
Methodismus in Osteuropa
Polen, Tschechoslowakei, Ungarn
Friedrich Hecker(Editor)
Edition Ruprecht (Publisher)
1st Edition
Published in 2004
Book
Paperback/Softback
232 pages
978-3-89725-067-3 (ISBN)
Unfortunately, price unknown
Article is exhausted; no reprint
Description
Karl Hecker, geboren 1934 in Budapest. Militärdienst in der ungarischen Armee, Studium der Theologie in Vorbereitung auf den Dienst als Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Bad Klosterlausnitz 1957-1960, als Pastor in Ungarn seit 1960, 1974 bis 1996 Superintendent, Arbeit als Superintendent und Gemeindepastor in Budapest. Lehr- und Vortragstätigkeit in ökumenischen Zusammenhängen und bei der Ausbildung von Laien in der EmK, langjähriger Vizepräsident des Ökumenischen Rates in Ungarn, 1988 Initiator und Mitbegründer der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Mission und Evangelisation. 1989 verlieh ihm die Lutherische Theologische Akademie in Budapest den Ehrendoktor als Dank und Anerkennung für die langjährige ökumenische Arbeit.
Vilem D. Schneeberger, geboren 1928 in Tuschkau bei Pilsen (Tschechoslowakei). Studium der Theologie an der Evangelisch-theologischen Comenius-Fakultät in Prag (Mgr.) und an der Tschechoslowakischen Theologischen Hus-Fakultät in Prag (ThDr.). Nach dem Studium Pastor der EmK an Gemeinden vornehmlich in Prag, 21 Jahre lang Superintendent des gesamten Werkes in der Tschechoslowakei. ÜberSetzer einer Reihe von Werken John Wesleys (z.B. der Lehrpredigten) und über John Wesley, Verfasser einiger Studien über die Geschichte und Theologie des Methodismus. Lebt seit 1999 im Ruhestand in Prag.
Karl Zehrer, geboren 1932. Studium am Theologischen Seminar in Bad Klosterlausnitz, Staatsexamen an der Martin-Luther-Universität in Halle, dort auch Promotion mit der Arbeit: ".
More details
Series
Edition
1., Aufl.
Language
German
Place of publication
Germany
Target group
Professional and scholarly
ISBN-13
978-3-89725-067-3 (9783897250673)
Schweitzer Classification
Persons
Karl Hecker, geboren 1934 in Budapest. Militärdienst in der ungarischen Armee, Studium der Theologie in Vorbereitung auf den Dienst als Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Bad Klosterlausnitz 1957-1960, als Pastor in Ungarn seit 1960, 1974 bis 1996 Superintendent, Arbeit als Superintendent und Gemeindepastor in Budapest. Lehr- und Vortragstätigkeit in ökumenischen Zusammenhängen und bei der Ausbildung von Laien in der EmK, langjähriger Vizepräsident des Ökumenischen Rates in Ungarn, 1988 Initiator und Mitbegründer der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Mission und Evangelisation. 1989 verlieh ihm die Lutherische Theologische Akademie in Budapest den Ehrendoktor als Dank und Anerkennung für die langjährige ökumenische Arbeit.
Vilem D. Schneeberger, geboren 1928 in Tuschkau bei Pilsen (Tschechoslowakei). Studium der Theologie an der Evangelisch-theologischen Comenius-Fakultät in Prag (Mgr.) und an der Tschechoslowakischen Theologischen Hus-Fakultät in Prag (ThDr.). Nach dem Studium Pastor der EmK an Gemeinden vornehmlich in Prag, 21 Jahre lang Superintendent des gesamten Werkes in der Tschechoslowakei. Übersetzer einer Reihe von Werken John Wesleys (z.B. der Lehrpredigten) und über John Wesley, Verfasser einiger Studien über die Geschichte und Theologie des Methodismus. Lebt seit 1999 im Ruhestand in Prag.
Karl Zehrer, geboren 1932. Studium am Theologischen Seminar in Bad Klosterlausnitz, Staatsexamen an der Martin-Luther-Universität in Halle, dort auch Promotion mit der Arbeit: ".
Vilem D. Schneeberger, geboren 1928 in Tuschkau bei Pilsen (Tschechoslowakei). Studium der Theologie an der Evangelisch-theologischen Comenius-Fakultät in Prag (Mgr.) und an der Tschechoslowakischen Theologischen Hus-Fakultät in Prag (ThDr.). Nach dem Studium Pastor der EmK an Gemeinden vornehmlich in Prag, 21 Jahre lang Superintendent des gesamten Werkes in der Tschechoslowakei. Übersetzer einer Reihe von Werken John Wesleys (z.B. der Lehrpredigten) und über John Wesley, Verfasser einiger Studien über die Geschichte und Theologie des Methodismus. Lebt seit 1999 im Ruhestand in Prag.
Karl Zehrer, geboren 1932. Studium am Theologischen Seminar in Bad Klosterlausnitz, Staatsexamen an der Martin-Luther-Universität in Halle, dort auch Promotion mit der Arbeit: ".
Editor
Superintendent i.R.
Contributions
Superintendent i.R.
Pastor i.R.
Content
Alle drei Verfasser der in diesem Band der EmK Geschichte abgedruckten Darstellungen der Geschichte des Methodismus in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei haben im Leben des europäischen Methodismus eine wichtige Rolle gespielt und spielen sie zum Teil immer noch. Sie haben für den Bereich, über den sie schreiben, nicht nur etwas gelesen und Texte studiert, sondern waren persönlich an verschiedenen Vorgängen beteiligt. Es ist ihnen und den Herausgebern dieses Bandes zu danken, dass diese Beiträge der Öffentlichkeit übergeben werden. Sie beleuchten Zusammenhänge und beschreiben Entwicklungen, gerade auch in interessanten und lebendigen Details, die sonst nicht zugänglich wären.
Die Arbeit der methodistischen Kirche in Polen und in der Tschechoslowakei ist durch die Bischöfliche Methodistenkirche des Südens (in den USA Methodist Episcopal Church, South) nach dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1920 begonnen worden. Zu den damals neuen Missionsgebieten der südlichen Methodistenkirche hat damals auch Belgien gehört. Die Methodistenkirche in Belgien hat sich aber 1969 mit der Église Evangélique Protestante de Belgique zur Église Protestante der Belgique vereinigt und sich damit aus dem Verbund methodistischer Konferenz herausgelöst.
Im Jahre 1939 haben sich drei methodistische Kirchen zur The Methodist Church vereinigt: die Protestant Methodist Church, die Methodist Episcopal Church und die Methodist Episcopal Church, South. Eine festliche Feier dieser Vereinigung hat es auch im Jahre 1939 in Europa gegeben. Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hat diese kirchliche Feier in Kopenhagen stattgefunden. Aber der Zweite Weltkrieg hat ein Zusammenwachsen der Arbeit der beiden in Europa wirkenden Kirchen hier verhindert. Erst nach 1945 sind behutsame Schritte hierzu geSetzt worden. Die Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa, die 1954 in Brüssel konstituiert worden ist, hat Konferenzen der Bischöflichen Methodistenkirche und der Bischöflichen Methodistenkirche des Südens zusammengeführt. Innerhalb dieser Zentralkonferenz waren dann Belgien, Polen und die Tschechoslowakei, Konferenzen der südlichen Kirche, eingebunden.
In den vergangenen 50 Jahren ist hier eine starke Verbundenheit gewachsen, die sich nach meiner Beobachtung positiv auch auf die ganze Kirche in Europa und in der Welt ausgewirkt hat. Von da her ist es besonders wichtig und hilfreich, etwas über die Arbeit in Polen und in der Tschechoslowakei zu erfahren. Das leisten die Beiträge von Karl Zehrer und Vilèm Schneeberger.
Karl Zehrer zeigt die Beziehung methodistischer Konferenzen in Deutschland und in Polen zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und 1945. In einem zweiten Beitrag informiert er über die sehr interessanten wechselseitigen Beziehungen zwischen der Norddeutschen Jährlichen Konferenz und der beginnenden Arbeit in Ungarn um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die geistliche Motivation und die geschwisterliche Verbundenheit waren entscheidend. Methodistische Arbeit war damals ganz selbstverständlich grenzüberschreitend. Der Anspruch John Wesleys, "Die Welt ist meine Pfarre und Seelen zu retten, ist mein Beruf"Der Methodismus in Deutschland, seine Ausbreitung und Probleme der Kirchwerdung, 1830-1968"; Habilitationsschrift an der Universität Leipzig über "Evangelische Freikirchen und das Dritte Reich"; Pastor der EmK in Zwickau, Gera, Halle, Werdau, Oelsnitz; seit 1997 im Ruhestand. Veröffentlichungen kirchengeschichtlicher, ökumenischer und praktisch-theologischer Beiträge, darunter die 2003 erschienene Wesley-Biografie "Mit ruhigem Herzen vertraute er Gott. John Wesleys Leben und Wirken (1703-1791)", war nicht nur eine ideologische Floskel, sondern wurde gelebt und war nachweisbare Praxis der Kirche. Der Text über die Beziehung zu Ungarn wurde in Form von zwei Vorträgen bei der jährlichen Studientagung der ungarischen Pastoren im November 1998 in Budapest gehalten.
Vilèm Schneeberger (er war Superintendent der Kirche in der Tschechoslovakei zwischen 1969 - 1989) schreibt eine knappe, aber konzentrierte und überaus informative Geschichte des Methodismus in der Tschechoslowakei, die um das Jahr 1920 beginnt. Er zeigt die Entwicklung der kirchlichen Arbeit bis in unsere Tage. Friedrich Hecker (er war Superintendent der Kirche in Ungarn zwischen 1975 - 1996) beschreibt die Arbeit der methodistischen Kirche in Ungarn und da vor allem die schwierige Zeit unter der Herrschaft des Kommunismus. Der vorliegende Text war zunächst ein Vortrag, den er bei einer kirchlichen Familienwoche 1998 in der Nähe von Szolnok hielt. Er wurde für die Veröffentlichung leicht überarbeitet.
Besondere Beachtung schenkt Friedrich Hecker den Vorgängen, die im Jahre 1974 zu einer Spaltung in der ungarischen Konferenz geführt haben. Diese schmerzliche Erfahrung belastete die Arbeit in den nachfolgenden Jahren. Im Jahre 1998, als die ungarische Konferenz ihr 100jährigen Bestehen feierte, hat die Konferenz eine Erklärung zu den damaligen Vorgängen abgegeben, ein Wort der Busse und der Versöhnung.
In der Evangelisch-methodistischen Kirche in Europa fließen viele Ströme methodistischer Missionsarbeit zusammen. Sie stellen den Reichtum unseres Lebens dar. Es ist wichtig, über die guten und über die belastenden Erfahrung etwas zu wissen, über Erfolge und über Schuld, denn ohne Erinnerung gibt es keine Zukunft. Und gleichzeitig kann das Wissen um die Treue und den hingebungsvollen Dienst der Väter und Mütter Anstoß zu eigener neuer Hingabe an den Herrn der Kirche führen.
Ich habe die Texte wieder mit Interesse und Dankbarkeit gelesen und wünsche dem Band viele interessierte Leser, die sich über die spannende und wechselvolle Geschichte der Evangelisch-methodistischen Kirche im Osten Europas informieren lassen. Niemand wird das Buch aus der Hand legen, ohne auch tiefen geistlichen Gewinn erlebt zu haben.
Helmut Nausner