
Lebendige Dinge in der Moderne
Dorothee Kimmich(Author)
Konstanz University Press
1st Edition
Published in April 2011
Book
Hardback
128 pages
978-3-8353-9008-9 (ISBN)
Description
Ein literaturwissenschaftlicher Essay über das Verhältnis des Menschen zu seinen Dingen.
Dorothee Kimmich geht von dem doppelten Befund aus, dass die Moderne den Dingen »das Leben nimmt«, indem sie natur- und kulturwissenschaftlich erklärt und objektiviert. Diesen »Tod« stellen die moderne Literatur, bildende Kunst und Photographie jedoch umgekehrt dadurch in Frage, dass sie diesen Dingen ein Eigenleben zugestehen, das hermeneutisch gerade nicht mehr zu fassen ist: Dinge bedeuten nicht mehr, und der Mensch muss sich die Welt fortan mit ihnen teilen.
Erst seitdem vor 20 Jahren die Ethnologie die Philosophie als literaturwissenschaftliche Leitdisziplin abgelöst hat, kann die »material culture«, das Leben der Dinge, entdeckt und erforscht werden. So zeigen denn auch Kimmichs Lektüren mit einem anthropologischen Blick auf, dass der moderne Mensch nicht nur angehalten ist, das Eigene ins Verhältnis zum Fremden zu setzen, sondern sein Umgang mit den Dingen auch exemplarisch für den Umgang mit dem Fremden steht: ein grundlegendes ethisches Unterfangen also.
Im ersten Teil ihres Essays (»Thesen«) erläutert die Autorin, warum Dinge dem Menschen nicht nur fremd, sondern auch ähnlich sind. Die Lebendigkeit der Dinge, wie sie uns in modernen Texten begegnet, wird unterschätzt, wenn man sie nur als Wiederbearbeitung historischer Motive begreift. Im zweiten Teil (»Texte«) zeigt uns Dorothee Kimmich, wie man mit Siegfried Kracauer im »Niemandsland der Dinge« überlebt, wendet sich der »Rückseite der Spule« bei Walter Benjamin zu, und erklärt, »warum sich bei Lord Chandos, Malte Laurids Brigge und dem Zögling Törleß alles um die Dinge dreht«. Überlegungen zu »Charlie Chaplins Komplizen« und der »Seife von Francis Ponge« beschließen das Buch.
Dorothee Kimmich geht von dem doppelten Befund aus, dass die Moderne den Dingen »das Leben nimmt«, indem sie natur- und kulturwissenschaftlich erklärt und objektiviert. Diesen »Tod« stellen die moderne Literatur, bildende Kunst und Photographie jedoch umgekehrt dadurch in Frage, dass sie diesen Dingen ein Eigenleben zugestehen, das hermeneutisch gerade nicht mehr zu fassen ist: Dinge bedeuten nicht mehr, und der Mensch muss sich die Welt fortan mit ihnen teilen.
Erst seitdem vor 20 Jahren die Ethnologie die Philosophie als literaturwissenschaftliche Leitdisziplin abgelöst hat, kann die »material culture«, das Leben der Dinge, entdeckt und erforscht werden. So zeigen denn auch Kimmichs Lektüren mit einem anthropologischen Blick auf, dass der moderne Mensch nicht nur angehalten ist, das Eigene ins Verhältnis zum Fremden zu setzen, sondern sein Umgang mit den Dingen auch exemplarisch für den Umgang mit dem Fremden steht: ein grundlegendes ethisches Unterfangen also.
Im ersten Teil ihres Essays (»Thesen«) erläutert die Autorin, warum Dinge dem Menschen nicht nur fremd, sondern auch ähnlich sind. Die Lebendigkeit der Dinge, wie sie uns in modernen Texten begegnet, wird unterschätzt, wenn man sie nur als Wiederbearbeitung historischer Motive begreift. Im zweiten Teil (»Texte«) zeigt uns Dorothee Kimmich, wie man mit Siegfried Kracauer im »Niemandsland der Dinge« überlebt, wendet sich der »Rückseite der Spule« bei Walter Benjamin zu, und erklärt, »warum sich bei Lord Chandos, Malte Laurids Brigge und dem Zögling Törleß alles um die Dinge dreht«. Überlegungen zu »Charlie Chaplins Komplizen« und der »Seife von Francis Ponge« beschließen das Buch.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
Product notice
With dust jacket
Paper over boards
sewn/stitched
Dimensions
Height: 177 mm
Width: 113 mm
Thickness: 20 mm
Weight
178 gr
ISBN-13
978-3-8353-9008-9 (9783835390089)
Schweitzer Classification
Other editions
Additional editions

Dorothee Kimmich
Lebendige Dinge in der Moderne
E-Book
02/2018
1st Edition
Konstanz University Press
€13.99
Available for download
Person
Author
Dorothee Kimmich ist Professorin für literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Bei KUP erschienen »Ins Ungefähre. Ähnlichkeit und Moderne« (2017) und »Lebendige Dinge in der Moderne« (2011).