
Saint Matorel
Roman
Max Jacob(Author)
Osburg Verlag
1st Edition
Published on 25. February 2020
Book
Hardback
160 pages
978-3-95510-214-2 (ISBN)
Description
Eine Inkunabel des frühen Surrealismus: nach über einhundert Jahren zum ersten Mal wieder mit den eigens für den Text geschaffenen Radierungen von Pablo Picasso vereint. Die Erstausgabe, 1911 bei Kahnweiler in Paris in einhundert Exemplaren erschienen, gehört heute zu den Preziosen berühmter Bibliotheken. Die wenigen auf dem Kunstmarkt gehandelten Exemplare erzielen verlässlich hohe Preise im fünf- bis sechsstelligen Bereich.
Dieser kleine Roman aus dem Jahre 1911 ist eine Entdeckung, ein noch nie ins Deutsche übersetztes Meisterwerk des beginnenden 20. Jahrhunderts. Er ist ein Zeugnis der Literatur der frühen Moderne, von überschäumender Fantasie und gleichzeitig ein Meilenstein auf dem Weg zum Surrealismus. Jacob erzählt darin die Geschichte des kleinen Metroangestellten Victor Matorel, der etwas wirr im Kopf ist, sich zum Katholizismus bekehrt und als Bruder Manassé 19 Monate in einem Lazaristenkloster verbringt, ehe er »im Geruch der Heiligkeit« stirbt und zusammen mit seinem Freund Émile Cordier, der sich ebenfalls zum Katholizismus bekehrt hat, auf einem Pferd durch die sieben Sphären zum Himmel aufsteigt.
Saint Matorel, der viel Autobiografisches enthält, entwickelt sich keineswegs chronologisch. So beginnt der Roman mit der Begegnung des Autors mit Victor Matorel in der Metro, um dann gleich vom Tod Matorels und seinem Aufstieg in die Sphären zu berichten. Er zeigt schon das Imitationstalent von Max Jacob, die Fähigkeit, sich in die Haut anderer zu versetzen, die bis zum Identitätsverlust geht. Der Roman ist komplex, burlesk und poetisch zugleich, voller theosophischer und mythologischer Anspielungen und überreich an Bildern. Er erschien zuerst 1911 in der Galerie Simon (bei Kahnweiler) mit kubistischen Graphiken von Picasso, die wir die Freude haben, in der deutschen Ausgabe mit abdrucken zu dürfen.
Dieser kleine Roman aus dem Jahre 1911 ist eine Entdeckung, ein noch nie ins Deutsche übersetztes Meisterwerk des beginnenden 20. Jahrhunderts. Er ist ein Zeugnis der Literatur der frühen Moderne, von überschäumender Fantasie und gleichzeitig ein Meilenstein auf dem Weg zum Surrealismus. Jacob erzählt darin die Geschichte des kleinen Metroangestellten Victor Matorel, der etwas wirr im Kopf ist, sich zum Katholizismus bekehrt und als Bruder Manassé 19 Monate in einem Lazaristenkloster verbringt, ehe er »im Geruch der Heiligkeit« stirbt und zusammen mit seinem Freund Émile Cordier, der sich ebenfalls zum Katholizismus bekehrt hat, auf einem Pferd durch die sieben Sphären zum Himmel aufsteigt.
Saint Matorel, der viel Autobiografisches enthält, entwickelt sich keineswegs chronologisch. So beginnt der Roman mit der Begegnung des Autors mit Victor Matorel in der Metro, um dann gleich vom Tod Matorels und seinem Aufstieg in die Sphären zu berichten. Er zeigt schon das Imitationstalent von Max Jacob, die Fähigkeit, sich in die Haut anderer zu versetzen, die bis zum Identitätsverlust geht. Der Roman ist komplex, burlesk und poetisch zugleich, voller theosophischer und mythologischer Anspielungen und überreich an Bildern. Er erschien zuerst 1911 in der Galerie Simon (bei Kahnweiler) mit kubistischen Graphiken von Picasso, die wir die Freude haben, in der deutschen Ausgabe mit abdrucken zu dürfen.
More details
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
Target group
Leser hochliterarischer Texte aus dem frühen 20. Jahrhundert
Product notice
Unsewn / adhesive bound
With dust jacket
Illustrations
Radierungen von Pablo Picasso
Dimensions
Height: 20 cm
Width: 12 cm
ISBN-13
978-3-95510-214-2 (9783955102142)
Schweitzer Classification
Other editions
Additional editions

Persons
Author
Maler, Schriftsteller
Max Jacob, 1876 in Quimper in einer jüdischen Familie geboren, kam 1894 zum Studium nach Paris, das er jedoch 1896 abbrach. Danach übte er verschiedene Gelegenheitsberufe aus. 1901 lernte er den jungen Pablo Picasso kennen. Max Jacob zog ihm 1903 auf den Montmartre nach und erlebte dort die Entstehung des Kubismus aus nächster Nähe. Er lebte wie seine Freunde in äußerster Armut, schrieb Prosagedichte und malte. Im September 1909 hatte er in seinem dunklen Hinterhofzimmer eine Vision, die er sofort als Christusvision deutete. Im März 1944 starb er im Sammellager der SS in Drancy.
ISNI: 0000 0001 2096 2037
Max Jacob, 1876 in Quimper in einer jüdischen Familie geboren, kam 1894 zum Studium nach Paris, das er jedoch 1896 abbrach. Danach übte er verschiedene Gelegenheitsberufe aus. 1901 lernte er den jungen Pablo Picasso kennen. Max Jacob zog ihm 1903 auf den Montmartre nach und erlebte dort die Entstehung des Kubismus aus nächster Nähe. Er lebte wie seine Freunde in äußerster Armut, schrieb Prosagedichte und malte. Im September 1909 hatte er in seinem dunklen Hinterhofzimmer eine Vision, die er sofort als Christusvision deutete. Im März 1944 starb er im Sammellager der SS in Drancy.
ISNI: 0000 0001 2096 2037
Translation
ISNI: 0000 0000 1529 679X