Ändern muß sich nicht der Fremde, sondern die Einstellung, die man zu ihm hat.
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
Language
German
Place of publication
Berlin
Germany
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14.8 cm
Weight
360 gr
ISBN-13
978-3-631-49601-5 (9783631496015)
Schweitzer Classification
Person
Der Autor: Christoph Kleppel, geboren 1964, studierte von 1986 bis 1991 Ältere und Neuere Germanistik, Volkswirtschaftslehre und Politologie an der Universität München und promovierte 1995. Von 1992 bis 1996 war er Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, seit 1994 freie Tätigkeit im Bereich der Kulturförderung.
Content
Aus dem Inhalt: Überschneidungsbereich der höfischen Kulturen - «wunder»: Ausstattungsobjekte und Fremdkörper - Fremdsprachenkompetenz als Ausgangspunkt von Versöhnungshandeln - Das Eigene als Fremdes: Willehalm - Das Fremde im Eigenen: Rennewart.