
Wegsperren
Zivil-, verwaltungs- und strafrechtlicher Freiheitsentzug im Kanton Zu¨rich seit Mitte des 20. Jahrhunderts
Chronos (Publisher)
1st Edition
Will be published approx. on 31. July 2026
Book
Hardback
384 pages
978-3-0340-1846-3 (ISBN)
Description
Wie schützt der Staat die Gesellschaft vor Personen, die von den Behörden als «gefährlich» eingestuft werden? Wer sind diese Menschen und wie hat sich ihr Profil im Laufe der Zeit verändert? Die Studienbeiträge gehen diesen Fragen nach und weisen dabei unter anderem auf die Überschneidungen zwischen fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und
dem Strafrecht hin. Der Band versammelt Beiträge mit geschichts- und rechtswissenschaftlicher sowie aktueller journalistischer
Perspektive, die den Schutz der Gesellschaft vor «gefährlichen» oder «unerwünschten» Personen zum Thema haben. Die rechtshistorischen Entwicklungsstränge seit dem 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit Freiheitsentzug werden ebenso aufgezeigt wie die Kontinuitäten und Brüche, die sich im Übergang von den altrechtlichen administrativen Versorgung bis hin zur heutigen fürsorgerischen Unterbringung (FU) manifestieren. Auch das Zusammenspiel von Massnahmenvollzug und forensischer
Psychiatrie im Kontext von Risikoevaluation und Rückfallprognosen bei Erwachsenen und Jugendlichen ist Thema verschiedener Beiträge. Die quantitativen Dimensionen des Strafvollzugs und grundrechtliche Aspekte des «Wegsperrens» werden aus rechtswissenschaftlicher und kriminologischer Sicht ausgelotet. Damit schliesst der Band an bestehende Untersuchungen zu administrativen Versorgungen und anderen Zwangsmassnahmen an, erweitert den Forschungsstand und leistet einen Beitrag zu aktuellen Diskussionen in Politik, Öffentlichkeit und Rechtswissenschaft.
More details
Language
German
Place of publication
Zürich
Switzerland
Illustrations
30
Dimensions
Height: 240 mm
Width: 160 mm
ISBN-13
978-3-0340-1846-3 (9783034018463)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Alix Heiniger hat eine Assistenzprofessur fu¨r Zeitgeschichte an der Universität Freiburg inne. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des sozialen Schutzes, die strafrechtliche und zivilrechtliche Freiheitsentziehung sowie die Gefangenenarbeit.