Max Hirsch - Rheumatologe und Badearzt
Ein jüdisches Schicksal
Stekovics, J (Publisher)
1st Edition
Published on 3. September 2013
Book
Hardback
160 pages
978-3-89923-312-4 (ISBN)
Description
Der jüdische Arzt und Wissenschaftler Dr. Max Hirsch (1875-1941) trug wesentlich zur Festigung der Grundlagen seines Fachgebietes, der Bäderkunde, bei und entwickelte besonders ihre sozialen Aspekte. Er erkannte schon früh die volkswirtschaftliche Bedeutung der Erkrankungen des Bewegungsapparates, nahm wichtige Impulse aus dem Ausland auf und wurde so zum Begründer der deutschen Rheumatologie. Zusammen mit dem Abteilungsleiter im preußischen Kultusministerium, dem Geheimen Obermedizinalrat Prof. Dr. Eduard Dietrich, und später allein, gab er verschiedene balneologische Zeitungen heraus, wirkte vom Anfang ihres Bestehens (1927) als Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, schuf die Publikationsreihen "Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie" sowie "Rheumatologisches Jahrbuch 1929, 1930/31" und organisierte bis 1933 sieben rheumatologische Fachkongresse.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden Max Hirsch und Eduard Dietrich ihrer Ämter enthoben. Hirsch emigrierte mit seiner Frau und einem Sohn über die Schweiz und die Sowjetunion nach Lettland. Dort wurden sie im Zuge der Judenvernichtung von der deutschen Besatzung umgebracht. Ein zweiter Sohn rettete sich mit seiner Familie durch die Flucht nach Schweden. Die beiden Autoren - Wolfgang Keitel, Verwalter des Rheumatologie-Archivs in Gommern-Vogelsang, und Leif Olsson, Urenkel von Max Hirsch - schildern das wissenschaftliche Werk von Hirsch in der Balneologie und Rheumatologie und, soweit möglich, den tragischen Lebensweg seiner Familie.
More details
Language
German
Place of publication
Wettin-Löbejün
Germany
Target group
Professional and scholarly
Mediziner, Historiker, Politologen, Archivare
Illustrations
81 z.T. farb. Abb.
Dimensions
Height: 24 cm
Width: 15.5 cm
Weight
640 gr
ISBN-13
978-3-89923-312-4 (9783899233124)
Schweitzer Classification
Persons
Content
Inhalt
Die frühen Jahre, Familie Weissbein
Orte der Kindheit
Studienkollege, Schwager, Schicksalsgenosse: Siegfried Weissbein
Universitäten, Dissertation, erste Arbeitsstelle
Balneologische Tätigkeit
Die Balneologische Gesellschaft und ihre Publikationsorgane bis 1925
Badearzt (und Schriftsteller) in Kudowa
"Der Badearzt ist wie ein Schäferhund"
Sportbegeistert
Intermezzo: Als Wissenschaftler in Berlin
Ortswechsel - Zandern in Bad Salzschlirf
Nachkriegszeit: Mentor Eduard Dietrich
Balneologie und Studieren im Dienste der nationalen Sache
Generalsekretär, ein Mädchen für alles
Chefredakteur, Herausgeber, die Mittelstandskuren
Aachen 1926 und später
Bäder-Almanach und -Kalender
Internationale Kontakte und Funktionen
Wissenschaftliche Schriften
Reichskurortgesetz (1930)
Ihm platzt der Kragen
Ehrungen, ehrgeizige Pläne und Lokales in Berlin
Der Rheumatologe
Die europäische Ebene - Jan van Breemen
August Bier, Vorarbeiten in Deutschland
Zweifacher Kraftakt - die Tagung in Schreiberhau 1927
Sieben Kongresse
"Veröffentlichungen", Internationales und Jahrbücher
Arnold Zimmer - Vorreiter einer modernen Rheumatologie
Freundschaft mit einem Antisemiten?
Der Schrecken beginnt
Leidensweg
Familie in Not
Der Moskauer Kongress
Moskau 1937, Leningrad - wie weiter?
Lettland bis 1941. Pogrome und Ghettos
Acht Briefe aus Riga
Otto Hirsch überlebt
Von Berlin über Paris und Leningrad nach Stockholm
Das Ende einer langen Reise - ein neuer Anfang in Freiheit (Leif Olsson erzählt)
Begegnungen 2011
Wie es mit der Balneologie und Rheumatologie weiterging
Nachbetrachtung
Anhang
Zeittafel-Familie Hirsch/Weissbein
Otto Hirsch und Nachkommen
Politische Ereignisse
Briefe von Emma und Max Hirsch aus Riga 1941
Danksagung
Literatur
Abbildungsnachweis
Personenverzeichnis