
Strafende Räume
Wohnpraxen in der Gefängniszelle
Heidi Helmhold(Author)
transcript (Publisher)
1st Edition
Published in July 2025
Book
Paperback/Softback
250 pages
978-3-8376-2767-1 (ISBN)
Description
Die Geschichte des europäischen Strafvollzugs ist auch eine Geschichte der Perfektionierung von Überwachungsarchitektur. Als Räume der Sanktionierung dienen bis heute überwiegend Bauten des 19. Jahrhunderts. Inhaftierte werden darin in einem sinnlichen Wahrnehmungsprekariat von Raum und Körper gehalten.
Heidi Helmhold zeichnet nach, wie Häftlinge mit dem Haftraum umgehen und welche Raumpraxen, Körperwahrnehmungen und Gegenplatzierungen zur Mikrophysik der Macht dabei eine Rolle spielen.
Ihre Studie im Schnittfeld von Raumsoziologie, Psychologie, Straftheorie und Ästhetik zeigt: Obwohl das Vollzugsziel nach dem StVollzG in der (Re-)Sozialisierung der Inhaftierten besteht, ist die Strafvollzugsarchitektur eine strafende Architektur, die Vergeltung kommuniziert.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Bielefeld
Germany
Target group
Professional and scholarly
Product notice
Unsewn / adhesive bound
Illustrations
30 Farbabbildungen
Dimensions
Height: 22.5 cm
Width: 14.8 cm
Weight
393 gr
ISBN-13
978-3-8376-2767-1 (9783837627671)
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Person
Author
Heidi Helmhold (Prof. Dr.) lehrt Ästhetische Theorie am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind nutzerbezogene Raumperformanzen. 2012 entwickelte sie in ihrer Publikation Affektpolitik von Raum den Aspekt einer Architektur des Textilen. Im Schnittfeld von Raumsoziologie, Raumtheorie und künstlerischer Raumintervention arbeitet sie an gesellschaftlichen Heterotopien wie Strafvollzugsanstalten und Flüchtlingsheimen.