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Alarmstufe Rot
Fiona Kelly(Author)
Ravensburger (Publisher)
1st Edition
Published on 1. January 2002
Book
Hardback
189 pages
978-3-473-34512-0 (ISBN)
Description
Der Tennisstar Will Anderson ist in Gefahr. Er wird mit dem Tode bedroht. Ein komplizierter Fall für die SPECIAL AGENTS, die Anderson während des berühmten Tennis-Turniers in Wimbledon bewachen. Im Finale des Herreneinzels kommt es zum Showdown. Wills Coach - sein Bruder - steckt hinter der Sache.
More details
Series
Edition
1. Aufl.
Language
German
Place of publication
Ravensburg
Germany
Dimensions
Height: 19.2 cm
Width: 12.8 cm
Thickness: 2.3 cm
ISBN-13
978-3-473-34512-0 (9783473345120)
Persons
Content
Nacht. 2 Uhr 37. Im Süden Londons, Bezirk SW 9. Ein kleiner stickiger Raum. Verkommen, lange verlassen. Es roch schlecht. Hinter der schmutzigen Fensterscheibe glänzten die Dächer der benachbarten Gebäude dunkel im Regen. Auch die leeren nassen Straßen und Gehwege glänzten. Weit entfernt das Rumpeln eines Güterzugs. Der Raum war dunkel. Es gab kein elektrisches Licht. Darin standen nur ein Stuhl, ein kleiner Tisch mit geborstener Platte. Sonst nichts. Am Tisch saß eine Gestalt, über einen Laptop gebeugt. Das schwache grünliche Leuchten des Bildschirms spiegelte sich auf einem bleichen Gesicht mit fiebrigen Augen. Eine trockene Zunge fuhr über trockene Lippen. Finger flogen über die Tastatur, Wörter glitten über den Bildschirm. SHADOW: Ich habe gehört, dass Sie Ihre Arbeit sehr genau machen. Stimmt das? Die feuchten Hände zitterten über der Tastatur. Kalter Schweiß rann. Ein Herz schlug schnell und hart. Dann erschien eine Antwort auf dem Bildschirm. SPIDER: Welche Dienstleistung wünschen Sie? SHADOW: Ich will, dass Sie jemanden verletzen. Welche Leistungen bringen Sie? SPIDER: Ich arbeite auf Befehl. Was sind Ihre Wünsche? SHADOW: Ich will, dass er leidet. SPIDER: Wünschen Sie, dass er eliminiert wird? Shadow starrte auf die letzte Antwort. Unbehaglich. Zögernd. . dass er eliminiert wird? Schweiß tropfte auf die Tastatur. Shadow atmete flach und schnell. SPIDER: Wollen Sie, dass diese Person stirbt? Der über die Tastatur gekauerte Mensch erwachte aus seiner Erstarrung und gab langsam und bedächtig eine Antwort ein. SHADOW: Ich will, dass er gequält wird. Zerschmettert. Vernichtet. Kurze Pause. Dann kam die Antwort. SPIDER: Verstanden. Wir müssen uns noch auf das Honorar und die Zahlungsweise einigen. Und ich brauche genaue Informationen über die Zielperson. SHADOW: Noch nicht. Das können wir besprechen, wenn es so weit ist. Ich muss nur wissen, dass ich mich auf Sie verlassen kann, wenn ich Sie brauche. Shadow sah keine Notwendigkeit Spider bereits zu diesem Zeitpunkt alles zu sagen. Wenn Shadows Plan funktionierte, würde er Spider sowieso nicht brauchen. Er benötigte ihn nur für den Fall, dass irgendetwas schief ging. Weitere Wörter erschienen auf dem Bildschirm. SPIDER: Unbefugten Zugriff entdeckt. Verbindung wird unterbrochen. Shadow starrte mit leerem Blick auf den Schirm. SHADOW: Was meinen Sie damit? Sind Sie noch da? Keine Antwort. Shadows Gesicht verzog sich vor Wut. Doch dann wurde ihm die Dringlichkeit der Situation klar. Jemand verfolgte ihre Unterhaltung. Sein Atem ging zischend, er riss den Kopf herum und sah zur offenen Tür hinüber. Da draußen war jemand. Irgendjemand störte seinen Plan. Danny Bell saß im Laderaum des Überwachungswagens und beugte sich über seine elektronischen Geräte. Er trug einen leichten Kopfhörer mit Mikrofon und kontrollierte verschiedene Monitore und digitale Displays. Seine Finger flogen über die Tastatur des Laptops. Er war völlig auf seine Arbeit konzentriert. Auf einem Bildschirm verfolgte er die elektronische Unterhaltung von Spider und Shadow. Neben Danny befanden sich noch zwei weitere Männer im Laderaum des Wagens. Ein dritter fuhr sie durch die regennassen Straßen von London Stockwell, SW 9. Die drei Polizeibeamten waren älter und erfahrener als Danny - doch bei einer Angelegenheit wie dieser warteten sie auf seine Anweisungen., sagte er. Er grinste. Er wandte sich zu seinen Kollegen um. Er hielt eine Hand hoch, Daumen und Zeigefinger nur Millimeter voneinander entfernt. Der Fahrer reagierte sofort und lenkte den Überwachungswagen mit hoher Geschwindigkeit um die nächste Straßenecke. Die beiden Polizisten im Laderaum hielten sich an der Wand fest und warfen sich einen Blick zu. Von einem siebzehnjährigen Trainee genannt zu werden, war neu für sie. Aber sie wussten, dass sich der junge, schwarze Amerikaner einfach am besten mit den teuren elektronischen Überwachungsgeräten auskannte. Zumindest was diese wilde Fahrt durch die Nacht anging, war Danny der Chef. Danny stammte aus Chicago. Nachdem sein Vater dort in einem wichtigen Prozess gegen die Mafia ausgesagt hatte, waren sie beide unter dem Schutz des FBI nach London gekommen. Eine ziemlich aufregende Sache. Aber derzeit beschäftigte Danny etwas anderes. Er arbeitete nämlich inzwischen für die britische Polizei. Die Londoner Police Investigation Command, eine Verbindung von Sicherheitspolizei und Spionageabwehr, verfolgte den Auftragskiller namens Spider schon seit Monaten. Er war dafür bekannt, seine Opfer mit einem einzigen präzisen Schuss zu töten und danach spurlos zu verschwinden. So nahe wie bei Dannys Einsatz in dieser Nacht waren sie ihm noch nie gekommen. Doch das Gewirr enger Straßen stellte Dannys elektronische Straßenkarte auf eine gehörige Probe., fragte er Leigh., kam die Antwort durch seinen Kopfhörer. Einer der Polizisten beugte sich über Dannys Schulter. Danny gab einige weitere Daten ein und beobachtete die grün und rot flackernden Punkte auf seiner digitalen Karte. Der Überwachungswagen fuhr langsam durch die halb verfallene Wohnsiedlung. Plötzlich richteten sich die Härchen auf Dannys Nacken auf., flüsterte er. Mit unverwandtem Blick auf den Monitor streckte er die Hand aus und griff nach zwei kleinen, rechteckigen Geräten. Sie waren aus dunklem Metall, das schwach im Dämmerlicht des Laderaums schimmerte. Danny aktivierte die Geräte, an denen kleine rote Lämpchen zu blinken begannen. Die beiden Polizisten öffneten die Türen des Laderaums. Es hatte zu regnen aufgehört, aber ihre Füße platschten in Pfützen, als sie hinaussprangen. Sie gingen in entgegengesetzte Richtungen davon, um die Reichweite des ausgesandten Suchsignals zu erhöhen. Der Wagen fuhr langsam los. Danny hörte Leighs Stimme im Kopfhörer. Danny grinste. < Ich kann dir sagen, in welchem Zimmer er sich befindet. Ich kann dir sagen, in welche Richtung er schaut und sogar die Farbe seines T-Shirts erkennen.