Im Mittelpunkt des monumentalen, 1862 vollendeten Sozialromans
Les Misérables
steht Jean Valjean, ein ehemaliger Galeerensträfling, der nach 19 Jahren Haft wegen eines Brotdiebstahls und mehrerer Fluchtversuche aus der Gesellschaft ausgestoßen bleibt. Erst die radikale Nächstenliebe eines Bischofs bewirkt seine tiefgreifende innere Wandlung. Unter wechselnden Identitäten versucht Valjean, ein moralisches Leben zu führen, wird jedoch unerbittlich vom Gesetzeshüter Javert verfolgt. Hugo verwebt Valjeans Schicksal mit dem der Arbeiterin Fantine, die aus mütterlicher Liebe und sozialer Not in den Abgrund getrieben wird, ihrer gepeinigten Tochter Cosette, des idealistischen Studenten Marius und vieler weiterer Figuren zu einem weitgespannten Panorama des 19. Jahrhunderts. Die Schlacht bei Waterloo und die Pariser Juniaufstände von 1832 werden dabei ebenso erfahrbar wie der Alltag einer Gesellschaft, die von Armut, Repression und sozialer Ungleichheit geprägt ist.
Ob als Buch, auf der Leinwand oder auf der Musical-Bühne: Hugos Meisterwerk ist ein globales Phänomen - ein leidenschaftlicher Appell für Mitgefühl und Gerechtigkeit, der bis heute nichts von seiner moralischen Dringlichkeit verloren hat.
Edition
Language
Place of publication
Product notice
sewn/stitched
Cloth over boards
Dimensions
Height: 219 mm
Width: 139 mm
ISBN-13
978-3-7518-0934-4 (9783751809344)
Schweitzer Classification
Author
Victor Hugo, 1802 in Besançon geboren, verfasste Gedichte, Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist. 1845 von König Louis-Philippe zum Vicomte und Pair erhoben, wurde er in seinem zweiten Lebensabschnitt überzeugter Republikaner. Er gilt neben Molière, Voltaire und Balzac als einer der wichtigsten Autoren Frankreichs sowie als eine Gallionsfigur der Romantik. Seine Romane Der Glöckner von Notre Dame und Les Misérables sind weltberühmt. Hugo starb 1885 in Paris.
Foreword
Éric Vuillard, 1968 in Lyon geboren, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründete, wurde er u. a. mit dem Prix de l'Inaperçu, dem Franz-Hessel-Preis und dem Prix Goncourt ausgezeichnet.
Translation
Alexander Pschera studierte in Heidelberg Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie. Er beschäftigt sich vor allem mit der französischen Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts und hat dazu zahlreiche Übersetzungen und Veröffentlichungen vorgelegt, unter anderem zu Léon Bloy, Charles Péguy, Louis de Bonald und Joseph de Maistre. Zur Zeit arbeitet er an zwei großen Victor-Hugo-Projekten. Daneben veröffentlichte Pschera zu Themen der Medienphilosophie. Pschera ist Vorsitzender der Ernst-und-Friedrich-Georg-Jünger Gesellschaft und Herausgeber der »Jünger-Debatte«.