
Franz.
Horst Hussel(Author)
PalmArtPress
Published in July 2018
Book
200 pages
978-3-96258-000-1 (ISBN)
Description
Hussels Franz, ein einzigartiger Eigenbrötler, teilt seine Ein- und Ausdrücke in kurzen, kürzeren und kürzesten Geschichten bzw. Begebenheiten in literarischer Vielfalt, um nicht zu sagen Virtuosität, mit. Er steckt voller Humor, liebt alles Absurde, ist verschmitzt, durch und durch sprachverspielt & lautmalerisch und trotzdem - oder gerade deshalb - unglaublich hintergründig und tiefsinnig. Franz betreibt das Spiel nicht nur mit Worten und Wendungen, allein schon wie er das Waldhorn so kühn in seiner Küche einsetzt, haben es zuletzt Robert Walser, Herrmann Löns und Kurt Schwitters vor 100 Jahren gewagt.
Reviews / Votes
Horst Hussel versteht noch immer nicht, wie andere mit nur einer Wirklichkeit auskommen. Er kann das nicht. Und wieso heißt es "die" Wirklichkeit? Das klingt so ungut totalitär. Hussel bewohnt am liebsten seine eigenen Wirklichkeiten. Und macht sie nach Möglichkeit zu denen der anderen. Man nennt diesen Vorgang auch künstlerisches Schaffen, schon richtig. Aber warum hier schon aufhören? - Kerstin Decker, DER TAGESSPIEGELMore details
Language
German
Place of publication
Berlin
Germany
Product notice
Paper over boards
Illustrations
Holzschnitte von Horst Hussel
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14 cm
ISBN-13
978-3-96258-000-1 (9783962580001)
Schweitzer Classification
Person
Author
Horst Hussel, geboren 1934 in Greifswald, Grafiker, Zeichner, Maler, Illustrator, Buchgestalter, Autor, Herausgeber, Verleger, wurde 1969 mit der Friedrich Schröder Sonnenstern-Medaille geehrt, 1993 mit dem Jule-Hammer-Preis, ist Präsident der Kurt Schwitters-Gesellschaft der DDR, seit 2015 Member of the British Kurt-Schwitters-Society, schuf zahlreiche Bucheinbände und illustrierte mit Zeichnungen und Vignetten ebenso zahlreiche Bücher. Am November 2017 ist er nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.
ISNI: 0000 0001 0855 8314
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Content
Immer geht es im RESI zu wie immer. Franz guckt wie immer, und auch Irene guckt wie immer. "Du guckst wie immer" sagt Franz, und Irene sagt "du guckst wie immer". Der Klavierspieler klimpert wie immer. Für einen Moment war er eingeschlafen, niemand hat es bemerkt. Da gibts einen ungeheuren Knall, ein Sausen und Brausen in der Luft, daß die Lampen und Tische im RESI wackeln. Leni serviert wie immer, Irene schaut aufs Halbgefrorene, während ein tellerförmiges Fluggerät über das RESI hinwegsaust. Deutlich erkennt Franz den Piloten, der mit grün glühenden, suppentellergroßen Augen auf Franz starrt, seine Haare gleichen silbern glänzenden Stacheln, mit seiner Krallenhand winkt er Franz zu. Franz starrt mit Franzaugen, er wischt sich mehrmals übers Gesicht . Irene fragt, wo er Gesternnachmittag war. Wieder ist alles wie immer.