
Die Linke und die Religion
Geschichte, Konflikte und Konturen. Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
VSA (Publisher)
1st Edition
Published in October 2019
Book
Paperback/Softback
240 pages
978-3-96488-010-9 (ISBN)
Description
Es ist eine schwierige Beziehung, die Linke zu Religionen und Kirchen haben. Von Beginn an haben die Kirchen die sozialistische Arbeiterbewegung als atheistisch und kirchenfeindlich bekämpft. Für die Linken war Religion oft nur falsches Bewusstsein, »Opium des Volkes« (Marx), schädlich im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Das Protestationspotenzial von Religion (auch Marx), von den Kirchen immer wieder unterdrückt, findet weniger Beachtung.
Der Sammelband beginnt mit einem historischen Teil, in dem Aspekte dieses schwierigen Verhältnisses von Linken zu Religion und Kirchen dargestellt werden - mit Konsequenzen für linke Utopien, realpolitische Strategien im Kampf gegen Faschismus, Krieg und beim Aufbau des Sozialismus, der letztlich scheitert. Religion ist Privatsache, keine Staatssache und Parteisache - so die SPD im Gothaer Programm. Wäre dies nicht auch heute die Lösung angesichts neuer gesellschaftlicher Polarisierungen? Aber wie beschreiben Christentum, Judentum und Islam ihr Verhältnis zur Gesellschaft?
Eine Linke, die sich dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit verpflichtet weiß, wird neu fragen müssen, wie eine offene Gesellschaft sozial, politisch, kulturell und weltanschaulich divers gestaltet werden kann und wie hierzu eine zeitgemäße linke Religionspolitik aussehen kann. Ist der Laizismus die Lösung? Was ist mit Kopftuch, Militärseelsorge, Religionsunterricht und finanzieller Förderung der Kirchen durch den Staat? Wo müssen linke Strategien ansetzen - was gibt es schon?
Der Sammelband beginnt mit einem historischen Teil, in dem Aspekte dieses schwierigen Verhältnisses von Linken zu Religion und Kirchen dargestellt werden - mit Konsequenzen für linke Utopien, realpolitische Strategien im Kampf gegen Faschismus, Krieg und beim Aufbau des Sozialismus, der letztlich scheitert. Religion ist Privatsache, keine Staatssache und Parteisache - so die SPD im Gothaer Programm. Wäre dies nicht auch heute die Lösung angesichts neuer gesellschaftlicher Polarisierungen? Aber wie beschreiben Christentum, Judentum und Islam ihr Verhältnis zur Gesellschaft?
Eine Linke, die sich dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit verpflichtet weiß, wird neu fragen müssen, wie eine offene Gesellschaft sozial, politisch, kulturell und weltanschaulich divers gestaltet werden kann und wie hierzu eine zeitgemäße linke Religionspolitik aussehen kann. Ist der Laizismus die Lösung? Was ist mit Kopftuch, Militärseelsorge, Religionsunterricht und finanzieller Förderung der Kirchen durch den Staat? Wo müssen linke Strategien ansetzen - was gibt es schon?
More details
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 14 cm
ISBN-13
978-3-96488-010-9 (9783964880109)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Cornelia Hildebrandt ist stellvertretende Bereichsleiterin des Institutes für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg_Stiftung und Referentin für Parteien und soziale Bewegungen
Jürgen Klute ist evangelischer Pfarrer und einer der Mitbegründer der WASG
Helge Meves ist Mitarbeiter im Parteivorstand DIE LINKE
Franz Segbers ist emeritierter Professor für evangelische Sozialethik an der Universität Marburg.