Der Methodenpluralismus und die ratio legis
Eine sprachkritische Untersuchung
Tornike Keshelava(Author)
Helbing & Lichtenhahn (Publisher)
1st Edition
Published on 29. December 2011
Book
Paperback/Softback
XXIII, 244 pages
978-3-7190-3205-0 (ISBN)
Description
Die Kernaufgabe der juristischen Methodik wird traditionell darin gesehen, die Rechtsanwendung zu steuern und zu kontrollieren. Der in der schweizerischen Rechtspraxis praktizierte Methodenpluralismus, wonach der «wahre Sinn» des Gesetzes, die ratio legis, zum Vornherein die Auswahl der passenden Auslegungsmethode und -elemente bestimmt, steht in der Kritik, dieser Aufgabe nicht gerecht zu werden. Anhand der Konfrontation der juristischen Methodenlehre mit der modernen Sprachkritik, insbesondere jener von Ludwig Wittgenstein, zeigt der Autor auf, dass die ergebnisgeleitete Gesetzesauslegung, wie sie mit dem Methodenpluralismus betrieben wird, durch die Funktionsweise der Sprache strukturell bedingt ist. Mit diesem Befund wird der Rechtsmethodik die ihr zugeschriebene Steuerungs- und Kontrollfunktion abgesprochen. Stattdessen wird sie als Argumentationsinstrumentarium konzipiert, welches dem Rechtsanwender ermöglicht, den Anschluss des Rechts an die gesellschaftliche Wirklichkeit im jeweiligen Kontext (rechts)systemimmanent aufzuarbeiten.
More details
Series
Thesis
Doctoral thesis
2011
Univeristät Freiburg
Language
German
Place of publication
Basel
Switzerland
Product notice
Unsewn / adhesive bound
Dimensions
Height: 22.5 cm
Width: 15.5 cm
Weight
440 gr
ISBN-13
978-3-7190-3205-0 (9783719032050)
Schweitzer Classification