Das Okinawa-Prinzip
Gesund bleiben, länger leben
Jane Kennedy(Author)
Kösel (Publisher)
Published on 28. September 2009
Book
Hardback
160 pages
978-3-466-34542-7 (ISBN)
Description
So lernen wir von Hundertjährigen!
Okinawa - eine japanische Insel sorgt für Furore. Denn nirgendwo sonst auf der Welt leben so viele glückliche und powervolle Hundertjährige! Dieses Buch verrät, wie auch wir schon früh beginnen können, durch die Umsetzung von 4 einfachen Okinawa-Prinzipien unsere Gesundheit zu schützen, die Lebenserwartung zu verlängern und uns dabei vital, gelassen und topfit zu fühlen. Probieren Sie es aus!
Okinawa - eine japanische Insel sorgt für Furore. Denn nirgendwo sonst auf der Welt leben so viele glückliche und powervolle Hundertjährige! Dieses Buch verrät, wie auch wir schon früh beginnen können, durch die Umsetzung von 4 einfachen Okinawa-Prinzipien unsere Gesundheit zu schützen, die Lebenserwartung zu verlängern und uns dabei vital, gelassen und topfit zu fühlen. Probieren Sie es aus!
More details
Language
German
Place of publication
München
Germany
Dimensions
Height: 18.7 cm
Width: 12.5 cm
ISBN-13
978-3-466-34542-7 (9783466345427)
Schweitzer Classification
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E-Book
11/2009
Kösel
€7.99
Available for download
Person
Jane Kennedy, geb. 1954, Journalistin, ist erfolgreiche Buchautorin im Bereich Gesundheit und Wellness. Sie lebt mit ihrer Familie in Kalifornien.
Content
Die Insel der vitalen 100-Jährigen
Es war einmal eine traumhafte Insel im Pazifischen Ozean. In kleinen Holzhäusern, deren Dächer aus üppig grünen Hügeln herausragten, lebten heitere, zufriedene Menschen. Morgens begannen sie ihre Tage mit etwas Morgengymnastik am Strand - abends genossen sie die Strahlen der untergehenden Sonne, während sie gemütlich auf Bambussesseln inmitten ihrer Gärten saßen. Krankheiten waren auf dieser Insel so gut wie unbekannt. Mit 70 Jahren fühlten sich die Bewohner noch wie Kinder, mit 80 wie Jugendliche und selbst mit 100 Jahren fanden sie sich noch regelmäßig auf dem Dorfplatz ein, um gemeinsam zu tanzen, zu singen, zu lachen.
Zu schön, um wahr zu sein?
Was wie ein Märchen klingen mag, ist die Beschreibung eines Phänomens, über das sich Wissenschaftler bereits seit einigen Jahrzehnten den Kopf zerbrechen - das Geheimnis der Insel Okinawa.
Auf dem Inselarchipel Okinawa liegt die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich höher als überall sonst auf der Welt - nirgendwo sonst gibt es so viele
Hundertjährige. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Nirgendwo sonst bleiben die Menschen bis an ihr Lebensende so beweglich, vital und voller Lebensfreude.
Viele Erkrankungen, die sich durch unsere moderne Zivilisation rasant verbreiten, treten dort kaum oder gar nicht auf. Ob Krebserkrankungen (insbesondere Brust-, Darm- und Prostatakrebs), Osteoporose, Alzheimer oder andere Demenzerkrankungen, Diabetes oder Herz- und Kreislaufstörungen - Krankheiten, die hierzulande zum traurigen Alltag gehören, sind auf Okinawa so gut wie unbekannt oder zumindest deutlich seltener.
Was sagt die Wissenschaft?
Okinawa ist nicht die einzige Region der Welt, die sich durch eine besondere Langlebigkeit ihrer Bewohner auszeichnet. Im Gegensatz zu anderen solchen Orten wie den ecuadorianischen Anden, den Gebirgstälern des Kaukasus oder Pakistans gibt es für Okinawa jedoch zuverlässige Aufzeichnungen darüber, wer wann geboren wurde - die Menschen sind also wirklich so alt, wie sie es angeben. Seit der Archipel zu Japan gehört (also seit 1879), wird in jedem Dorf ein genaues Familienregister geführt.
Darüber hinaus werden der Gesundheitszustand und die Lebensweise der Alten von Okinawa schon seit den 1970er-Jahren umfassend erforscht. Dabei wurden unzählige Fakten darüber gesammelt, was die Ernährung und den Lebensstil der Okinawa-Inseln so besonders macht. Allein schon die 25 Jahre dauernde Okinawa Centenarian Study, die von der Universität von Okinawa unter Leitung von Professor Makoto Suzuki durchgeführt wurde, beweist eindeutig den hervorragenden Gesundheitszustand der Hundertjährigen. Die Ergebnisse dieser Studie sind die Grundlage für den fünfhundertseitigen US-Bestseller The Okinawa Program, in dem Professor Suzuki gemeinsam mit den kanadischen Medizinern Bradley und Craig Willcox ein umfassendes Programm für ein gesundes, langes Leben vorstellt. Die Ergebnisse der Okinawa Centenarian Study zeigen unter anderem, dass
die Senioren auf Okinawa länger leben und im Durchschnitt auch viel später unter "typischen" Alterserkrankungen leiden,
Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs deutlich seltener auftreten,
der Lebensstil und vor allem die Ernährung einen größeren Einfluss auf Gesundheitszustand und Lebensdauer haben als die Gene.
Die Suche nach dem Okinawa-Geheimnis
Jugendlich wirkende 80-Jährige oder Senioren, die mit über 90 Jahren noch ausgedehnte Spaziergänge machen und im Garten arbeiten, sind auf Okinawa keine Seltenheit. Pin pin werden diese Alten dort genannt: "fit wie ein hüpfender Gummiball". Doch wie ist es möglich, dass die Bevölkerung einer ganzen Inselgruppe es schafft (oder es zumindest vor dem Einfluss "zivilisierter" Ess- und Lebensgewohnheiten geschafft hat), das Entstehen chronischer Erkrankungen zu verhindern, ein überdurchschnittlich hohes Alter zu erreichen und bis an das Lebensende schlank und vital zu bleiben?
Die Antwort hierfür nur in der Ernährung zu suchen, führt nicht weit genug. Wie schon erwähnt, spielen dabei auch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Die Bewohner Okinawas
sind sich der Bedeutung eines gesunden, tiefen Schlafs bewusst und beherrschen die Kunst der Entspannung;
sehen Arbeit und Leben nicht als getrennte Bereiche an, nur ein Leben in Aktivität erscheint ihnen lebenswert;
sorgen für mäßige Bewegung, haben Freude an Volkstänzen, Musik und Ballspielen und beherrschen meist einfache Grundlagen des Kampfsports (Okinawa ist die Heimat des Karate);
pflegen Yuimaru - das Gefühl der Verbundenheit mit ihren Mitmenschen und enge soziale Netze.
Fischer, Bauern, Kämpfer
Wir sehen also, dass das Alter der Menschen von Okinawa vor allem auf ihre Lebensweise zurückgeht, die von der Vielfalt der Nahrungsmittel aus dem Meer und vom Land, Gemeinschaftssinn, Gelassenheit und viel Bewegung gekennzeichnet ist. Dass sich diese gesunde Lebensweise genau hier entwickeln konnte, verdanken sie sowohl der geografischen Lage als auch der Geschichte ihrer Heimat.
Die heute als Okinawa bekannte Inselgruppe liegt weit im Süden der japanischen Hauptinseln und wurde erst 1879 von Japan annektiert. Vorher war sie unter dem Namen Ryukyu bekannt und trotz starker Einflüsse aus Japan und China jahrhundertelang ein eigenständiges Königreich, das vor allem vom Handel mit seinen Nachbarn lebte. Diese Position zwischen den großen Kulturen Asiens hat Okinawa zu einem Schmelztiegel verschiedenster kultureller Einflüsse gemacht: Die Bewohner der Inselgruppe waren klug genug, um aus der Kochkunst, der Heilkunde und der Lebensweise ihrer Besucher all das aufzunehmen, was ihr eigenes Leben verbessern konnte.
Aus Wenigem das Beste machen
Obwohl Okinawas tropisches Klima eine reiche Vegetation hervorbringt und es erlaubt, ganzjährig Feldfrüchte anzubauen und zu ernten, sind die Inseln dennoch kein
Schlaraffenland: Ihre kargen Böden lassen keine hohen Erträge zu, und heftige Taifune drohen immer wieder, auch diese zu zerstören. Die Bewohner Okinawas waren daher schon immer darauf angewiesen, sich so viele Nahrungsquellen wie möglich zu erschließen - die Grundlage für ihre vielfältige und schon dadurch so gesunde Ernährung. Gemüse, Obst und Kräuter in vielen Variationen bilden den Hauptbestandteil der traditionellen Mahlzeiten auf Okinawa. Da die Felder kaum genug Nahrung für die Menschen lieferten, war Viehzucht nur in engen Grenzen möglich - Fleisch gibt es daher traditionell nur selten und in kleinen Portionen. Gleichzeitig spielen Fisch, Meeresfrüchte, Algen und Seetang aus dem umliegenden Meer eine große Rolle in der Küche Okinawas.
Und nicht zuletzt sind die Bewohner Okinawas seit jeher Experten darin, auch das Beste aus dem zu machen, was sie bekommen konnten: Sie mussten ihre Nahrung so zusammenstellen, dass sie selbst mit geringen Mengen alle wichtigen Nährstoffe zu sich nahmen, oder einfacher gesagt: rundum gesund waren. In der traditionellen Küche werden daher viele Zutaten verwendet, die gleichzeitig eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen.
Es war einmal eine traumhafte Insel im Pazifischen Ozean. In kleinen Holzhäusern, deren Dächer aus üppig grünen Hügeln herausragten, lebten heitere, zufriedene Menschen. Morgens begannen sie ihre Tage mit etwas Morgengymnastik am Strand - abends genossen sie die Strahlen der untergehenden Sonne, während sie gemütlich auf Bambussesseln inmitten ihrer Gärten saßen. Krankheiten waren auf dieser Insel so gut wie unbekannt. Mit 70 Jahren fühlten sich die Bewohner noch wie Kinder, mit 80 wie Jugendliche und selbst mit 100 Jahren fanden sie sich noch regelmäßig auf dem Dorfplatz ein, um gemeinsam zu tanzen, zu singen, zu lachen.
Zu schön, um wahr zu sein?
Was wie ein Märchen klingen mag, ist die Beschreibung eines Phänomens, über das sich Wissenschaftler bereits seit einigen Jahrzehnten den Kopf zerbrechen - das Geheimnis der Insel Okinawa.
Auf dem Inselarchipel Okinawa liegt die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich höher als überall sonst auf der Welt - nirgendwo sonst gibt es so viele
Hundertjährige. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Nirgendwo sonst bleiben die Menschen bis an ihr Lebensende so beweglich, vital und voller Lebensfreude.
Viele Erkrankungen, die sich durch unsere moderne Zivilisation rasant verbreiten, treten dort kaum oder gar nicht auf. Ob Krebserkrankungen (insbesondere Brust-, Darm- und Prostatakrebs), Osteoporose, Alzheimer oder andere Demenzerkrankungen, Diabetes oder Herz- und Kreislaufstörungen - Krankheiten, die hierzulande zum traurigen Alltag gehören, sind auf Okinawa so gut wie unbekannt oder zumindest deutlich seltener.
Was sagt die Wissenschaft?
Okinawa ist nicht die einzige Region der Welt, die sich durch eine besondere Langlebigkeit ihrer Bewohner auszeichnet. Im Gegensatz zu anderen solchen Orten wie den ecuadorianischen Anden, den Gebirgstälern des Kaukasus oder Pakistans gibt es für Okinawa jedoch zuverlässige Aufzeichnungen darüber, wer wann geboren wurde - die Menschen sind also wirklich so alt, wie sie es angeben. Seit der Archipel zu Japan gehört (also seit 1879), wird in jedem Dorf ein genaues Familienregister geführt.
Darüber hinaus werden der Gesundheitszustand und die Lebensweise der Alten von Okinawa schon seit den 1970er-Jahren umfassend erforscht. Dabei wurden unzählige Fakten darüber gesammelt, was die Ernährung und den Lebensstil der Okinawa-Inseln so besonders macht. Allein schon die 25 Jahre dauernde Okinawa Centenarian Study, die von der Universität von Okinawa unter Leitung von Professor Makoto Suzuki durchgeführt wurde, beweist eindeutig den hervorragenden Gesundheitszustand der Hundertjährigen. Die Ergebnisse dieser Studie sind die Grundlage für den fünfhundertseitigen US-Bestseller The Okinawa Program, in dem Professor Suzuki gemeinsam mit den kanadischen Medizinern Bradley und Craig Willcox ein umfassendes Programm für ein gesundes, langes Leben vorstellt. Die Ergebnisse der Okinawa Centenarian Study zeigen unter anderem, dass
die Senioren auf Okinawa länger leben und im Durchschnitt auch viel später unter "typischen" Alterserkrankungen leiden,
Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs deutlich seltener auftreten,
der Lebensstil und vor allem die Ernährung einen größeren Einfluss auf Gesundheitszustand und Lebensdauer haben als die Gene.
Die Suche nach dem Okinawa-Geheimnis
Jugendlich wirkende 80-Jährige oder Senioren, die mit über 90 Jahren noch ausgedehnte Spaziergänge machen und im Garten arbeiten, sind auf Okinawa keine Seltenheit. Pin pin werden diese Alten dort genannt: "fit wie ein hüpfender Gummiball". Doch wie ist es möglich, dass die Bevölkerung einer ganzen Inselgruppe es schafft (oder es zumindest vor dem Einfluss "zivilisierter" Ess- und Lebensgewohnheiten geschafft hat), das Entstehen chronischer Erkrankungen zu verhindern, ein überdurchschnittlich hohes Alter zu erreichen und bis an das Lebensende schlank und vital zu bleiben?
Die Antwort hierfür nur in der Ernährung zu suchen, führt nicht weit genug. Wie schon erwähnt, spielen dabei auch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Die Bewohner Okinawas
sind sich der Bedeutung eines gesunden, tiefen Schlafs bewusst und beherrschen die Kunst der Entspannung;
sehen Arbeit und Leben nicht als getrennte Bereiche an, nur ein Leben in Aktivität erscheint ihnen lebenswert;
sorgen für mäßige Bewegung, haben Freude an Volkstänzen, Musik und Ballspielen und beherrschen meist einfache Grundlagen des Kampfsports (Okinawa ist die Heimat des Karate);
pflegen Yuimaru - das Gefühl der Verbundenheit mit ihren Mitmenschen und enge soziale Netze.
Fischer, Bauern, Kämpfer
Wir sehen also, dass das Alter der Menschen von Okinawa vor allem auf ihre Lebensweise zurückgeht, die von der Vielfalt der Nahrungsmittel aus dem Meer und vom Land, Gemeinschaftssinn, Gelassenheit und viel Bewegung gekennzeichnet ist. Dass sich diese gesunde Lebensweise genau hier entwickeln konnte, verdanken sie sowohl der geografischen Lage als auch der Geschichte ihrer Heimat.
Die heute als Okinawa bekannte Inselgruppe liegt weit im Süden der japanischen Hauptinseln und wurde erst 1879 von Japan annektiert. Vorher war sie unter dem Namen Ryukyu bekannt und trotz starker Einflüsse aus Japan und China jahrhundertelang ein eigenständiges Königreich, das vor allem vom Handel mit seinen Nachbarn lebte. Diese Position zwischen den großen Kulturen Asiens hat Okinawa zu einem Schmelztiegel verschiedenster kultureller Einflüsse gemacht: Die Bewohner der Inselgruppe waren klug genug, um aus der Kochkunst, der Heilkunde und der Lebensweise ihrer Besucher all das aufzunehmen, was ihr eigenes Leben verbessern konnte.
Aus Wenigem das Beste machen
Obwohl Okinawas tropisches Klima eine reiche Vegetation hervorbringt und es erlaubt, ganzjährig Feldfrüchte anzubauen und zu ernten, sind die Inseln dennoch kein
Schlaraffenland: Ihre kargen Böden lassen keine hohen Erträge zu, und heftige Taifune drohen immer wieder, auch diese zu zerstören. Die Bewohner Okinawas waren daher schon immer darauf angewiesen, sich so viele Nahrungsquellen wie möglich zu erschließen - die Grundlage für ihre vielfältige und schon dadurch so gesunde Ernährung. Gemüse, Obst und Kräuter in vielen Variationen bilden den Hauptbestandteil der traditionellen Mahlzeiten auf Okinawa. Da die Felder kaum genug Nahrung für die Menschen lieferten, war Viehzucht nur in engen Grenzen möglich - Fleisch gibt es daher traditionell nur selten und in kleinen Portionen. Gleichzeitig spielen Fisch, Meeresfrüchte, Algen und Seetang aus dem umliegenden Meer eine große Rolle in der Küche Okinawas.
Und nicht zuletzt sind die Bewohner Okinawas seit jeher Experten darin, auch das Beste aus dem zu machen, was sie bekommen konnten: Sie mussten ihre Nahrung so zusammenstellen, dass sie selbst mit geringen Mengen alle wichtigen Nährstoffe zu sich nahmen, oder einfacher gesagt: rundum gesund waren. In der traditionellen Küche werden daher viele Zutaten verwendet, die gleichzeitig eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen.